Fallenjagd zu wessen Wohl?

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Bilanzen, überplanmäßige Ausgaben oder Stellenpläne, mit solchen oder ähnlichen Themen beschäftigt sich der Finanz- und Personalausschuss normalerweise. Das Thema, das bei der nächsten Sitzung am 13. Juni behandelt werden soll, gehört normalerweise nicht dazu. Die Frage, ob eine mobile Kastenfalle angeschafft und eine Prämie für den Tod von kleinen Wildschwein-Frischlingen gezahlt werden soll, soll diskutiert werden.

„Welchen Wert das Tierwohl bei der Entscheidung hat, können wir ja deutlich an dem gewählten Ausschuss erkennen“, kritisiert Udo Sommerfeld, Fraktionsvorsitzender der LINKEN, das Vorgehen. Statt die Frage zu diskutieren, ob die Schwarzwildtierbestände in und um Braunschweig solche Maßnahmen erforderten und wie eine Lebendfalle für Wildtiere zu bewerten sei, solle lediglich die finanzielle Seite betrachtet werden.

„Wir halten nichts davon, dass hier Panik verbreitet wird, um dann nach Lebendfallen zum Töten von Frischlingen als angebliche große Problemlösung gerufen wird“, so Sommerfeld weiter. Niemand bestreite die Notwendigkeit einer angemessenen Bejagung von Wildtieren, die keine natürlichen Feinde haben und sich entsprechend stark ausbreiten. „Die Gefährdung der nicht vorhandenen Massentierhaltung von Schweinen in Braunschweig durch die afrikanische Schweinepest, die noch gar nicht in Deutschland angekommen ist, sehen wir als nicht gegeben“, schließt der Fraktionsvorsitzende. „Die Jagd mit Lebendfallen lehnen wir kategorisch ab!“

Vorlage der Stadt: „Unterstützende Maßnahmen zur Reduktion der hohen
Schwarzwildbestände“

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