Nichts wird so bleiben wie es ist

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Malé, Hauptstadt der Malediven, liegt knapp einen Meter über dem Meeresspiegel. Bild: Shahee Ilyas/CC BY-SA-3.0

Vom gescheiterten Versuch, Klimaprobleme durch Wegschauen zu vertreiben – Zwischenruf eines Richters

Wer unerschütterlich der Meinung ist, alles könne so weiter gehen wie bisher, kann sich die Lektüre dieses Textes sparen, sie brächte ihm nur schlechte Laune. Gleiches gilt für diejenigen, die glauben, mit Beruhigungspillen der Machart „GroKo Klimapaket“ sei das Notwendige getan. Im Folgenden findet sich ein Denkangebot für diejenigen, die die Courage haben, die Zukunft ohne rosarote Brille zu betrachten. Das wird nicht ohne tiefe Einschnitte in vertraute Denkweisen abgehen.

Es geht um alles oder nichts

Zugespitzt geht es heute um zwei Fragen: Soll der homo sapiens („weiser Mensch“) als Teil der Natur auf diesem Planeten überleben können (Variante A)? Oder soll ein – bisher äußerst erfolgreiches – Wirtschaftssystem erhalten bleiben (Variante B)? Beides zusammen geht nicht.

Wer sich für Variante B entscheidet, muss wissen, dass dieses Modell am Tropf der (endlichen!) Naturgüter hängt und spätestens dann kollabieren wird, wenn die Ressourcen Luft, Wasser, Boden (-schätze), Klima erschöpft bzw. zerstört sind.

Einige Inselstaaten in der Südsee wissen es heute schon, ebenso die Eisbären im Polargebiet. Unsere Welt steht am Abgrund. Auch Millionen sogenannter Wirtschaftsflüchtlinge, die durch klimatische und ökologische Verwerfungen ihrer Lebensgrundlage beraubt wurden, sind Zeugen kommenden Unheils.

Entwicklungshilfeminister Gerd Müller sagte kürzlich, die wichtigsten sieben Industriestaaten müssten sich auf verbindliche Klimaschutz-Ziele verständigen.“Wenn wir das Zwei-Grad-Ziel nicht erreichen, müssen wir mit 200 Millionen Klimaflüchtlingen rechnen.“ Andere Studien gehen davon aus, dass es bis zum Jahr 2100 bis zu zwei Milliarden Klimaflüchtlinge geben könnte.

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