150 Euro – oder: Was sind uns unsere Kinder wert ?

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Im Braunschweiger Norden gibt es gerade Streit um ein Bordell in der Maybachstraße, das in der Nähe der VW-Kindertagesstätte im Gewerbegebiet zwischen Gifhorner Straße, Schmalbachstraße und Hafenbahn betrieben wird, so berichtet die BZ, die in ihrer Rubrik „Hauptsache Kinder“ unentwegt die vermeintliche Betreuungsmisere thematisiert. Es wird sich an den „Kunden“ des Bordells gestört, die „kommen und gehen“. Das Bordell soll nun geschlossen werden, denn das Gewerbegebiet hat sich „zu einem Standort mit hochwertigen gewerblichen Nutzungen“ entwickelt. „Aus diesem Grund ist es stadtplanerisches Ziel, die Bereiche von solchen Nutzungen freizuhalten, die eine Verschlechterung der Gebietsqualität nach sich ziehen“, so die Stadtverwaltung.
Die Kinder können einem wirklich Leid tun, aber nicht wegen des Bordells, sondern weil sie überhaupt in die KiTa gebracht werden und in einem Gewerbegebiet aufwachsen müssen. „Hochwertige gewerbliche Nutzung“ bedeutet nämlich: Lärm, Abgase, Beton, Asphalt, Autoverkehr… Eine kindgerechte Umgebung – Gebietsqualität für Kinder – sieht anders aus. Es sei die Nähe zum Arbeitsplatz der Eltern, die diesen Standort so wertvoll mache.

Dies ist kein Einzelfall, unzählige KiTas werden nach dem gleichen Kriterium eingerichtet. Ungezählt ist auch die Zahl der Eltern, die im Grünen ein Einfamilienhaus gebaut haben, damit es die Kinder „schön haben“. Um das Haus abbezahlen zu können, müssen beide Eltern arbeiten und nehmen solche Betreuungsangebote gezwungenermaßen an.

Betreuungsangebote soll es aber zu wenig geben, so steht es geschrieben, daher hat sich die Koalition aus CDU/CSU und FDP das Betreuungsgeld (BG) ausgedacht und vertraglich abgesichert: „Wir wollen in der Kinderbetreuung weitere Maßnahmen für einen verbesserten qualitativen und quantitativen flexiblen Ausbau bei Trägervielfalt auch unter Einbeziehung von Tagespflege ergreifen und die Vernetzung mit anderen familienunterstützenden Angeboten im Sinne von Familienzentren und Mehrgenerationenhäusern intensivieren. Dazu gehört die Qualifikation von Tagespflegepersonen sowie Erzieherinnen und Erziehern und bessere Rahmenbedingungen für Ausbildung und Beruf in Kooperation mit Ländern, Kommunen und Verbänden. Wir werden darauf hinwirken, dass sich Bund und Länder auf gemeinsame Eckpunkte der frühkindlichen Bildung, insbesondere auch der Sprachförderung, einigen. Wir begrüßen eine freiwillige Zertifizierung der Einrichtungen bei wissenschaftlicher Begleitung.
Um qualifiziertes Personal zu gewinnen, wird eine Verbesserung der Rahmenbedingungen angestrebt. Kinderlärm darf keinen Anlass für gerichtliche Auseinandersetzungen geben. Wir werden die Gesetzeslage entsprechend ändern. Um Wahlfreiheit zu anderen öffentlichen Angeboten und Leistungen zu ermöglichen, soll ab dem Jahr 2013 ein Betreuungsgeld in Höhe von 150,- Euro, gegebenenfalls als Gutschein, für Kinder unter drei Jahren als Bundesleistung eingeführt werden
“,  so der Koalitionsvertrag von 2009.

Dass die FDP den letzten Satz mitunterschrieben hat, passt so gar nicht zu ihren einseitig wirtschaftlich ausgerichteten, patriarchalen Werten. Danach müsste nämlich alles dafür getan werden, ausnahmslos alle Kinder zu verkrippen und verhorten, denn die Partei trachtet danach, für ihre Klientel so viele billige Arbeitskräfte wie möglich zu rekrutieren und das sind nun mal vor allem Frauen, insbesondere junge Frauen, die „leider“ auch Mütter werden. Kinder befinden sich also in direkter Konkurrenz mit der Wirtschaft. Je mehr Frauen bereit sind, für weniger Geld zu arbeiten, desto mehr lassen sich auch die Löhne der Männer drücken unter Hinweis auf Lohngerechtigkeit und das „Auslaufmodell Versorgerehe“.

