Gärige Haufen – eine Betrachtung der Parteienlandschaft

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Dem Wortsinne nach gibt es mittlerweile drei gärige Haufen im Bundestag. Neben der AfD, auf die ihr einstiger Vorsitzender, Gauland, den Begriff ursprünglich gemünzt hatte, gärt es auch in der SPD und in der CDU, wie deren jüngste Parteitage gezeigt haben. Bei den Sozialdemokraten und den Christdemokraten geht es darum, ob sie ihre politische Zweckehe fortsetzen sollen oder nicht, während in der Alternative für Deutschland darüber gestritten wird, ob sie sich als bürgerlich oder deutschnational versteht. Wohin die Reise gehen wird, kann derzeit niemand verlässlich vorhersagen.

Nimmt man das jüngste ZDF-Politbarometer zur Grundlage, können CDU und CSU nur dann damit rechnen, wieder die Bundeskanzlerin oder den Bundeskanzler zu stellen, wenn sie neben den Freien Demokraten entweder die Grünen oder die AfD ins Boot holen. Eine Neuauflage der Großen Koalition scheint ausgeschlossen. Rechnerisch denkbar wäre eine Koalition unter Führung der Grünen, mitgetragen von den Sozialdemokraten und der Linkspartei. Ein solches Bündnis könnten CDU/CSU, FDP und AfD zusammen jedoch verhindern.

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