„Veranstaltung zum 70. Jahrestag Ende des Zweiten Weltkriegs“

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8. Mai 2015, 13:30 Uhr, Schlossplatz
„Veranstaltung zum 70. Jahrestag Ende des Zweiten Weltkriegs“
Der Friedensnobelpreis für die Europäische Union im Jahr 2012 hat gleichermaßen Anerkennung wie auch Kritik hervorgerufen. Der Chefredakteur von Deutschlandradio Kultur Peter Lange nannte die Entscheidung „so spektakulär wie naheliegend“. Sie sei „naheliegend“, so Lange, „fast langweilig, weil wir den Europäischen Frieden so selbstverständlich leben und in Anspruch nehmen wie das saubere Trinkwasser aus dem Wasserhahn und die reibungslose Müllabfuhr.

Sie ist spektakulär, weil sie in Erinnerung ruft, dass das alles eben nicht selbstverständlich ist.“ Dass trotz der langen Friedensperiode die Erhaltung des Friedens keinesfalls selbstverständlich ist, sondern eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, darauf will der Fachbereich Kultur der Stadt Braunschweig mit einem Veranstaltungsprogramm am 8. Mai 2015 aufmerksam machen, Denkanstöße geben und zum kontinuierlichen Dialog ermutigen.

 So soll der 8. Mai 2015 tagsüber ganz im Zeichen einer großen Friedensparty mit jungen Menschen
und dem Dialog mit unseren Partnerstädten stehen. Insbesondere sollen Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse angesprochen werden, um sich im Rahmen eines „Projekttags“ mit der Thematik auseinanderzusetzen.

Neben einem musikalischen Act soll das Programm mit Einspielungen/Videobotschaften der Partnerstädte Nimes, Bath, Omaha, Magdeburg, Kiryat Tivon, Kasan als ein Akt großer Symbolik ergänzt werden. „Gleichheit in der Vielfalt“ – der Wunsch nach Frieden, Freiheit und einer lebenswerten Zukunft über Ländergrenzen, Nationalitäten und Religionen hinweg, soll dabei ohne Betroffenheitslyrik kommuniziert werden. Hierzu werden in den Partnerstädten junge Menschen aufgefordert, eine Friedensbotschaft nach Braunschweig per Video zu übermitteln. Dabei wird auch über die Opfer- und Flüchtlingszahlen des Zweiten Weltkriegs informiert. Angedacht ist auch, einige der Wünsche und Gedanken der jungen Menschen aus Braunschweig (analog einer Fürbitte) vortragen zu lassen. Am Ende der Veranstaltung sollen Luftballons mit Friedensbotschaften zu „Frieden, Zukunft, Freiheit“ aus Braunschweig als gemeinsame Aktion in den Himmel steigen.
Veranstalter: Fachbereich Kultur

8. Mai, 19:30 Uhr, Lichthof des Städtischen Museums
„Vortragsveranstaltung zum 70. Jahrestag Ende des Zweiten Weltkriegs“
Es ist ein Vortrag zu dem Themenkomplex „Frieden, Zukunft, Freiheit“ mit einem namhaften
Referenten geplant. Der Referent steht noch nicht fest.
Veranstalter: Fachbereich Kultur

8. Mai bis 19. Juli 2015, verschiedene Veranstaltungsorte, u.a. Roter Saal und LOT-Theater
Kooperationsprojekt „Aufbruch“ mit dem Theaterpädagogischen Zentrum.

Der 8. Mai als „Tag der Befreiung“ kann, wenngleich die Zukunftsperspektiven der Menschen vom großen Leid des Krieges überschattet wurden, dennoch im positiven Sinne als Beginn eines Aufbruchs in eine friedliche Zukunft mit neuen Ideen, Plänen und Visionen angenommen werden. Das Projekt nimmt diese Überlegung auf, die Zukunft grundsätzlich als Chance zu sehen, etwas völlig anderes zu erdenken.

Das Kriegsende vor 70 Jahren soll Inspiration sein, um für die Zukunft neue Denkräume zu schaffen. Das Projekt soll den Raum für Utopien und Visionen, den der Umbruch 1945 eröffnete, auf das Jahr 2015 übertragen. Im Vorfeld wird ein Fragebogen erarbeitet, der gezielt auf Zukunftsideen leitet. Zielgruppe für die Bögen sind einerseits diejenigen, die das Kriegsende miterlebt haben, mit der Fragestellung, was damals die Pläne, Visionen und Ideen waren, zum anderen junge Menschen von heute. Am 8. Mai soll der Tag des Aufbruchs und der Befreiung mit einer dezentralen Lesung an verschiedenen Orten der Stadt als Startschuss begangen werden. Idealerweise werden die Visionen von 1945 von Kindern gelesen, die der jungen Generation von den älteren Menschen. Die Befragungen sollen auch auf Video aufgenommen werden, um umfangreiches Material zur Verfügung zu haben.

Ab dem 8. Mai sollen dann durch möglichst viele Interviews Visionen und Ideen gesammelt werden, die vor den Sommerferien am „Wochenende der Visionen“ (17.-19.7.) in der ganzen Stadt präsentiert werden sollen. Auch hier könnte eine dezentrale Lesung ein mögliches Format sein, aber die Art der Präsentation kann und soll dabei möglichst vielfältig sein.
Veranstalter: Fachbereich Kultur, Theaterpädagogisches Zentrum für Braunschweig (TPZ).

Quelle: Entnommen aus Jahresplanung Verwaltung vom 21.01.2015

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