Es wird die erste Spielzeit unter der künstlerischen Leitung von Tobias Wolff, erfolgreich als Intendant der Oper Leipzig, nun Generalintendant und Operndirektor unseres Staatstheaters.
Gemeinsam mit Schauspieldirektorin Antje Thoms, Gregor Zöllig, Leiter Tanz, Sonja Elena Schroeder, Leiterin Junges!, der geschäftsführenden Dramaturgin Maxi Ratzkowski und dem frisch designierten Generalmusikdirektor Friedrich Praetorius präsentierte Tobias Wolff auf einer sehr gut besuchten Pressekonferenz Premieren und Schwerpunkte der kommenden Saison.

Die Spielzeit 2026/27 wird große Titel des Repertoires mit Wiederentdeckungen, Uraufführungen, Klassikern und mit viel Lust auf Komödie und Unterhaltung verbinden. Ein besonderer Akzent des neuen Leitungsteams wird auf der Verbindung von künstlerischem Anspruch, Publikumsnähe und der Öffnung des Hauses hinein in die Stadtgesellschaft liegen.
Mit »Lorelei« (Premiere: 23.01.2027) und »Playlist Braunschweig« (Uraufführung: 25.09.2026) stehen denn auch zwei Stücke mit besonderem Braunschweig-Bezug auf dem Programm.
GMD Friedrich Praetorius setzt programmatisch neue Akzente bei den Sinfoniekonzerten und präsentiert namhafte Solist:innen.
»Ich freue mich wirklich sehr auf diese erste Spielzeit und auf die Zusammenarbeit mit dem großartigen neuen Leitungsteam«, sagt Tobias Wolff.

»Unser erstes Programm verbindet künstlerischen Anspruch mit Humor, Sinnlichkeit und großer Lust am Theater. Wir bauen auf den Leistungen unserer Vorgänger:innen auf und wollen das Staatstheater weiterentwickeln: zu einem Ort, an dem sich alle willkommen fühlen; einem Ort, der staunen lässt, der unterhält, herausfordert, berührt und überrascht.«
Das Musiktheater spannt in der kommenden Spielzeit einen weiten Bogen von der romantischen Oper über Operette, Gala und Musical-Comedy bis hin zu zentralen Werken des Opernrepertoires.
Eröffnet wird die Saison mit Carl Maria von Webers »Der Freischütz« als große Open-Air-Produktion auf dem Burgplatz (ML: GMD Friedrich Praetorius; R: Philipp Moschitz).

In Nico Dostals schillernder Revue-Operette »Clivia« (ML: Alexander Sinan Binder; R: Alexander Balga) ist in der Titelpartie Publikumsliebling Milda Tubelytė zu erleben.
Einen besonderen Braunschweig-Schwerpunkt bildet das 1891 in Braunschweig uraufgeführte Bühnenwerk des Braunschweiger Komponisten Hans Sommer »Lorelei«, ML: Alexander Sinan Binder; R: Kay Kuntze). Damit rückt das Staatstheater einen vergessenen Schatz der lokalen Musiktheater-Geschichte neu in den Blick.
Weitere Schwerpunkte des Musiktheaters: Mozarts »Figaros Hochzeit« (ML: GMD Friedrich Praetorius; R: Daisy Evans) sowie Georges Bizets »Carmen« (ML: Alexander Sinan Binder; R: Sonja Trebes).
Mit der Musiktheater-Gala »You’ll Never Walk Alone« (ML: Andreas Ottensamer) bringt das Staatstheater Solist:innen des Musiktheater-Ensembles, Chor und Staatsorchester gemeinsam auf die Bühne; moderiert wird der Abend von Gisa Flake.
Das Schauspiel unter der Leitung von Antje Thoms eröffnet die Saison mit einem breiten Spektrum aus Unterhaltung, Klassiker-Bearbeitung, Stadtprojekt und Gegenwartsdramatik.
Mit »Don Quijote« (Regie: Gustav Rueb) von Jakob Nolte kommt eine moderne Bearbeitung des berühmten Romans von Cervantes auf die Bühne.
Lilly-Marie Voglers Solo »Iphigenies Rache« (Regie: Meera Theunert) erzählt den antiken Mythos aus feministischer Perspektive neu.
Im Großen Haus wird die Saison mit der britischen Komödie »Dieses Stück geht schief« von Henry Lewis, Jonathan Sayer und Henry Shields eröffnet, mit der Antje Thoms ihre erste Regiearbeit als Schauspieldirektorin am Staatstheater Braunschweig vorlegt.
Eine direkte Verbindung zur Stadt schafft das Kollektiv „Lunatiks“ mit seinem musikalischen Rechercheprojekt »Playlist Braunschweig« für und mit Menschen aus Braunschweig.
Weitere Schauspiel-Premieren der Spielzeit sind unter anderem die Neuauflage »Die Zauberflöte. The Opera but not the Opera« (Regie: Anaïs Durand-Mauptit) von Nils Strunk und Lukas Schrenk nach Mozart und Schikaneder, das Familienepos »Früchte des Zorns« (Regie: Antje Thoms) nach John Steinbeck.

