1.Mai-Kundgebung im Zeichen der Europawahl, Klimaschutz und Gerechtigkeit

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Die Politprominenz an erster Stelle

Europa. Jetzt aber richtig!

Auf die Straße für ein ein solidarisches & gerechtes Europa!

Es war eine große Veranstaltung. Nicht nur wegen des vollen Burgplatzes, sondern auch wegen der Redner und Rednerinnen und deren Worten, die oft mit spontanem Applaus unterbrochen wurden. Die Stimmung unter den Kundgebungsteilnehmern war hervorragend, auch weil diesmal so viele Menschen kamen – und nicht nur die, die ohnehin immer dabei sind.

Die Veranstaltung war sehr gut besucht. Die Menschen spüren, dass sie für die EU kämpfen müssen – aber für eine solidarische.

Im Mittelpunkt aller Rednerinnen stand die Europawahl , die vom 23. bis 26.Mai 2019 in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union stattfindet, in Deutschland und Österreich am 26. Mai. Immer wieder wurde von allen auf der Bühne aufgerufen zur Wahl zu gehen. Nichtwählen würde wahrscheinlich bedeuten, dass der Rechtsradikalismus, der Rassismus, der Nationalismus im neuen europäischen Parlament gestärkt wird. Die Folgen wären ein Zerbrechen der EU.

Oberbürgermeister Ulrich Markurth mit blauer Mütze (warum eigentlich keine rote?), links neben ihm Prof. Gesine Schwan, die Gastrednerin und unsere Gesundheitsministerin Dr. Carola Reimann ordnungsgemäß gekleidet im roten Mantel.

Der Oberbürgermeister Markurth, traf wie immer bei seine öffentlichen Auftritten den richtigen Ton. Er betonte die Notwendigkeit zur Wahl zu gehen, um Rechts keine Chance zu geben. Wichtig sei die EU für uns alle, auch für Braunschweig.

Besondere Überraschungsgäste waren drei Schüler von der Klimabewegung „Fridays for Future“.

Alle drei betonten die Notwendigkeit für den Klimaschutz. Sie fühlen sich verpflichtet auf die Straße zu gehen, auch um eines Tages Rechenschaft vor ihren Kindern und Enkeln ablegen zu können. Es sei ihnen völlig unverständlich, warum die heute Erwachsenen, trotz aller wissenschaftlichen Erkenntnis, nichts unternehmen. Es sei schließlich ihre Zukunft und auch die ihrer Kinder.

Prof. Gesine Schwan, die Hauptrednerin des 1. Mai in Braunschweig auf dem Burgplatz, hielt eine vehemente Rede mit vollem Engagement für Europa. Sie sprach von europäischer Solidarität in der EU und für Gerechtigkeit in der auseinanderdriftenden Staatengemeinschaft. Sie kritisierte die mangelnde Solidarität, die seit 15 Jahren zunimmt. Dass jeder Staat, insbesondere auch Deutschland, an sich denke. Als Beispiel nannte sie unser Verhalten insbesondere gegenüber Griechenland.

Frau Schwan kritisierte die Flüchlingspolitik und wie wir mit den Flüchtlingen auf dem Mittelmeer umgingen. Integration sei keine Einbahnstraße. Auch wir müssten es lernen uns zu integrieren. Dafür sei endlich ein Einwanderungsgesetz zu verabschieden. Deutlich wurde, dass es moralisch verwerflich sei, wissend die Flüchtlinge auf dem Mittelmeer ertrinken zu lassen. Das Wort Solidarität zog sich wie ein Leitfaden durch die Rede von Frau Schwan. Auch mit den Arbeitslosen in Südeuropa. Es dürfe nicht sein, dass die ihre jungen Menschen für viel Geld ausbilden und die dann zu uns kommen, um für Deutschland zu arbeiten. Wir entzögen den Südeuropäern ihre geistigen Ressourcen, so dass es denen noch schwerer fällt wirtschaftlichen Anschluss zu finden. Das müsse ein Ende haben! Das sei keine gelebte Solidarität.

„Fritz Walz ist“ immer für Europa unterwegs. Nicht nur vor den Wahlen.

Nach der Veranstaltung formierten sich die Demonstranten zum traditionellen Demonstrationszug, um nach der Demo im Bürgerpark ausgiebig das obligatorische internationale Solidaritätsfest zu feiern.

Es war ein guter Tag, was nicht nur am warmen Wetter lag, sondern auch an der Fröhlichkeit der vielen Menschen. Menschen aus den vielen Ländern haben sich viel zu erzählen – und das ist gut so!

Alle Fotos: Uwe Meier

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