Während die CDU hofft, mit dem BG in Wahrheit statt Wahlfreiheit nur Zeit zu gewinnen für eine später lückenlose Fremdbetreuung, konnte die FDP von Anfang an damit rechnen, dass das Problem mit einer von neoliberalen Kräften angeheizten gesellschaftlichen Debatte entsorgt wird. Der Neoliberalismus hatte sich ja bereits wie ein Geschwür durch alle Parteien und in die Medienlandschaft gefressen. In der Familien- und Sozialpolitik tarnt er sich geschickt als Gender Mainstreaming. Einzig in der CSU wird die Erziehung in der Familie hochgehalten, aber auch hier regt sich Widerstand. Selten gab es eine derart heftige öffentliche Debatte wie die über das geplante BG. Eine „Herdprämie“ sei das, wüten prominente Frauen, Politiker und vor allem auch Journalisten. „Da könnt ich ja ins Freibad gehen, Bescheid geben, dass ich in der Badewanne baden werde, und das Eintrittgeld einfordern.“ Solche oder ähnliche Vergleiche werden in den Medien angestellt, wenn es um das BG geht, als wären Kinder nur eine Freizeitbelustigung. Ist das wirklich die Meinung der Bürger?

Fragen wir die unmittelbar Betroffenen, nämlich diejenigen, die gerade Kinder erziehen oder sich welche wünschen, sieht es allerdings ganz anders aus. Der SPIEGEL titelt respektlos: „Junge Deutsche sind für die Herdprämie“ und schreibt: „Unter den 18- bis 29-Jährigen, also jenen, die am ehesten von der Förderung profitieren würden, ist demnach eine Mehrheit von 51 Prozent für das Betreuungsgeld, nur 43 Prozent sind dagegen. Hingegen lehnten 61 Prozent der ab 60-Jährigen die geplante Leistung ab. Frauen (39 Prozent dafür) würden die Einführung der Prämie eher begrüßen als Männer (34 Prozent dafür). Insgesamt sprachen sich in der Umfrage 60 Prozent der Bürger gegen die Einführung der staatlichen Hilfen aus. 36 Prozent sind dafür.“ Das ZDF-Politbarometer verbreitete nur die absolute Zahl der 60% dagegen.
Diese Zahlen belegen eindrucksvoll, dass die ab 60-Jährigen nicht uneigennützig für die vermeintliche Emanzipation der Frau und Mutter sind, wenn sie das BG ablehnen, sondern vor allem um ihre Rente fürchten. Diese Generation, die jetzt wie ein Buckelgeist auf den jungen Menschen lastet, ihnen immer mehr Druck aufbürdet (G8, Ganztagsschule, verschärfte Aufnahmebedingungen, Stellen auf Zeit, Lohndumping etc.) ohne auch nur annähernd unter ähnlichen Bedingungen selbst gelebt, gelernt und gearbeitet zu haben, hatte einst nicht für ausreichend Nachwuchs gesorgt. Es sieht leider auch danach aus, dass viele Männer wenig Ahnung davon haben, was es bedeutet ein Kind großzuziehen. Sie glauben, dass eine Hausfrau sich ausruht, und wollen sich keine Frau ans Bein binden, die Alimente fordern könnte.
Die Statistik beweist: Junge Menschen entscheiden sich für Kinder ganz bewusst und wollen sie lieber nicht wegorganisieren: Manche – die ersten Hortkinder sind jetzt erwachsen – wollen es einfach anders, besser machen. Andere wurden als Kind von verhaltensgestörten Hortkindern drangsaliert, ein mehr als abschreckendes Beispiel. Die Meisten wissen glücklicherweise instinktiv, dass Fremdbetreuung nicht gesund ist und dass Bildung in den ersten Jahren identisch ist mit BINDUNG. Sie wissen aber auch, dass Kinder teuer sind, und sind für jede Hilfe dankbar und sei sie noch so klein.