Tanz Staatstheater Braunschweig eröffnet die Saison unter der Leitung von Gregor Zöllig mit »Romeo und Julia«, einem Tanzstück zu Sergei Prokofjews Musik im Großen Haus. Die musikalische Leitung hat David Niemann.
Mit »Leaning Tree« von Fernando Melo und dem Abend »Fragmenta« mit Arbeiten von Sofia Nappi, Sharon Fridman und weiteren Choreograf:innen setzt die Sparte weitere künstlerische Akzente zwischen erzählerischem Tanztheater, zeitgenössischer Bewegungssprache und choreografischer Vielfalt.
Fortgeführt wird außerdem die Reihe »tanzwärts!«, die Menschen aus der Stadt und Region aktiv in künstlerische Prozesse einbezieht. In »tanzwärts! Zwischen uns« arbeiten Anna Degen und Fenia Chatzakou mit rund 55 Menschen aus der Stadt. Mit »tanzwärts! Bewegte Landschaften« entsteht unter der Leitung von Gregor Zöllig und dem Tanzensemble ein groß angelegtes Projekt mit rund 80 Teilnehmenden auf der Bühne des Großen Hauses.

Für das Junge! Staatstheater beginnt mit der Spielzeit 2026/27 ein neuer Abschnitt.
Im Januar 2027 eröffnet das Junge! Haus in der Husarenstraße 75. Damit erhält die Sparte eine eigene Spielstätte für Schauspiel, Tanz, Musiktheater, Konzerte, Vermittlung und Beteiligungsformate.

Auf dem Spielplan stehen unter anderem »3 Helden: Stadt. Land. Traum.« von Karen Köhler und »Unterm Kindergarten« von Eirik Fauske.
In der Weihnachtszeit wird im Großen Haus mit Michael Endes »Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch« und im Kleinen Haus mit Rachel Portmans Musiktheater »Der kleine Prinz« ein pralles Familienprogramm geboten.
»Troja! Blinde Passagiere im trojanischen Pferd« von Henner Kallmeyer, die humorvolle Tanzperformance »Glitzer.Glammer.Glummistiefel«, die Familienfassung »Sue und Figaro – Hochzeit geht so« nach Mozarts »Figaros Hochzeit« sowie »Löwenzähne«, eine Uraufführung von Julia Herrgesell über unsichtbare Krankheiten von Eltern runden das Programm ab.
Das Staatsorchester Braunschweig eröffnet seine Konzertsaison mit Gustav Mahlers 6. Sinfonie unter der musikalischen Leitung von GMD Friedrich Praetorius. Insgesamt stehen zehn Sinfoniekonzerte auf dem Programm.
Zu den Höhepunkten zählen unter anderem ein Konzert mit Werken von Mozart, Arutiunian, Ravel und Strawinsky unter der musikalischen Leitung von Yura Yang und mit Simon Höfele (Trompete) als Solist, die Uraufführung eines Klavierkonzerts von Ulrich Kallmeyer mit Dongping Wang am Klavier sowie ein Konzert mit Werken von Carlos Simon, Péter Eötvös und Ludwig van Beethoven unter der musikalischen Leitung von GMD Friedrich Praetorius und mit Alexej Gerassimez am Schlagwerk.
Weitere Informationen zur Spielzeit 2026/27, zu Terminen und Vorverkauf gibt es unter: www.staatstheater-braunschweig.de



























