Wahlkampf-Rowdies der Grünen unterwegs

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Grüne Plakataktion nach dem Motto; Gemeinsam, mutig, grün Foto Bernhard Piest

Wer sich aufmerksam die Wahlplakate an der Fridtjof-Nansen-Straße in Kralenriede anschaut, wird sich sehr wundern und auch mit dem Kopf schütteln. Über einigen Plakaten der Grünen ist noch ein anderes Plakat zu sehen. Es ist bis zur Unkenntlichkeit zusammengefaltet und nur mit Mühen lassen sich Ausschnitte von BIBS-Plakaten identifizieren. Was da passiert ist, lässt sich einfach rekonstruieren: Die BIBS-Plakate hingen als erste an gut sichtbaren Masten. Die Plakataufhänger bei den Grünen kamen einige Tage später und fanden die Plätze der BIBS-Plakate passend für die Präsentation ihrer Kandidaten. Was lag für die Plakatierer näher, als die Plakate der BIBS nach oben zu schieben, sie dabei zusammenzustauchen, unkenntlich zu machen und die eigenen Bewerber stolz zu präsentieren. Mit dieser Aufhängeaktion lässt sich wunderbar das Motto der Grünen interpretieren: „Gemeinsam, mutig, grün“.

Das war kein gelungener Wahlkampfauftakt der Grünen. Schade. Respektvolles Miteinander und Wertschätzung gehen anders.

Der starke Robert Glogowski schiebt alles weg Foto Bernhard Piest

7 KOMMENTARE

  1. Da hat sich Herr Piest geirrt, es ist richtig ,dass einige Plakate unter denen der BIBS aufgehängt wurden. Dagegen ist es falsch zu behaupten die Grünen hätten die Plakate der BIBS beschädigt . Tatsächlich wurden drei Plakate der BIBS hochgeschoben weil sie bereits durch schlechtes befestigen heruntergerutscht waren. Dieses eine hier genannte Plakat war bereits zusammengefaltet beim Aufhängen des Grünen Plakates. Durch das hochschieben wurde das Plakat der BIBS sogar noch stabilisiert ! Des weiteren ist anzumerken ,das die Plakate der BIBS aus dünnen Kunststoff sind und labiler wie die der Grünen die Doppelseitig aus dicker Pappe hergestellt sind. Zu beobachten waren auch andere Plakate der BIBS die völlig verdreht waren man sah nur die Rückseite .Vielleicht ist Herrn Piest entgangen , das in den letzten Tagen sehr starke Windböen herrschten. Wir das BZR -Team 330 weisen diese Vorwürfe energisch zurück. Auf ein Respektvolles Miteinander mit allen Mitstreitern legen wir großen wert.

  2. Lieber Bernhard,
    um es gleich vorweg zu nehmen: Ich habe in diesem Wahlkampf noch kein einziges Wahlplakat aufgehängt, aber schon drei Kommunalwahlkämpfe und einen OB-Wahlkampf hinter mir und in diesem Rahmen Erfahrung mit dem Anbringen von >1000 Wahlplakaten

    An z.B. Laternenpfählen sind ausdrücklich mehrere Plakate erlaubt. Dabei ist es relativ normal, dass bereits vorhandene Plakate hochgeschoben werden (müssen). Es ist ein Gebot der Fairness dabei rücksichtsvoll mit vorhandenen Plakaten umzugehen. Dennoch passiert es auch bei größter Vorsicht gerade bei den sehr brüchigen Plastik-Hohlkammerplakaten, dass sie einknicken. Das Hochschieben müssen Wahlplakate aushalten, andernfalls sind sie m.E. für den Zweck „Wahlpalkat an Straßenlaternen etc.“ nicht geeignet.

    Das Problem ist nicht das Hochschieben, das Problem ist die sehr fragile, minderwertige Ausführung der BIBS-Plakate in Plastik-Hohlkammerausführung.

    Nebenbei bemerkt: Verschiedene Kommunen haben inzwischen Hohlkammerplakate (Easyplates) aus Umweltgründen verboten..

    Mit diesen Plakaten widerspricht die BIBS im Übrigen ihren eigenen Anträgen.

    Denn unter der Ds. 19-10506 vom 01.04.2019 findet man den „Dringlichkeitsantrag: Kein Plastik im Wahlkampf!“

    Darin heißt es wortwörtlich: „Die Verwaltung wird beauftragt, für den Wahlkampf …. ein Verbot für die Verwendung von Plastik umzusetzen. Angesichts des Wahlkampfes …. ist es dringlich, sofort ein konkretes Zeichen für mehr Umweltschutz zu setzen. Die Stadt Braunschweig geht mit gutem Beispiel voran: Wegen der bedrohlich zunehmenden Vermüllung der Umwelt mit Plastikabfällen wird in Braunschweig für die Plakatierung im Wahlkampf die Verwendung von Plastik untersagt.“

    War das ein Aprilscherz? Denn was macht die BIBS jetzt? Plastik ohne Ende: Hohlkammerplakate (Easyplates) in Massen, Kabelbinder usw. Das ist der eigentliche Skandal und das eigentliche Rowdytum.

    Viele Grüße

    Wolfgang Büchs

  3. Also ehrlich, ich habe die Plakate mit befestigt und sie waren fest angebracht. Na klar, kann der Wind mal was beschädigen, aber er faltet Plakate sicher nicht in dieser Weise zusammen. Und na klar, Plastik ist doof, aber manchmal auch das kleinere Übel, weil leichter anzubringen. In der Regel kann man diese Plakate auch viele Male wieder benutzen. Fairer Wahlkampf sieht für mich echt anders aus, da schiebt man Plakate nicht gefaltet nach oben, sondern hängt sein Plakat entweder drüber oder drunter. Das ist fair, oder?

  4. Die Plakate der BIBS sind aus Recyclingmaterial hergestellt, werden mehrfach verwendet und zum Schluss wieder recycelt.
    Außerdem benutzen wir – bisher als Einzige – wiederverwendbare Kabelbinder. Dies haben wir auch einigen Wettbewerber:innen zur Nachahmung empfohlen.

  5. Zurück zum Thema:
    Die Plakate, auch die auf besseren und sogar die auf guten Pappen aufgezogen sind, können nur an gerade stehenden Masten auch gut gehängt werden. Dass das Glogo-Junior Plakat bis ans Ende des geraden Laternenpfahls herangedrückt wurde und das Plakat von Bernhard Piest in den abgerundeten 90° Winkel – in dem kein Plakat gut hängen kann – hineindrückt wird, ist wirklich rowdyhaft. Wenn das vorher schon so gehangen haben soll – warum gibt es da kein Belegfoto. Ich glaube aber eher Sylvia Wolter und hoffe nur für Glogo Junior, dass er es nicht selbst war, der Bernhard über den senkrechten Masten hinaus und aus dem Sichtfeld geschoben hat.

  6. Wäre es nicht erwägenswert, aus Gründen des Klimaschutzes und der Co 2- Einsparung ganz auf die Wahlaußenwerbung zu verzichten? Was bringen die Pappen und die Plastikplakate an den Laternen? Gerade war Niko Paech in Braunschweig und hat für die Postwachstumsökonomie geworben: Verzichtet gänzlich auf Marketing und Werbung!

  7. Die Idee von Wilfried Steen finde ich richtig gut. Gut wäre diesbezüglich ein Ratsbeschluss der Stadt Braunschweig, damit für alle Parteien die gleichen Regeln gelten. In Zeiten der Klimakrise dürfte ein Beschluss für’s Klima und den Umweltschutz ja wohl kein Problem darstellen.

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