2. Offener Brief zur Situation in der Schuntersiedlung

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von Sylvia Wolter, Arbeitskreis Schuntersiedlung

Sehr geehrter Herr Dr. Kornblum,
am 3. August 2022 ließen Sie mir ein Antwortschreiben durch Herrn Schmidbauer zukommen, welches sich auf mein Schreiben vom 22.06.2022 bezog und die Situation der Schuntersiedlung zum Thema hatte. Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort.

Inzwischen haben wir diese im Arbeitskreis Schuntersiedlung besprochen. Dabei sind weitere Fragen entstanden, die ich Ihnen mit der Bitte um eine baldige Antwort zusende. Dieses auch vor dem Hintergrund einer Sendung bei Radio Okerwelle am 09.02.2023, in der neben dem Arbeitskreis Schuntersiedlung auch die Situation der Schuntersiedlung zur Sprache kommen wird.

Wir bitten um eine Antwort folgender Fragen:

In vielen öffentlichen und nicht-öffentlichen Sitzungen wurde bei der Zusammenlegung der Schulstandorte Schuntersiedlung und Kralenriede ein Schülertransport der GrundschülerInnen zugesagt. Jetzt findet dieser Transport nicht statt. Hier erwarten wir eine Erklärung.

Die Sporthalle in Kralenriede wird nicht gebaut, da 2026 der schulsportliche Bedarf der Grundschule Schunteraue durch die Sporthalle Boeselagerstraße abgedeckt werden soll. Die Anfahrt in die genannte Sporthalle ist zu weit. Wenn man Umkleidezeiten dazu nimmt, bleibt kaum Zeit für den eigentlichen Sportunterricht. In den nächsten 3 Jahren soll übergangsweise die Sporthalle der Schuntersiedlung genutzt werden, ebenso eine weitere Sporthalle.

Werden bei der Wahl der Sporthalle die Anfahrtszeiten berücksichtigt?

Welche Sporthallen kommen denn zusätzlich in Frage? Außerdem gilt es zu bedenken, dass vorhandene Sporthallen in Zukunft als Flüchtlingsunterkünfte genutzt werden, wie 2015 mit der Sporthalle in der Boeselagerstraße geschehen.
Die von Ihnen vorgeschlagenen Lösungen sind kaum alltagstauglich.

In diesem Zusammenhang stellt sich uns außerdem die Frage, warum es möglich ist, eine Sporthalle für die Grundschule in Veltenhof zu bauen, der Bau einer Sporthalle in Kralenriede aber abgelehnt wird, obwohl hier zwei Standorte zusammengelegt wurden.
Zum Thema Nachbarschaftszentrum schreiben Sie: „Die allgemeinen infrastrukturellen und sozialen Einrichtungen in der Vergangenheit werden bei der Beurteilung eine Rolle spielen.“
Wie stellen Sie sich vor mit den auch in diesem Viertel aufkommenden Protestwählern der AFD (10 %) umzugehen?
Die Zufriedenheit und die Gemeinschaft der Siedlung muss unserer Meinung nach unbedingt gefördert werden. Dies könnte durch die Errichtung eines Nachbarschaftszentrums geschehen.

Welche Ansätze verfolgen Sie diesbezüglich in der Schuntersiedlung?

Mit welcher Priorität wird die Schuntersiedlung bedacht?

Wie definieren Sie „Soziale Handlungserfordernisse“?

In diesem Zusammenhang wird immer wieder das „Heinrich Jasper Haus“ genannt. Dieses wird überwiegend von Kindern genutzt (Kita, Krippe, Schulkindbetreuung). Die Öffnungszeiten sind nicht an die Bedürfnisse von Jugendlichen angepasst (Schließzeit: 20 Uhr). Es gibt auch keine Möglichkeiten einer Nutzung für die AnwohnerInnen. Früher fanden dort Tanzveranstaltungen, Kino und Konzerte statt. Leider ist dies heutzutage nicht mehr möglich. Dabei würden auch ältere
Menschen gerne fußläufig Kulturveranstaltungen besuchen. Deshalb unsere Bitte, auch diese Aspekte bei Planungen für die Schuntersiedlung mit zu berücksichtigen.

Gibt es Aktuelles bzw. wie ist der Stand der Dinge zum Thema Nahversorgung in Kralenriede? Hier besteht immer noch eine Unterversorgung.

Werden andere Versorgungsmöglichkeiten in Betracht gezogen (Wochenmarkt, mobile
Verkaufsstände)?
Zusammenfassend stellen wir fest, dass sich die AnwohnerInnen der Schunteraue vergessen und nicht wahrgenommen fühlen.
Über eine zeitnahe Beantwortung unserer Fragen würden wir uns sehr freuen.


Mit freundlichen Grüßen
Sylvia Wolter (im Namen des Arbeitskreises Schuntersiedlung)

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