Wie steht die Evangelische Kirche zu Atomwaffen?

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Foto: Pixabay

Die Evangelische Synode soll im November Herstellung, Besitz und Doktrin der Atombombe ächten – manche Stimmen wünschen sich aber eine regierungstreue Unentschiedenheit“. (Peter Bürger)

Der Braunschweig-Spiegel berichtete am 15. 08.2019 von dem Votum von Justicia et Pax (Gerechtigkeit und Frieden) gegen Atomwaffen. Die Kommission erklärt in ihrem Votum vom 17.06.2019 für die katholische Kirche, dass die bisherige moralische Duldung der Strategie der nuklearen Abschreckung als Konzept der Kriegsverhütung aufgegeben werden muss. Die mächtigsten Atomwaffenstaaten lassen keinen ernsthaften Willen erkennen, von ihr abzurücken, sondern setzen programmatisch darauf, einen Atomkrieg führen, begrenzen und gewinnen zu können.

Die umfassend begründete Stellungnahme liegt selbstverständlich dem obersten Beschlussorgan der Evangelischen Kirche, der Synode, vor. Man darf gespannt sein, ob sich die Synode (11.- 13. November) ebenso vorbehaltlos gegen Atomwaffen ausspricht. Es scheint Widerstände zu geben. Lesen Sie dazu in Telepolis von Peter Bürger: „Millionen Menschen erreichen schneller das Ewige Leben

Die Evangelischen Akademie Abt Jerusalem der Landeskirche Braunschweig führt seit einem Jahr friedensethische Veranstaltungen durch. Die nächste Veranstaltung wird am 7. November sein. Die Ev. Landeskirche Baden wird ihr friedensethisches Konzept vorstellen: „Sicherheit neu denken“.

Weitere Veranstaltungen sind in der Akademie geplant. Wie die thematisch und inhaltlich verlaufen werden, wird sicherlich von der Entscheidung der Synode abhängen, wie die Ev. Kirche zukünftig zum Besitz und Einsatz von Atomwaffen steht.

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