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Biodiversität in Agrarlandschaften

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Liebe Leserin, lieber Leser,

vielleicht fragen Sie sich, was man sich denn unter dem Begriff Biodiversität vorstellen soll. Auch ich fremdle häufig mit Fremdwörtern, die sperrig sind und das Verständnis erschweren.

Wir könnten auf den Titel schreiben: Vielfalt des Lebens in Agrarlandschaften. Auch das wäre richtig, aber das trifft es nicht ganz. Denn Biodiversität meint nicht nur die Artenvielfalt, sondern auch die genetische Vielfalt sowie die Vielfalt der Ökosysteme. Dass diese Vielfalt auf unterschiedlichen Ebenen wichtig ist, ist verständlich, denn wie Rädchen greifen die verschiedenen Teile ineinander, halten die Welt im Gleichgewicht. Wenn eine Art ausstirbt, sind die Konsequenzen nicht tödlich für alle, aber dass sich das Gleichgewicht verschiebt, ist unausweichlich.Wenn wir nun unsere Umwelt intensiv nutzen, beispielsweise agrarlich, sollten wir dies also möglichst umsichtig tun, Fauna und Flora unter anderem Trittsteine zur Vernetzung von Lebensräumen bieten.

Beispiele, wie sich die Biodiversität in Agrarlandschaften verbessern lässt, haben wir in dieser Ausgabe versammelt. Es sind regionale Ansätze, die aber auch Vorbild über Niedersachsen hinaus sein können. Maßnahmenpakete wie der Niedersächsische Weg (ab Seite 8) und Projekte wie FABiAN (ab Seite 14) sowie FInAL (ab Seite 16) sowie Landschaftspflegeverbände (ab Seite 18) tragen alle mit unterschiedlichen Ansätzen zur Erhöhung der Vielfalt in unserer Agrarlandschaft bei. Wir werfen auch einen Blick auf einen Teil der Fauna, der für uns häufig auf dem Acker unsichtbar bleibt: die Fledermäuse in der Agrarlandschaft. Siegfried Wielert informiert ab Seite 20 über neue Untersuchungen.

Im Hintergrund dieser Ausgabe werfen wir einen Blick auf Waldbrände, genauer: wie das Leben nach einem Waldbrand wieder beginnt (Alexander Büssing ab Seite 26) und wie sich das Brandereignis verhindern lässt (Anika Niebrügge ab Seite 31).

Auch unsere übrigen Beiträge sollten Sie natürlich nicht überblättern. Unter anderem geht Claus Schröder der Frage nach, wie sich die Planungen zur Rückholung der Abfälle aus der ASSE 2 entwickeln. Das Nachhaltigkeitszentrum gibt einen Überblick über seine Bildungsangebote und Dr. Friedhart Knolle sowie Dr. Lutz Reichhoff stellen ein Buch über die Gründung des Nationalparks Hochharz vor.

Wie wir finden, eine thematisch ausgesprochen vielfältige Ausgabe. Wir wünschen viele neue Erkenntnisse.

Herzlichst, Ihre

Heike Steingaß

umweltzentrum-braunschweig.de

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