Meinungsfreiheit und Meinungsbildung

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Von Paul Koch (Sozialdiakon)

Meinungsfreiheit und Meinungsbildung gehören zusammen, gleich, welches Ergebnis an Ende zum Vorschein tritt. In vielen Fällen ist ein Sachverhalt so kompliziert, dass die Meinungsfreiheit ohne weitergehende Information zu oberflächlichen (vielleicht auch falschen) Einsichten führt. In diesem Sinne bieten die „Europäischen Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ der Regionen Braunschweig und Kiel in den nächsten Tagen vielfältige Möglichkeit, sich zum Thema „Atommüll und Endlager“ informieren und in Diskussionen das neue Wissen zu hinterfragen.

Am Sonntag um 19:00 h findet im Gemeindehaus Schöppenstedt (An der Kirche 2) die Auftaktveranstaltung zu „Weltatomerbe Braunschweiger Land“ statt. Die beiden Organisatoren (Paul Koch und Martin Kastranek) werden begrüßen und ins Thema einführen. Danach wird das Thema beleuchtet aus Sicht der Kirche (Paul Koch), der Bundesgesellschaft für Endlagerung (Manuel Wilmanns) und aus Sicht der Bürgerinitiativen (Eleonore und Wolfgang Bischoff). Abschließend gibt Yu Kajikawa einen Einblick in die Endlager-Debatte in Japan.

Montag bis Mittwoch sind Informationsbesuche vor Ort geplant (Asse II, Morsleben, Konrad). Die Anmeldungen zu den „Unter-Tage-Besichtigungen“ sind bereits abgeschlossen. Zu den Gesprächen mit den Bürgerinitiativen sind Anmeldungen noch möglich.

Am Donnerstag findet der Abschluss dieser Veranstaltungsreihe mit einem „Endlager-Symposium“ in der Michaeliskirche Braunschweig um 15:00 h statt. Aus unterschiedlichsten Blickrichtungen wird das Thema Endlager durch 10 Min.-Kurz-Statements mit Fakten und Fragen wie folgt versehen: Ist-Zustand deutscher Atommüll-Standorte (Manuel Wilmanns); Geologische Voraussetzungen für ein Endlager (Dr. Jens Wolf); Neue Lösungs-Ansätze für Endlagerung (Prof. Dr. Franz Renz); Messbares im Umfeld von Endlagern (Dr. Wolfgang Schulz); „Schöpfung bewahren“ (Dr. Elisabeth Steffens); Kultur und öffentliches Leben (Prof. Dr. Chistoph Helm); Bürgerbeteiligung bei der Endlagersuche (Dr. Peter Straßer); Kunst und Endlager (Dr. Benno Dalhoff); Warum wollen Bürger kein Endlager in der Nachbarschaft? Heike Wiegel / Andreas Fox). Yu Kajikawa fragt anschließend aus der Sicht der japanischen Endlagerdebatte: „Was können wir voneinander lernen?“. Bei dem sich dann anschließenden World-Cafe mit Imbiss gibt es Gesprächsmöglichkeiten mit den Refernt*innen. Um 18:00 h endet dieses Symposium mit einem Reissegen von Propst Lars Dedekind.

Das ausführliche Gesamtprogramm finden Sie auf https://zwanzigeinundzwanzig.wordpress.com/

Für Rückfragen steht Paul Koch zur Verfügung (paul.koch47@gmx.de * 015231768442)

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Das komplexe Thema muss von unterschiedlichen Seiten beleuchtet und verstanden werden.

Nur so finden wir eine akzeptable Lösung.

In diesem Sinne freue ich mich über die Veröffentlichung dieser vorankündigung (auch im Namen meines Kollegen Martin Kastranek / Kiel) .

Freundliche Grüße
  Paul Koch

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