Die Yellow Jockey Open Airs starteten mit einem energiegeladenen Konzertabend und einem Publikum, das den Rock’n’Roll lebte
Donnerstagabend, strahlender Sonnenschein, Temperaturen weit über 30 Grad – und rund um die Galopprennbahn in Bad Harzburg ging kaum noch etwas. Schon auf dem Weg zum Gelände wurde klar: Hier würde kein gewöhnlicher Konzertabend stattfinden.
Gemeinsam mit anderen Journalisten und Fotografen machte ich mich auf den Weg zu den Yellow Jockey Open Airs und landete erst einmal mitten in langen Autoschlangen. Offenbar hatten sich ziemlich viele Menschen vorgenommen, diesen Sommerabend nicht zu Hause zu verbringen.
Die Yellow Jockey Open Airs finden auch 2026 wieder auf der traditionsreichen Galopprennbahn in Bad Harzburg statt und bringen an mehreren Abenden unterschiedliche musikalische Highlights auf das Gelände. Zum Auftakt am 13. August stand allerdings ganz klar ein Genre im Mittelpunkt, das man nicht jeden Tag auf einer Galopprennbahn erlebte: Rockabilly.
Und dafür hatten die Veranstalter mit Dick Brave genau den richtigen Künstler eingeladen.
Rockabilly mit eigener Handschrift
Dick Brave ist das Rockabilly-Alter Ego von Sasha. Während Sasha vor allem als erfolgreicher Pop- und Rockmusiker bekannt ist, stand Dick Brave für eine völlig andere musikalische Welt: Retro-Sound, Rock’n’Roll, kräftige Gitarren und eine ordentliche Portion Bühnenenergie.
Mit seinem aktuellen Projekt „Back for More“ war Dick Brave wieder auf den großen Bühnen unterwegs. Dabei wurden bekannte Songs in ein völlig neues musikalisches Gewand gesteckt und bekamen den unverwechselbaren Dick-Brave-Sound.
Doch bevor der Hauptact die Bühne übernahm, gehörte der Abend zunächst The Silvertones.
Schon bei den ersten Tönen wurde getanzt
The Silvertones sind eine Band mit langer Rockabilly-Erfahrung und damit die perfekte Besetzung für diesen Abend. Schon nach den ersten Takten war zu spüren, dass das Publikum nicht gekommen war, um still neben der Bühne zu stehen.
Es wurde getanzt, gesungen und gelacht.
Und das trotz der Hitze.
Überhaupt war das Publikum an diesem Abend ein Erlebnis für sich. Viele Besucherinnen und Besucher hatten sich richtig ins Zeug gelegt und ihren Konzertlook perfekt auf die Musik abgestimmt. Wunderschöne Polka-Dot-Kleider und Rockabilly-Outfits, sorgfältig gestylte Haare, passendes Make-up und jede Menge Liebe zum Detail machten schnell deutlich: Hier waren echte Fans unterwegs.
Man hatte fast das Gefühl, in eine andere Zeit einzutauchen – nur die Smartphones in den Händen der Besucher erinnerten daran, dass wir uns doch im Jahr 2026 befanden.
The Silvertones lieferten dazu den passenden Soundtrack. Vor der Bühne wurde getanzt und die Stimmung wurde von Song zu Song ausgelassener. Die anfängliche Hitze schien irgendwann kaum noch jemanden zu interessieren.
Und dann kam Dick Brave
Doch dann war es so weit.
Dick Brave betrat die Bühne – und plötzlich schien die ohnehin schon gute Stimmung noch einmal mehrere Gänge hochzuschalten.
Der Jubel war gewaltig. Vor der Bühne wurde es noch voller, die Menschen tanzten, sangen und feierten. Gemeinsam mit seiner Band brachte Dick Brave eine unglaubliche Energie mit nach Bad Harzburg. Die Mischung aus Rockabilly, Rock’n’Roll und bekannten Songs funktionierte vom ersten Moment an.
Und genau darin lag wahrscheinlich das Geheimnis dieses Projekts: Man kannte die Songs – aber plötzlich klangen sie ganz anders.
„Back for Good“ wurde zum rockigen Publikumsliebling, während auch „Take On Me“ für Begeisterung sorgte. Zwischen Gitarren, Schlagzeug und treibenden Bässen blieb dabei kaum jemand still stehen.
Dick Brave spielte mit dem Publikum, das Publikum spielte zurück – und spätestens jetzt war klar, dass dieser Donnerstagabend alles andere als ein gewöhnlicher Konzertabend war.
Ein Sommerabend, den man nicht so schnell vergisst
Was diesen Abend besonders machte, war am Ende nicht nur die Musik.
Es war die gesamte Atmosphäre.
Die Sonne, die noch lange über dem Gelände stand. Die außergewöhnliche Kulisse der Galopprennbahn. Die Menschen, die sich mit viel Liebe zum Detail für den Abend herausgeputzt hatten. Die Tänzerinnen und Tänzer vor der Bühne. Die Hitze, die selbst nach Sonnenuntergang noch spürbar war. Und natürlich die Musik, die dafür sorgte, dass die Füße irgendwann ganz automatisch mitwippten.
Die Yellow Jockey Open Airs hatten damit einen ziemlich starken Auftakt hingelegt.
Und wenn ein Donnerstagabend trotz hochsommerlicher Temperaturen und langer Anfahrtsschlangen ein voll besetztes Gelände, ein tanzendes Publikum und eine solche Stimmung hervorbrachte, konnte man wohl mit Recht sagen: Bad Harzburg war bereit für einen Sommer voller Live-Musik.
Wer den Abend noch einmal erleben möchte, sollte unbedingt einen Blick in meine Fotogalerie werfen. Denn manchmal sagen Bilder mehr als tausend Worte – besonders dann, wenn es um einen Abend ging, an dem eine ganze Galopprennbahn für ein paar Stunden zum Rock’n’Roll-Paradies wurde.








































Copyrights: Photos by Dorothea „Dottie“ Lipinski / Helllove Photography























