ver.di: Fast 6% mehr Lohn und mehr Urlaub durchgesetzt!

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ver.di erzielt Ergebnis im Tarifbereich Verkehrsbetriebe Niedersachsen: Fast 6% mehr Lohn und mehr Urlaub!
ver.di: „Jetzt nachhaltig in Personal und Infrastruktur des ÖPNV investieren!“

Trotz der Corona-Krise konnte ver.di mit den Beschäftigten im Flächentarifvertrag Verkehrsbetriebe Niedersachsen, in dem sich Unternehmen der öffentlichen Verkehre außerhalb der großen Metropolen wie Hannover und Braunschweig befinden, in einer herausfordernden Tarifrunde mit dem Arbeitgeberverband Nahverkehr e.V. (AVN) um bessere Löhne und Arbeitsbedingungen, ein respektables Ergebnis erreichen. Die ver.di-Mitglieder haben diesem Tarifergebnis jetzt mit deutlicher Mehrheit zugestimmt.

Auf dem Weg zum Ergebnis waren insgesamt drei erfolgreiche Streiktage und ein Schlichterverfahren notwendig. Die Beschäftigten erhalten ab dem 01.07.2021 bei einer Laufzeit von 25 Monaten in zwei Schritten insgesamt 80 Cent pro Stunde mehr. Für Beschäftigte in den ersten Beschäftigungsjahren gibt es ab 2022 und 2023 je einen Tag mehr Urlaub. Auszubildende erhalten insgesamt 80€ mehr monatliche Ausbildungsvergütung. Darüber hinaus haben sich die Tarifparteien ver.di und AVN auf einen Tarifvertrag für eine Corona-Beihilfe in Höhe von einmalig 400€ geeinigt.

„Mit diesem Abschluss ist es uns in der Pandemie gelungen, für die Beschäftigten im Nahverkehr in der Fläche, die Lücke zu den Gehältern im ÖPNV in den Metropolen Niedersachsens (TV-N) zu verkleinern. Fast 6% mehr Lohn für die Fahrer*innen kann sich sehen lassen!“ bewertet Gewerkschaftssekretär Marian Drews das Ergebnis.

Es sei in dieser langwierigen Tarifrunde, die am Ende einen Schlichterspruch benötigte, aber auch deutlich geworden, dass ein unterfinanzierter ÖPNV am Ende immer zu Lasten der Beschäftigten geht. Nicht nur die Corona-Pandemie habe das Handlungsfeld bestimmt, sondern vor allem auch die Verträge, die die Nahverkehrsunternehmen mit den kommunalen Aufgabenträgern zur Finanzierung machen. Eine faire Lohnentwicklung wird dort kaum berücksichtigt.

Drews begrüßt ausdrücklich, dass die monatelange Hängepartie um den ÖPNV-Rettungsschirm letzte Woche vom Bund erfolgreich zum Abschluss gebracht wurde. Es brauche aber einen ÖPNV-Rettungsschirm über 2021 hinaus. „Wir brauchen in diesem Jahrzehnt nachhaltige und zukunftsfähige öffentliche Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr – in klimagerechte Infrastruktur, aber vor allem auch ins Personal. Die Verkehrswende gelingt uns als Gesellschaft nur ökologisch und sozial!“

ver.di wird die Finanzierung des ÖPNV und die Verkehrswende im Vorfeld der kommenden Wahlen verstärkt zum Thema der kommunal-, landes- und bundespolitischen Auseinandersetzungen machen.

Hintergrund: Das Tarifgebiet betrifft Beschäftigte im Fahrdienst, den Werkstätten und der Verwaltung bei den Nahverkehrsunternehmen: Allerbus Verden, KVG Braunschweig (in u.a. Salzgitter und Helmstedt), KVG Lüneburg und Stade (mit Buxtehude, Cuxhaven, Hittfeld, Lüneburg, Stade und Winsen/L), Nutzfahrzeuge Nordhorn, Omnibusbetriebe von Ahrentschildt, Regionalverkehr Hildesheim und Verkehrsgesellschaft Hameln-Pyrmont.

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