Das Schweigen zu AKKs „Hunnenrede“

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Carl Röchling: „The Germans to the Front“ Foto: Wikipedia

Wenn es noch einen Beleg für die Rechtsverschiebung des politischen Diskurses braucht, dann ist dies das Schweigen zu AKKs „Hunnenrede“.

Gestern Abend gab es einen Vortrag im Rahmen der Akademie im Klosterforum und anschließend eine Diskussionsrunde. Als der Referent Ralf Becker (Projektkoordinator „Sicherheit neu denken“ der Evangelischen Landeskirche in Baden) vortrug, wie viel effektiver friedliche Lösungen sind, als kriegerische Lösungen, gab es in der gut besuchten Veranstaltung heftigen Applaus. In einer breit angelegten Forschungsarbeit über 450 internationale Konflikte, kam heraus, dass friedliche Lösungen doppelt so oft zu dauerhaften Lösungen führten, wie Kriege. Kriege scheitern mehr als dreimal so oft wie friedliche Lösungen. Jeder von uns weiß, wie die letzten Kriege ausgegangen sind. Ganz anders hierzu die Haltung von Annegret Kramp-Karrenbauer (b.k.).

Die CDU-Vorsitzende und Verteidigungsministerin, Annegret Kramp-Karrenbauer, hat eine Grundsatzrede zur neuen sicherheitspolitischen Ausrichtung Deutschlands und den damit verbundenen Aufgaben für die Bundeswehr gehalten. Unter anderem gehe es nun darum, „Chinas Machtanspruch“ im „Indo-Pazifischen Raum“ einzudämmen, um Deutschlands globale wirtschaftliche Interessen zu verteidigen. Noch vor wenigen Jahren wäre dies ein Tabubruch gewesen und Kramp-Karrenbauer hätte einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Doch heute? Bleiernes Schweigen! Weiter bei Jens Berger.

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