STAHLZEIT bringt das Millenium Event Center mit einer spektakulären Pyroshow zum Beben.
Am Samstag, 19. September, wurde das Millenium Event Center in Braunschweig laut, heiß und ziemlich feurig: STAHLZEIT, eine der bekanntesten Rammstein-Tribute-Shows Deutschlands, machte im Rahmen ihrer Jubiläumstour „20 Plus“ Station in Braunschweig. Über zweieinhalb Stunden lang brachte die Band den Sound, die Ästhetik und die spektakuläre Bühnenshow von Rammstein auf die Bühne – inklusive aufwendiger Licht- und Pyrotechnik.
STAHLZEIT gibt es seit 2004. Im Mittelpunkt steht Sänger Heli Reißenweber, dessen Stimme, Aussehen und Bühnenperformance stark an Rammstein-Frontmann Till Lindemann erinnern. Die Produktion ist dabei deutlich mehr als ein klassisches Coverprogramm: Aufwendige Bühnenelemente, Lichttechnik und eine umfangreiche Pyroshow gehören zum Konzept der Band.
Ein bekanntes Konzept – aber ein völlig anderes Publikum?
Für mich war dieser Abend besonders spannend. In Braunschweig ist man schließlich an Rammstein-Tribute-Shows gewöhnt. Völkerball ist hier seit Jahren ein Begriff, und bei deren Konzerten trifft man viele bekannte Gesichter. Man kennt die Leute, man kennt die Stimmung, man weiß ungefähr, was einen erwartet.
Deshalb war ich neugierig: Würde es bei STAHLZEIT genauso sein?
Schließlich sind die Schnittmengen offensichtlich. Wer STAHLZEIT hört, ist häufig auch Rammstein-Fan – und natürlich gibt es Menschen, die sowohl zu Völkerball als auch zu STAHLZEIT gehen.
Aber schon beim Blick ins Publikum wurde klar: Nein. Dieser Abend hatte seine ganz eigene Dynamik.
Gefühlt 99 Prozent der Menschen, die mir an diesem Abend im MEC begegneten, waren für mich neue Gesichter. Eine große, lebendige STAHLZEIT- und Rammstein-Familie hatte sich versammelt. Viele der Besucherinnen und Besucher gehörten zu einer Generation, die Rammstein bereits seit den frühen Jahren begleitet und sich noch an die ersten Alben und Konzerte erinnert. Gleichzeitig waren zahlreiche Familien mit Kindern und Jugendlichen dabei.
Das Publikum war erstaunlich gemischt – und trotzdem schien es eine gemeinsame Sprache zu sprechen: Rammstein.
Ich wusste, dass es spektakulär wird – aber nicht so
Eine kleine persönliche Verbindung zu STAHLZEIT gibt es für mich außerdem: Heli und einige der Musiker kenne ich bereits aus ihrer eigenen Band Maerzfeld, die ich bei verschiedenen Konzerten fotografiert habe, unter anderem in der Kuba-Halle in Wolfenbüttel.
Ich wusste also durchaus, dass ich mich auf eine spektakuläre Show einstellen konnte. Was mich dann im Millenium Event Center erwartete, war allerdings noch einmal eine ganz andere Größenordnung – größer, aufwendiger und beeindruckender, als ich es erwartet hatte.
STAHLZEIT hatte ein umfangreiches Programm zusammengestellt, das sich durch verschiedene Phasen des Rammstein-Repertoires zog. Von den frühen Klassikern bis zu den neueren Songs war praktisch alles dabei, was man mit Rammstein verbindet.
Insgesamt standen 26 Songs auf der Setlist. Dazu gehörten unter anderem „Sonne“, „Reise, Reise“, „Amerika“, „Deutschland“, „Ausländer“, „Pussy“, „Engel“, „Dicke Titten“ und „Heirate mich“.
Und das Publikum kannte sie alle.
Gesungen wurde natürlich nicht nur auf der Bühne. Die Gäste sangen lautstark mit, filmten mit dem Smartphone, tanzten, feierten und ließen sich von der Show mitreißen. Dazu kamen Feuer, Licht, Rauch und eine Bühne, die immer wieder neue visuelle Akzente setzte.
Was mich dabei besonders beeindruckt hat, war nicht nur die Größe der Show. Es war die Atmosphäre im Saal.
Natürlich trägt eine Rammstein-Tribute-Show bestimmte Erwartungen bereits in sich. Und natürlich erkennt man Elemente wieder, die man mit dem Original verbindet. Trotzdem entwickelte STAHLZEIT an diesem Abend eine eigene Identität. Die Band und ihr Publikum bildeten eine eigene kleine Welt – laut, leidenschaftlich, bunt gemischt und erstaunlich gemeinschaftlich.
Und diese Gemeinschaft war im gesamten Saal zu spüren. Es war schön zu beobachten, wie die Menschen immer wieder von der Show, der Musik und der Atmosphäre überwältigt wurden – nicht im negativen Sinne, sondern von dieser ganz besonderen Mischung aus Begeisterung, Freude, Nostalgie und purer Energie. Überall sah man lachende Gesichter, leuchtende Augen, Menschen, die mitsangen und einfach den Moment genossen.
Am Ende war das Millenium Event Center voll mit Menschen, die offensichtlich genau das bekommen hatten, wofür sie gekommen waren: einen Abend voller Musik, Energie, Erinnerungen und einer spektakulären Show.
Und für mich war die vielleicht interessanteste Erkenntnis des Abends, dass „Rammstein-Tribute“ nicht automatisch bedeutet, dass jede Veranstaltung gleich funktioniert. STAHLZEIT hat in Braunschweig gezeigt, dass auch innerhalb dieser Szene ganz unterschiedliche Communities und Atmosphären entstehen können.
Wer dabei war, weiß, was gemeint ist.
Und wer nicht dabei war, kann sich jetzt zumindest einen Eindruck davon verschaffen.
Viel Spaß mit meiner Fotogalerie vom STAHLZEIT-Konzert im Millenium Event Center!







































Alle Fotos: Dorothea „Dottie“ Lipinski
























