CURA e.V. Braunschweig wünscht frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2021

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Weihnachtskarte des Vereins Cura e.V., entstanden bei einem Malwettbewerb für Kinder zwischen 6 und 14 Jahren: Kids malen Knackies

Cura e.V. ist ein Verein für Straffälligenbetreuung, der allen straffällig gewordenen Mitmenschen praktische Hilfestellung zur Wiedereingliederung geben möchte. Mit diesem Beitrag möchte das Team des Vereins sich bei allen Unterstützern und Förderern bedanken, insbesondere auch für die gute Zusammenarbeit im abgelaufenen Jahr. In ihrem Rückblick auf das Jahr schreiben die Mitarbeiter*innen der Anlaufstelle für Straffällige Cura e.V. (hgd):

Das Jahr hatte so gut angefangen. Am 12. Februar  wurde der CURA e.V. Braunschweig die Bürgermedaille der Stadt Braunschweig verliehen. Eine Auszeichnung, insbesondere für die Ehrenamtlichen und hier besonders erwähnt, den ehrenamtlichen Vorstand der CURA e.V. der seit Jahrzehnten die Arbeit der Anlaufstelle verantwortet und auch in Zeiten, in denen die Finanzierung der Anlaufstelle auf sehr wackligen Füssen stand, die Hände schützend über die Mitarbeiter/-innen der Anlaufstelle gehalten hat. Keine Selbstverständlichkeit in diesen Zeiten. Aber gleichzeitig auch ein Dank an Ehrenamtliche, die in der Betreuung einzelner Klient/-innen engagiert tätig sind, wie z.B. Thomas Hellemann, der unser Team seit einiger Zeit da unterstützt, wo den Hauptamtlichen häufig die Zeit fehlt, nämlich in der Begleitung von Klient/-innen bei Behördengängen.

Seit dem 16. März hat dann die Anlaufstelle ihren offenen Bereich geschlossen, um die Ansteckungsgefahr für unsere Klient*innen, aber auch für uns Mitarbeiter*innen zu minimieren. Aber uns ist auch sofort klar gewesen, dass wir die Einrichtung nicht schliessen können und auch oder sogar gerade in Zeiten einer Pandemie für unsere Klienten/-innen dasein müssen. Und auch, wenn wir versucht haben, ein Teil des Beratungsbedarfs unserer Betreuten auf Telefonkontakte umzustellen, so sind wir doch dass ganze Jahr auch immer – unter Einhaltung aller Hygieneregeln – für unsere Klient/-innen persönlich in der Anlaufstelle vor Ort gewesen. Denn die vollkommen richtige Prämisse: „Bitte bleiben Sie zu Hause“ ist für Menschen, die z.B. über keinen oder nur einen unzureichenden Wohnraum verfügen, gar nicht umsetzbar. Und wir sind sehr dankbar dafür, dass sich unsere Klient/-innen geradezu vorbildlich an alle Hygieneregeln gehalten haben, so dass uns kein Fall einer Coronainfektion unter den von uns Betreuten bekannt geworden ist. Aber es ist auch deutlich geworden, wie nochmals schwerer ein Neustart nach einer Haftentlassung ist, wenn die zuständigen Behörden nicht einfach aufgesucht werden können, sondern z.B. bei Jobcentern und Einwohnermeldeämtern erst einmal ein Termin beantragt werden muß. Auch hier zeigt sich, dass sozial Benachteiligte, auch in einer Pandemie nochmal härter betroffen sind.

Umso erleichterter sind wir, dass durch das Inkraftreten der neuen Förderrichtlinie des Landes Niedersachsen zum 01.01.2019, wir uns in diesem Jahr – auch wenn die Förderrichtlinie von Seiten des Landes Niedersachsen noch immer nicht in vollen Umfang mit dem notwendigen Geld ausgestattet wird, nicht so massiv um unser finanzielles Überleben sorgen mussten. Denn auch in diesem Jahr haben sich sehr viele Menschen, darunter Menschen, die wir bislang gar nicht kannten, bei uns gemeldet uns aufmunternde Worte zukommen lassen oder gar der CURA e.V. Geld gespendet, was uns als Mitarbeiter/-innen der Braunschweiger Anlaufstelle sehr gut getan hat und wofür wir uns ganz ganz herzlich bedanken möchten.

Auch haben wir erneut von Seiten der Kommunal- und der Landespolitik sehr viel Anerkennung für unsere Arbeit erhalten und zum Teil große Unterstützung bekommen. Das gleiche gilt für viele kollegiale soziale Einrichtungen, aber auch die Braunschweiger Justizbehörden (Staatsanwaltschaft, Amts- und Landgericht) oder auch einzelne Kirchengemeiden etc.. Für all diesen wundervollen Zuspruch und zum Teil auch finanzielle Unterstützung möchten wir uns erneut von ganzem Herzen bedanken.

Ein besondere Dank gilt an dieser Stelle auch den Mitgliedern des Rates der Stadt Braunschweig sowie den Abgeordneten des Nds. Landtages, insbesondere unseren Braunschweiger Landtagsabgeordneten, die sich für eine Bezuschussung der Anlaufstellen für Straffälligen über die politische Liste erneut stark gemacht haben.

Unterm Strich schauen wir zuversichtlich in das Neue Jahr 2021. Wir sind guten Mutes, dass wir auch im kommenden Jahr mit großem Engagement und viel Herz unseren Beitrag zur Kriminalprävention und damit wirksamen Opferschutz leisten können und dafür mit auskömmlichen finanziellen Mitteln ausgestattet werden, so dass wir diesem Auftrag auch nachkommen können.

Da wir unsere Arbeit weitestgehend von öffentlichen Zuschüssen, Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Einnahmen aus Geldauflagen finanzieren, haben wir uns auch in diesem Jahr bewußt und ausnahmslos für diese kostenfreie und umweltschonende Art der Weihnachtsgrüße entschieden und hoffen, dass wir damit auch in Ihrem Interesse gehandelt haben.

Darüber hinaus freuen wir uns auf eine gute Zusammenarbeit und Ihre Unterstützung unserer Arbeit auch im Jahr 2021 und wünschen Ihnen und Ihren Familien friedvolle Weihnachten und für das kommende Jahr alles Gute und vor allen Dingen bleiben sie zuversichtlich und gesund.

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