AbL und Verkehrswende-Aktive fordern Umwidmung von Trinity-Flächen

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Von Initiative Stop Trinity und Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL)

Zum Auftakt der bundesweiten Kampagne der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) zur Gemeinwohlverpachtung am 25.11.2022  übergaben Aktivist*innen Forderungen an die Stadtverwaltung Wolfsburg.
 „Ein mögliches Aus für den Trinity Neubau muss die Stadt zum Anlass nehmen, die Nutzung  der von ihnen erworbenen und zum Gewerbegebiet umgewidmeten Ackerflächen komplett zu überdenken.“, sagt Maira Nothing von der jungen AbL. Zwei Vertreter des Personalrats und der Poststelle der Stadt Wolfsburg nahmen das Forderungspapier entgegen.

Die Nachricht über den Planungsstopp des neuen VW-Werks nördlich von Wolfsburg begrüßen die Aktivist*innen. Nun müsse sichergestellt werden, dass den hierfür vorgesehenen Flächen nicht weiterhin die Versiegelung drohe.  Die Stadt Wolfsburg hatte einen Teil der Flächen bereits vor 20 Jahren erworben und diesen im Flächennutzungsplan eine industrielle Nutzung zugewiesen. Für den geplanten Bau des VW-Werks kamen später noch weitere Flurstücke dazu. Eine mögliche Bebauung der Böden, egal für welchen Zweck müsse zukünftig ausgeschlossen werden.
„Jedes Industriegebiet bedeutet mehr Verkehrsaufkommen, den Bau oder Ausbau von Straßen, mehr Produktion von Gütern und damit auch wieder höherem Güterverkehr. Wir können uns die Versiegelung von weiterem Ackerland einfach nicht mehr leisten.“ , so Mike Mikkelson, welcher bereits in den vergangenen Monaten gegen das Trinity-Werk protestierte.

Ackerboden ist ein immer knapper werdendes Gut, das dringend für die Produktion guter Lebensmittel gebraucht wird. Zur Zeit werden Ackerflächen immer knapper. Eine weitere Versiegelung verschärft diese Entwicklung. Steigende Preise für Ackerland machen es insbesondere für junge, ausgebildete Landwirt*innen unmöglich  eine neue zukunftsfähige Landwirtschaft zu betreiben. Diese ist dringend notwendig, um den Anforderungen, die die Klimakrise an uns stellt, gerecht zu werden.

Für die zukünftige Vergabe der Flächen nach erfolgter Rückwidmung in Ackerland werden der Stadt Wolfsburg die Vorschläge der AbL für eine Gemeinwohlverpachtung übergeben. Als Inhaberin öffentlicher Flächen, steht die Stadt in der Verantwortung mit zu bestimmen, dass unsere Böden zukunftsfähig bewirtschaftet werden. Als Richtlinie hierfür stellt die AbL in ihrem Positionspapier zur gemeinwohlorientierten Verpachtung einen Punktekatalog für die Vergabe von Flächen zur Verfügung.

Weitere Informationen zur Gemeinwohlverpachtung unter: https://www.abl-mitteldeutschland.de/mitmachen/gemeinwohlkampagne

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