Es gibt also noch Eltern, verschrobene Sonderlinge, die finanzielle Einbußen hinnehmen, weil ihnen das Wohl künftiger Menschen, ihrer Nachkommen, wichtiger ist als eine zweifelhafte Selbstverwirklichung; die wissen, dass Kinder nur einmal klein sind. Es ist dagegen auch immer wieder von Eltern, die ihre Kinder in die KiTa geben, zu hören, dass es ja nicht so sei, dass sie ihre Kinder nicht lieben würden. Das glaube ich grundsätzlich gerne, zumal viele von diesem Gesellschaftssystem dazugezwungen werden, Vollzeit zu arbeiten. Aber viele Eltern, die sich für intellektuell halten, glauben allen Ernstes, ihren Kindern damit etwas Gutes zu tun. Sie vergessen, dass Liebe kein Selbstzweck ist oder ihrem Vergnügen dient, sondern dem Kind gezeigt werden muss, jeden Tag im Großen wie im Kleinen. Der Sinn der Liebe ist, sie zu zeigen, damit Menschen daran wachsen können. Liebe können Eltern dem Kind nicht zeigen, indem sie es weggeben. Sie signalisieren damit das genaue Gegenteil. Erklärungen verpuffen, Kinder verstehen das nicht.

Aus Zeit- und Personalmangel stehen in KiTas Säuglinge nicht selten länger in der Autositzschale herum, Gift für die körperliche Entwicklung, Gift für die Seele. Neben möglichst viel Körperkontakt ist die Entwicklung einer gemeinsamen Eltern-Kind-Sprache besonders wichtig. Sie ermöglicht es Eltern, die Bedürfnisse ihrer Kinder zu verstehen Das sind Laute, Gesten und Mimik. Kinder entwickeln Worte, die Eltern nur dann verstehen, wenn sie unmittelbar bei der Sprachbildung anwesend sind. Diese gemeinsame Sprache ist etwas sehr Intimes, auf dem alles weitere aufbaut. Wie sollen Eltern diese Sprache lernen, wenn sie ihr Kind nur kurz in wachem Zustand sehen? Seine Bedürfnisse lässt ein Kind nicht über Nacht in der KiTa, sondern teilt sie abends den Eltern mit, die dann rätseln, was wohl gemeint sein könnte. KiTa-Kinder sprechen eine Kinder-Sprache, die ihre Eltern nicht verstehen. (Siehe auch)

