Die, die uns bedrohen

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Foto: pixabay

Von Axel Hacke

Was mich erschüttert hat: der Satz des FDP-Vorsitzenden Lindner, er habe »die Skrupellosigkeit der AfD im Umgang mit höchsten Staatsämtern unterschätzt«. Wenn doch eines nicht mehr passieren sollte, dann: dass man die Skrupellosigkeit von Rechtsradikalen unterschätzt.  

Bruno, mein alter Freund, sagte, er habe beim Blättern in alten Magazinen Bilder aus jenen Zeiten gesehen, als Obama Präsident war – und sei niedergeschmettert gewesen von der Erkenntnis, wie sehr sich die Welt seitdem verändert habe. Auch Trump sei ja unterschätzt worden: Seriöseste Kommentatoren schrieben bis zur Wahl, es sei ein absurder Gedanke, der Mann könne Präsident werden. Das ist nicht mal vier Jahre her.

Trump hat seitdem ohne Rücksicht auf Recht und Gesetz, Moral und Anstand einen politischen Brutalismus etabliert, der keine Grenzen kennt und weltweit Schule macht. Weiter

1 KOMMENTAR

  1. Dieser Artikel von Axel Hacke im SZ-Magazin wurde vor den rassistische motivierten Morden in Hanau geschrieben. Selbstverständlich passt er trotzdem.

    Es ist richtig, es geht auch um die Brutalisierung in der Politik. Nicht nur in US-Amerika. Aktive Friedenspolitik hat nur dann einen Platz in den Medien, wenn sie mit Waffengewalt durchgesetzt werden soll. Die politische Lüge und der Krieg sind inzwischen eng verwoben. Wir sprechen von Verteidigung und üben den Krieg an Russlands Grenzen.

    Gewalt geht auch von der politischen Lüge aus. Es gibt ein politisches Klima der Gewalt – auch in unserem Land, wie die Nachrichten täglich zeigen. Es ist zu kurz gegriffen, wenn nur auf die AfD und den Faschisten Höcke gezeigt wird. Thüringen war kein Zufall sondern geplant.

    Wir brauchen auch den inneren Frieden. Das war der Grund warum das Theologische Zentrum vor drei Tagen die Veranstaltung zu der Treuhand mit ehemaligen DDR-Entscheidungsträgern gemacht hat. https://braunschweig-spiegel.de/treuhand-ist-das-noch-ein-thema/

    Die sinngemäße Kritik von Harald Duin in der Braunschweiger Zeitung, dass die o. g. Veranstaltung zu einseitig auf DDR-Befindlichkeiten ausgerichtet war, und die positiven Aspekte vermissen ließ, weise ich zurück, weil es nur darum ging, überhaupt erstmal zuzuhören. Diesen friedenspolitische Aspekt des Zuhörens, auch um Urteile als Vorurteile zu entlarven, ist wohl sehr schwer zu begreifen. Oder braucht es den politischen Gegner, um Gehör zu finden?
    Der Frieden ist nicht teilbar! Und Gewalt wird tagtäglich politisch legitimiert. Auch wenn einem Julian Assange von den westlichen Werte-Staaten Gewalt angetan wird, weil er seine Pflicht erfüllte. Die Liste der Gewalt ist endlos. Sie wird dem Bürger als legitim täglich vorgelebt.

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