„Kreislaufwirtschaft‟ – Die neue Umweltzeitung ist da

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Liebe Leserin, lieber Leser,

der Grundgedanke ist ziemlich einfach, klar und plausibel: Rohstoffe sollen so lange wie irgend möglich im Wirtschaftskreislauf verbleiben. Das vermindert bereits zu Anfang den Ressourcenverbrauch und reduziert den letztlich verbleibenden Rest, den man Abfall oder Müll nennt.

Doch Sie ahnen schon, dass die Sache nicht so einfach ist, wie sie sich anhört. Die Tücke liegt wieder einmal im Detail. Oder in den Beharrungskräften unserer Wirtschaft, den gesetzlichen Vorgaben oder in unseren Konsumgewohnheiten. Sicher ist, dass es sich um eine entscheidende Zukunftsaufgabe handelt.

Kreislaufwirtschaft kann man nicht direkt sehen. Sinnhafte Bilder, Grafiken oder Analogien müssen hier helfen. Was man allerdings sehen kann, sind dingliche Gegenstände, „Produkte“, die aus Rohstoffen hergestellt worden sind. Sie umgeben uns, wir kaufen und gebrauchen sie oder sie beeinflussen unser Leben im Verborgenen. Man kann nun nach ihrer Geschichte fragen, nach ihrer Entstehung, nach der Nutzung und ihrem Verbleib ‒ im besten Falle eine sinnvolle Wiederverwendung.

Verschiedene Aspekte dazu werden in diesem Heft zusammengetragen. Unter anderem werden Mehrweg- oder Pfandsysteme betrachtet, wird nach der Recyclingquote von Plastik gefragt und auch der Bausektor mit seinem Ressourcenverbrauch wird beleuchtet.

Dass nachhaltige Wirtschaftstätigkeit das Modell der Zukunft sein kann und sein muss, legt Ralf Utermöhlen in seinem im Titelthema vorangestellten Beitrag dar. Er ist renommierter Wirtschaftsberater und Mitglied im Präsidium der Industrie- und Handelskammer Braunschweig (IHK).

In der Rubrik Hintergrund wenden wir uns dem nahegelegenen Atommüll-Lager in der Asse bei Wolfenbüttel zu. Zunächst setzen wir eine Chronik fort, die 2007 in dieser Zeitschrift erschienen ist. Nun also die wesentlichen Entwicklungen bis in heutige Tage.

Die aktuelle Debatte ist durch die Standortsuche nach einem Zwischenlager für den zu bergenden Atommüll geprägt. Der einseitige Versuch einer staatlichen Dekretierung, die sogenannte „assenahe Lösung“, stößt auf heftigen Widerstand in der Region.

Im Natur-Spezial greift Heidrun Oberg ein spannendes, aber bisher kaum bekanntes Thema auf: Jungfernzeugung. Damit ist die Er-Zeugung von Nachkommen gemeint, die ohne Zutun eines männlichen Partners erfolgt. So etwas gibt es bei ganz verschiedenen Tierarten. Anscheinend sind Säugetiere, zu denen auch der Mensch zählt, davon ausgenommen. Aber wer weiß, vielleicht gibt es ja doch eine Ausnahme …

Die Ausgabe Januar/Februar erscheint wie üblich kurz vor dem Weihnachtsfest. Wenn danach noch Schokolade übrig sein sollte, so ist der Artikel von Antje Warlich zu empfehlen (Seite 38). Gleich auf der Seite gegenüber gibt es Hinweise auf frisches Grün, selbst im Winter. Susanne Goroll lenkt den Blick auf Moose, kleine geduldige Geschöpfe, deren Wirkungen meist verkannt werden.

Friedliche Weihnachtstage und einen guten Anfang im neuen Jahr wünscht Ihnen

Robert Slawski

im Namen der Redaktion.

Hier geht’s zur neuen Ausgabe der Umweltzeitung.

Anmerkung:
Seit 2017 konnte der Verkaufspreis der Umweltzeitung Braunschweig stabil gehalten werden. Leider müssen wir mit diesem Heft eine Anpassung vornehmen, die auf die gestiegenen Kosten für Produktion und Vertrieb zurückzuführen ist. Das Einzelheft kostet nun 3,70 Euro, das Jahresabonnement 20 Euro. Wer bis zum 31. Dezember abonniert, liest aber auch 2022 die Zeitschrift noch zum alten Preis von 18 Euro.

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