Signal gegen Hass und Hetze

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Lebenshilfe Braunschweig positioniert sich für Mitmenschlichkeit und Vielfalt

Mit einer gemeinsamen Erklärung zeigen zum Auftakt des Wahljahres 435 Verbände, Initiativen und Einrichtungen aus dem Bereich der Behindertenhilfe und der Sozialen Psychiatrie klare Haltung gegen Rassismus und Rechtsextremismus.

Vielfältige Gesellschaft

Sie warnen vor Hetze und Stimmungsmache rechter Akteur/-innen wie der AfD und ähnlicher Bewegungen. Mit Sorge beobachten die Verbände, wie versucht wird, eine Stimmung zu erzeugen, die Hass und Gewalt nicht nur gegen Menschen mit Beeinträchtigung, psychischer oder physischer Krankheit schürt, sondern gegen alle, die sich für eine offene und vielfältige Gesellschaft engagieren.

Für Toleranz und Respekt

„Lebenshilfe Braunschweig steht seit der Gründung vor fast genau 61 Jahren für ein gesellschaftliches Miteinander aller Bürgerinnen und Bürger“, betont Marco Spiller, Vorstandsvorsitzender des Vereins Lebenshilfe Braunschweig. „Viele von uns haben zum Beispiel 2019 während des Bundesparteitages der AfD an der großen Gegendemonstration teilgenommen und sich deutlich für Toleranz, Respekt und Wertschätzung positioniert.“

Buntes Braunschweig

„Wir wollen ein buntes Braunschweig, in dem Menschen mit Beeinträchtigung selbstverständlich dazugehören. Mittendrin und Nebenan. Das ist unser Markenzeichen und dafür arbeiten und, wenn nötig, kämpfen wir“, betont Geschäftsführer Detlef Springmann. Passend zum Leitbild der Lebenshilfe Braunschweig habe man deshalb auch die Charta der Vielfalt unterzeichnet. „Als Arbeitgeber setzen wir auf ein vorurteilsfreies Umfeld, das Talente auf Grund ihrer Leistungen schätzt – unabhängig von Alter, Geschlecht, ethnischer und kultureller Herkunft, Religion und Weltanschauung, sexueller Orientierung und Identität oder Beeinträchtigung.“ 

Bundesweite Kampagne

„Wir treten ein für Menschlichkeit und Vielfalt. Und wir sind nicht alleine: Wir stehen für Millionen Menschen in Deutschland, die das Auftreten und die Ziele von Parteien wie der Alternative für Deutschland und anderer rechter Bewegungen entschieden ablehnen“, heißt es in der Erklärung der bundesweiten Kampagne. Die AfD habe vielfach gezeigt, dass sie in ihren Reihen Menschen- und Lebensfeindlichkeit dulde, sie fördere Nationalismus, Rechtspopulismus und Rechtsextremismus. Heute sei daher plötzlich „wieder an der Tagesordnung, was in Deutschland lange als überwunden galt“, warnen die Unterzeichnenden.

Lebenswerte Zukunft

Die Mitzeichnenden, die von Organisationen der Selbsthilfe über Förder- und Inklusionsorganisationen bis zu Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege reichen, zeigen sich entschlossen, Hass und Hetze entgegenzutreten: „Wir lassen nicht zu, dass in Deutschland eine Stimmung erzeugt wird, die unsere Gesellschaft spaltet“, heißt es in der Erklärung.

Durch Aufklärung, Beratung und Aktionen soll „für eine menschliche und lebenswerte Zukunft für uns alle“ geworben werden. Ziel der Mitzeichnenden ist es, im Superwahljahr ein Zeichen für Demokratie zu setzen. Sie betonen, es komme auf jede Stimme an und fordern auf, zur Wahl zu gehen.

Unterzeichnet wurde die Erklärung unter anderem vom Sozialverband VdK Deutschland, dem Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland, den Fachverbänden für Menschen mit Behinderung, dem Paritätischen Gesamtverband und der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie. Bislang wird die Erklärung bundesweit von 435 Verbänden, Initiativen und Einrichtungen mitgetragen.

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