Die Aktivisten, die Hoffnung machen – Die letzte Generation

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Straßensperrung der "Letzte Generation" in Braunschweig

Eine Morgenandacht über die „Nötigung“ durch Festkleben auf der Straße. Es gibt Vergleichbares durch die Richterblockade in Mutlangen. Und der Rechtsgelehrte Prof. Tim Wihl schreibt unter „Die wilde Seite der Demo­k­ratie“: Die Sitzblockade ist nämlich eine Protestform von höchsten demokratischen Weihen, eine Art Juwel der bundesdeutschen Protestgeschichte.

Es sind erst wenige Wochen her, da sperrten Aktivisten von „Die letzte Generation“ die Wolfenbütteler Straße. Sie klebten sich auf ihr fest und behinderte so stundenlang den Autoverkehr.

Seit Monaten kleben sich die Aktivisten auf den Straßen fest, denn sie wollen stören, Sand ins klimaschädliche Getriebe streuen. Sie werden bejubelt, mit Verständnis überhäuft und auch gehasst. Der Rechtsstaat scheint mit verständnisvoller Härte zu reagieren. Inhaftierungen Einiger scheinen die Regel zu sein.

Vielleicht schreibt „Die letzte Generation“ ja auch mal Rechtsgeschichte. So wie seinerzeit die „Richterblockade von Mutlangen„. Richter blockierten vor 35 Jahren das Atomraketendepot durch Sitzstreik auf der Straße. Die Richter wurden entsprechend des Nötigungsparagrafs verurteilt. Die Prozesse schrieben Rechtsgeschichte, einschließlich der Begründung von Dr. Helmut Kramer aus Wolfenbüttel vor dem BVG zur Auslegung des Nötigungsparagrafen. Taktvoll soll es in der mündlichen Verhandlung beim BVG in Karlsruhe zugegangen sein: „Darf ich eigentlich“, fragte sich schon bei der Tat einer der blockierenden Richter, »das Hohe Gericht mit ,liebe Kollegen‘ anreden?

Hören Sie die Morgenandacht von Cornelia Coenen-Marx zu den Taten der letzten Generation.

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