Die allermeisten Menschen, unabhängig vom Einkommen, entscheiden verantwortungsbewusst, was für ihre Kinder richtig und wichtig ist. … Ihre Entscheidung verdient genauso unseren Respekt und unsere Unterstützung, und deswegen soll es für sie das Betreuungsgeld geben“, sagte Angela Merkel am 23. April 2012 und zielte damit auf die Kritik, dass das Betreuungsgeld „falsche Anreize“ liefere und sozial schwache Eltern abkassieren wollten.
BG-Kritikern geht es vordergründig um die Forderung, den Frauen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen. Das ist sowieso ein Ding der Unmöglichkeit, aber wird nur lange genug die Gebetsmühle von den Betreuungsplätzen gedreht, glauben schließlich alle unerfahrenen jungen Frauen, dass das funktionieren könnte. Es geht angeblich auch darum, alle Kinder aus sozial schwachen Familien und Migrantenkinder schon früh an Bildung heranzuführen. Doch dann entstünde im Hort ein Ghetto armer Kinder. Also sollen die Gruppen gemischt werden, das würde die Chance aller verbessern und ist auch politisch korrekter. Ausnahmslos alle Kinder sollen daher in Krippe und Hort, so die Forderung der CDU, SPD, FDP, der Grünen, der Piraten und der Linken. Die Gesetzgebung zwingt schon jetzt alle alleinerziehenden Mütter Vollzeit berufstätig zu sein, geschiedene wie unverheiratete, das bedeutet auch Hortzwang für scheidungstraumatisierte Kinder. Meist leben diese Mütter dennoch von Hartz4, aber nicht, weil es zu wenig Betreuungsplätze gäbe, sondern weil Arbeitgeber ganz genau wissen, dass Familie und Beruf nicht vereinbar sind, auch wenn das Kind betreut wird. Ein Kind ist keine Maschine, sondern es gibt viele Tage, wo es krank oder launisch ist, oder die KiTa geschlossen hat (auch weil dort zum Glück gestreikt werden darf). Die Arbeitsplätze sollen, so fordert es die Politik, mütterfreundlicher werden, nur wie? Der Druck der Globalisierung wird das weiterhin verhindern.
Die geschiedenen Väter sind fein raus, sie können mit einer anderen Frau wieder neue Kinder produzieren, was ja auch erwünscht ist. Sie wären dennoch gut beraten, den Müttern ihrer ersten Kinder ein gutes Leben zu ermöglichen – auch wenn sie angefangen haben, ihre Ex zu hassen –  allein damit ihre Kinder gut leben können. Aber diesen Zusammenhang begreifen viele nicht.
Dagegen kann eine Frau ihre Kinder glücklicherweise durch einen Ehevertrag schützen und diese Absicht sollte in der Präambel des Vertrags festgestellt werden. Besser wäre es aber, die Mütter würden die Solidarität ihrer Blutsverwandtschaft erfahren und zusätzlich ein staatliches Müttergehalt beziehen, wie es schon im Müttermanifest gefordert wurde, denn nur das kann die Frau aus dem Patriarchat befreien. Eine Mutter wäre auch nicht mehr gezwungen, in der Welt, die Männer geschaffen haben, ums Überleben zu kämpfen. Die Kinder würden nicht mehr vom Sorgerecht zerrieben und könnten zuhause bleiben.
Die CSU hält allein noch das BG hoch, doch deren Politik funktioniert nach dem Motto: Gebt den Müttern Geld, aber nur so viel…dass sie ihren Männern nicht wegrennen können. Das Patriarchat ist eben eine Mogelpackung.
Das BG plus Kindergeld ist ein Tropfen auf den heißen Stein. Es wird den Staat aber 1,2 Milliarden Euro kosten (bezogen auf 900.000 Kinder). Das ist angesichts der Krise und der sowieso leeren Kassen ein Kraftakt, weil andere Etats für Rüstung bzw. Wirtschaftsförderung wichtiger seien. Hartz4-Empfänger lassen sich noch locker ausschließen, denn sie würden sich von dem Geld nur noch mehr Zigaretten und Alkohol kaufen und sollen ihre Kinder der „wertvollen frühkindlichen Bildung“ zuführen, so der Tenor aus Kreisen der Koalition. Das Geschrei, das sich deswegen nun erhebt, ist heuchlerisch.

Wer jetzt auch ein weiteres ganz großes Problem hat, das sind diejenigen Wähler, die im besten Sinne des Wortes konsequent SOZIAL denken; das sind eher welche des linken Spektrums. Eigentlich ist der Mensch ein soziales Wesen, aber das Patriarchat macht es den Menschen schwer, sich für ihr entfremdetes Umfeld zu engagieren. Der Begriff „sozial“, der in der Politik daher nur die Versorgung finanziell schwacher Menschen meint, bedeutet eigentlich das ZUSAMMENLEBEN von Menschen, auch das von Eltern mit ihren Kindern. Wer also konsequent sozial denkt, kann nicht dafür sein, dass Kinder jeden Tag 9-10 Stunden von ihren Eltern getrennt werden. Das ist der Linken vorzuhalten. Die Grünen müssten sich daran stören, dass in der KiTa von artgerechter Haltung keine Rede sein kann, aber die gilt ja nur für Haustiere. Argumentiert wird mit pseudowissenschaftlichen Gender-Studien, die die Mutter als schädlich für ihr Kind entlarven.
Welche demokratische Partei also sollen ernsthaft kinderfreundliche Bürger noch wählen? Ein unlösbares Rätsel, solange nicht erkannt wird, dass die allgemeine Verkrippung und Verhortung ein fataler Irrweg ist.


