Greenpeace Braunschweig zeigt Wege aus der Plastikkrise

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Aktion am Samstag 3.7.21 in der Poststraße

Webseite mit interaktiver Karte hilft Verbraucher:innen beim Kauf unverpackter Waren

Braunschweig, 2.7.2021 – Über Wege aus der Plastikkrise informiert Greenpeace Braunschweig diesen Samstag am 3.7. von 10 bis 13 Uhr in der Poststraße. Zentraler Baustein ist dabei eine Webseite für Verbraucher:innen, die „ReUse Revolution Map“. Die interaktive Karte listet Läden auf, in denen bereits jetzt Waren lose verkauft und Verpackungsmüll vermieden wird. Unklare Hygieneregeln erschweren Händler:innen bisher einen losen Verkauf. Daran wird auch das neue Verpackungsgesetz nichts ändern, das diesen Samstag in Kraft treten wird. Es verbietet symbolisch einige Plastikprodukte und fordert, dass Restaurants und Imbisse Mehrweg-Alternativen zusätzlich zur Einwegverpackung anbieten müssen. “Wir ermutigen Verbraucher:innen, jetzt selber für weniger Müll zu sorgen und schaffen dafür mit unserer Karte Übersicht. Viele Supermärkte und Händler:innen verweigern derzeit noch den Verkauf von loser Ware. Deswegen fordern wir von der zuständigen Umweltministerin Svenja Schulze, für einheitliche Hygieneregeln und eine Mehrwegpflicht zu sorgen”, sagt Britta Buchholz von Greenpeace Braunschweig.

Verbraucher:innen haben mit dem neuen Verpackungsgesetz erstmals einen Rechtsanspruch darauf, ihre eigenen Mehrwegbehälter beim Einkaufen zu nutzen. In konventionellen Supermärkten ist es jedoch aufgrund der bestehenden Sortimente fast unmöglich, unverpackt einzukaufen. Ob Produkte überhaupt unverpackt über die Frischetheke verkauft werden dürfen, regeln zudem die regionalen Ordnungsämter unterschiedlich. Zwar soll das ab Samstag geltende Verpackungsgesetz zur Verringerung des anfallenden Plastikmülls beitragen, doch lediglich Cafés, Bars und Restaurants werden verpflichtet, ab 2023 Essen und Getränke zum Mitnehmen neben Einwegverpackungen auch in Mehrwegverpackungen anzubieten oder das Einkaufen in eigenen Behältern zu ermöglichen. “Eine nette Mehrweg-Alternative in der Imbissbude wird die Plastikflut nicht stoppen. Das schafft nur eine bundesweite Mehrwegpflicht. Auch Supermärkte müssen Einweg-Verpackungen reduzieren, Pfandsysteme ausbauen und auf Systeme zum unverpackten Einkaufen umstellen”, fordert Britta Buchholz.

Mit ihrem Infostand und Onlineaktiviäten liegen die Ehrenamtlichen von Greenpeace im Trend. Studien der Heinrich-Böll-Stiftung belegen, dass 92 Prozent der Deutschen längst Mehrweglösungen fordern. Laut aktueller Umfrage im Auftrag der Deutschen Bundesstiftung Umwelt sind 82 Prozent der Befragten für ein Verbot von Einwegprodukten.

Link zur ReUse Revolution Map: https://reuse-revolution-map.greenpeace.de/

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