Neue Umweltzeitung: „Atomregion Braunschweig“

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Die neue Umweltzeitung ist da.

Liebe Leserin, lieber Leser,

dies ist nun die zweite Ausgabe der Umweltzeitung, die unter dem Vorzeichen der Corona-Pandemie entstanden ist. Noch ist es nicht ganz vorbei, aber davon soll in diesem Heft nur am Rande die Rede sein. Wie vorausgesagt sind die Fragen von gestern auch wieder die Fragen von heute. Der strahlende Atommüll kennt keine Pause, er nimmt sich keine Auszeit, auch wenn die Verantwortlichen ins Home-Office gegangen sind.

Wir haben uns im Titelthema vorgenommen, eine Bestandsaufnahme zur Atommüllendlagerung vorzulegen. Wie steht es um die „Entsorgung“? Wie ist der Projektstand an den bekannten Brennpunkten, was passiert dort gerade, was ist geplant, wo liegen die alten oder die neuen Probleme?

Die Region Braunschweig ist mit Blick auf die Atommülllagerung absolut „führend“ in Deutschland. Und so hoffen wir, dass unsere Bestandsaufnahme auch in der übrigen Republik Interesse findet. Neben den bekannten „Schauplätzen“ Schacht Konrad, und den Atomlager-Bergwerken Asse und Morsleben findet sich überraschenderweise auch der alte AKW-Standort Würgassen an der Weser. Der Grund hängt mit Schacht Konrad zusammen, denn für das geplante Endlager in Salzgitter soll eine Art Vorsortierung stattfinden. Warum überhaupt, und was daraus folgt, vermittelt uns Ursula Schönberger, die auch weitere Themenaspekte kundig ausleuchtet.

Der einführende Artikel zeigt den „Stand der Dinge“ zur Endlagersuche für den hoch radioaktiven Atommüll. Als Diskussionsbeitrag dazu ist der Artikel von Michael Fuder zu lesen, der nach dem Punkt fragt, an dem die Anti-AKW-Bewegung statt „Nein“ auch einmal „Ja“ sagen müsste. Dazu der Kommentar von Stefan Vockrodt. Eine lebhafte Debatte ist erwünscht, Zuschriften an die Redaktion sind willkommen.

In der Rubrik „Hintergrund“ ist vom Verkehr auf der Straße die Rede, individuell oder mit „den öffentlichen“. Leonhard Pröttel verdeutlicht am Beispiel der A 392, dass weniger Straße mehr an Umwelt- und Lebensqualität einbringen kann. Die Chance ist aktuell vorhanden, da Brückensanierungen anstehen.

Mehrere Beiträge behandeln den Öffentlichen Verkehr im ehemaligen Grenzgebiet von BRD und DDR. Eine dunkle Angelegenheit für diejenigen, die behaupten, da wäre zusammengewachsen, was zusammen gehört. Und eine dringende Handlungsaufforderung an die „Player“ im ÖPNV, die hier auch benannt werden.

Der Kampf um Flächenverbrauch und Flächennutzungen in unserer Region wird an zwei Beispielen vorgeführt. Zum einen für den fast siedlungsleeren Landschaftsraum Wohld östlich von Braunschweig, zum anderen innerhalb der Stadtlandschaft Salzgitters.

Anschließend geht es mit Heidrun Oberg gedanklich in die weite Welt. Sie nimmt uns mit auf die Suche nach dem „Kuckucksverhalten“ im Tierreich. Und dies führt bis nach Südamerika.

Zum Schluss kehren wir zurück in den eigenen Garten (den viele, aber nicht alle, haben) und in die eigene Küche (die ganz sicherlich bei allen vorhanden ist). Dazu die Beiträge von Susanne Goroll, die sich dem Baumschnitt im Sommer widmet, und von Marianne Reiß, die aufzeigt, wie man in der heimischen Küche der „Krise“ wirksam begegnet. Dies nehmen wir im weitesten Sinne als Aufmunterung!

Eine anregende Lektüre wünscht Ihnen

Robert Slawski, auch im Namen der Redaktion

1 KOMMENTAR

  1. vielleicht wäre das hier auch mal ein Umweltthema für den BS-Spiegel und die Umweltzeitung:
    https://regionalheute.de/braunschweig/klimakiller-eisbahn-so-viel-strom-frisst-der-eiszauber-auf-dem-kohlmarkt-wirklich-1593787082/
    „Der Stromverbrauch im vergangenen Dezember belaufe sich für die 420 Quadratmeter große Eisbahn laut Wiedemann pro Tag im Durchschnitt auf zirka 485 Kilowattstunden (kWh)“

    Soviel Strom verbrauche ich etwa in 9 Monaten! Was ein Wahnsinn, was diese Eisbahn an einem Tag verbrät. Woanders gibt es bereits „Eisbahnen“ ohne Eis und dementsprechend ohne Kühlung.

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