Kommentare   
 
0 #2 Gabriele Uhlmann 2012-05-05 16:56
Liebe Lilo,_der Frau die Schuld an allem Unglück zu geben, hat eine 7000-jährige Tradition, die im Mythos von Adam und Eva ihren vorläufigen Höhepunkt fand. Meine Kritik ist eine fundamentale Patriarchatskritik, die nicht mit derart verkürzten Patentrezepten daherkommt.__Ic h habe schon mit meinem Ausflug in die Urgeschichte in meinem Artikel zum Müttermanifest dargestellt, dass das Patriarchat ein komplexes System ist, das auf der kapitalistische n Wirtschaftsform basiert, Männer wie Frauen unterdrückt und die Unterdrückung der Frau lediglich Mittel zum Zweck ist, den Besitz und die geistige Vormacht in männlicher Linie, nämlich der führenden Patriarchen, zu halten._Das Patriarchat wird nicht zu einem guten „Patrimatriarchat“, wenn auch Frauen beginnen, sich dieses System zu eigen zu machen. Was sich nicht ändert, ist der Kapitalismus und das System der Ausbeutung der Masse. Dabei bleiben auch die vom Kapitalismus ausgelösten Katastrophen wie Umweltzerstörung, Hunger, Seuchen und besonders Kriege im Großen sowie Zivilisationskrankheiten, soziale und psychische Degeneration im Privaten, unberührt.__Wen n Frauen ihre Söhne zu Machos erziehen, beruht das allein auf der Erkenntnis, dass ein Mann im Patriarchat bestimmte Eigenschaften braucht, um nicht selbst unterdrückt zu werden. Ich beobachte, dass zunehmend auch Mädchen so erzogen werden, nämlich zu Rücksichtslosig keit und Ellbogenmentali tät. Beides ist zu verurteilen. Ursache dafür ist ein durch das Patriarchat degeneriertes Sozialverhalten und keine kranke Psyche, deren Ursache im Zerwürfnis der Geschlechter zu finden ist, wie ich es bereits erklärt hatte. Die Frauenfeindlich keit hat ihre Wurzeln in Traumata, die Müttern zugefügt wurden, und die daher nicht mehr in der Lage waren, sich bedingungslos liebend ihren Kindern zu widmen. Das sind vor allem die Vergewaltigungen in der Zwangsehe, die Unterdrückung durch die Schwiegermutter und die finanzielle Abhängigkeit vom Mann.__Wir können das Patriarchat nicht bekämpfen, indem wir Kinder traumatisieren, die Frauenfeindlich keit wird sich dadurch weiter verschärfen. Der Irrweg der allgemeinen Fremdbetreuung führt geradewegs noch tiefer in die kranke Gesellschaft und nicht aus dem Patriarchat heraus, ja ist selbst Symptom der kranken Gesellschaft. Ein Circulus vitiosus. In der KiTa angekommen, wird Kindern statt Bindung eine vermeintliche Bildung zuteil, mit der sie zu braven, gut angepassten Zahnrädchen in der Maschine der neoliberalen Gesellschaft herangezogen werden._
 
 
0 #1 Lilo 2012-04-30 11:13
Da ist wohl einiges in der Logik ziemlich durcheinander geraten. Es gäbe viele Beispiele, hier nur mal zwei: 1. Eine neoliberale Partei wie die FDP unterschreibt natürlich das BG nicht wegen vorgeblicher Wahlfreiheit allein, sondern weil es Frauen billig und zukünftig von den wenigen Arbeitsplätzen weghalten kann.
2. Wer erzieht eigentlich diese unerträglichen „Patriarchen“ und macht sie letztendlich zu dem, was sie später in der Gesellschaft verursachen? Sind deshalb wirklich Muttis allein zu Haus die besten Erziehungspersonen? Sind Frauen echt bereit, in den Strukturen von Männerkarrieren gleichartig zu arbeiten? Wenn Männer patriarchalisch handeln, für wen und weshalb tun sie das wohl? Ich denke, der Grund dafür hat im Ursprung wieder etwas mit der Frau an sich zu tun. Wird es nicht endlich mal Zeit, die Realität zu betrachten statt Mythen?
 
 

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