Welt von morgen denken

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Silke Helfrich beim Vortrag in der Ev. Akademie. Foto: Uwe Meier

Inzwischen dürfte allen klar sein, dass wir eine Wirtschaft benötigen, die nicht auf Ausbeutung von Mensch, Natur und Ressourcen ausgerichtet ist. Auch wenn sich Politik noch nicht so recht an die eigentlichen Probleme heranwagt, wie zum Beispiel an glaubwürdige Entscheidungen gegen den Klimawandel oder den Biodiversitätsverlust, wissen schon alle einigermaßen gebildeten Entscheidungsträger was zu tun ist. Und die meisten Bürger wissen es auch. Es braucht nur Zeit, weil alle paar Monate irgendwo Wahlen sind. Trotz besseres Wissen würde die Partei gewählt, die die wenigsten Schmerzen, sprich Veränderung, verspricht.

Aber was soll denn für ein System helfen, wenn nicht unser neoliberales. Gibt es noch was anderes? Vielleicht das System des Ökonomen Prof. Niko Paech mit der „Befreiung vom Überfluss. Auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie„, was er in der Ev. Akademie Abt Jerusalem vor sieben Jahren vortrug. Er versuchte die Frage zu beantworten was nach dem Wachstum kommt.

Oder bietet vielleicht Silke Helfrich einen Weg. Auch sie hielt in der Ev. Akademie einen Vortrag zum Thema: „Eine „Ökonomie des Teilens“: Vom Wachstumsparadigma zur Gemeingüter-Ökonomie.“ So ganz alleine steht Silke Helfrich mit ihrem Thema schon lange nicht mehr. Immerhin wurde an Elinor Ostrum ein Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften verliehen. Und die beschäftigte sich genau mit dem Thema von Silke Helfrich, mit der Gemeingüter-Ökonomie, zu der auch die Allmende gehört.

Die Entwicklung ging weiter. In der Buchbesprechung für ihr neues Buch mit David Bollier „Frei ,fair und lebendig. Die Macht der Commens“ (Transcript, Bielfeld, 400 Seiten, 19,99 €) schreibt Annett Jensen: Sie „zeigen erstmals praktisch und theoretisch, dass längst eine kraftvolle Alternative zum Kapitalismus existiert“.

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