Wälder statt Forsten

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Gestörte Bodenstruktur nach Einsatz von schwerem Erntegerät. Foto: Gernot Finke

Von Gernot Finke

Buchenwald-Experte fordert „grundlegenden Paradigmenwechsel“ in der deutschen Forstwirtschaft.

Der „Wald“ in Deutschland hat im Sommer 2019 eine ungewöhnlich starke mediale Aufmerksamkeit erzeugt. Großflächig zusammenbrechende Nadelholzbestände haben die Öffentlichkeit erschüttert. Der flächenhafte Zusammenbruch der Baumbestände ist letztlich nur eine natürliche Reaktion des Ökosystems, menschliche Ein- und Fehlgriffe zu korrigieren. Die bisherige öffentliche Debatte ignoriert diese Fehlgriffe, vor allem eine auf Nadelhölzer fixierte Plantagenwirtschaft, die in Deutschland seit mehr als 200 Jahren praktiziert wird – mit all den negativen Dauerfolgen für den Boden- und Wasserhaushalt sowie für die Artenvielfalt. Doch Vertreter der „konventionellen“ Forstwirtschaft und Holz-Lobbyisten halten weiter an einem „Geschäftsmodell“ fest, das längst gescheitert ist, und exponierte Forst-Kritiker, wie Peter Wohlleben, werden als Scharlatane und Öko-Spinner öffentlich diffamiert. Dagegen wendet sich der Landschaftsplaner und Buchenwald-Experte Norbert Panek (Korbach) in einem Thesenpapier.

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