Corona – Mundschutz für alle – jetzt!

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Coronavirus Foto:Pixabay

Das Coronavirus ist ein relativ oft tödliches Grippevirus. Auch SARS, das „Schwere Akute AtemwegsSyndrom“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Schweres_Akutes_Atemwegssyndrom), der Erreger einer tödlichen Epidemie in Ostasien, ist ein Coronavirus. Daher ist zu vermuten, dass es mit den gleichen Maßnahmen verhindert werden kann, mit dem dies bei SARS gelang. Insbesondere mit Mundschutz, oder korrekter MNS, Mund-NasenSchutz genannt.

Dr. Schneider-Rathert schickte mir diese Untersuchung. Sie finden diese hier in der Anlage und in dem Link auf meiner Seite: https://helmutkaess.de/Wordpress/?p=8759

Die kleine Studie (siehe pdf) vergleicht in der Praxis die Wirkung eines schlichten MNS mit und „ohne MNS“. Es wurde kein Mitarbeiter, der einen schlichten „OP“ Mundschutz getragen hatte, in einem Krankenhaus in Hongkong krank, dagegen ein erheblicher Anteil derjenigen, die keinen Mundschutz getragen hatten. Offensichtlich war der schlichte MNS entgegen anderslautenden Einschätzungen ein guter Schutz gegen Infektionströpfchen. Einzelviren können theoretisch den Mundschutz durchdringen, aber eben nicht Tröpfchen, und auf die scheint es bei respiratorischen Infekten anzukommen. Das Virus scheint zu empfindlich zu sein, um lange im Außenbereich infektionsfähig zu bleiben.

Ich halte im Moment, und zumal in den nächsten Wochen und Monaten einen Mundschutz für alle Menchen erforderlich, die näheren Kontakt zu anderen Menschen außerhalb ihrer Wohnung haben. Brille und Handschuhe, „keine Hände geben“ und Händewaschen sind auch sinnvoll, aber Mundschutz für alle ist nach meiner Überzeugung das Wichtigste.

Und diese Maßnahme würde ich in Zukunft bei allen wichtigeren Infektgeschehen, insbesondere schwereren grippalen Infekten vorschreiben.

PS: Der Podcast von Herr Drosten passt dazu:

Der Virologe Drosten erklärte die virologischen Aspekte von Corona. Dabei auch den Sinn und Unsinn von Gesichtsmasken. https://web.de/magazine/news/coronavirus/coronavirus-christian-drosten-relativiert-studie-china-spricht-antikoerpertests-34526402 Etwas herunterscrollen und bei der blauen Linie anhalten. Er erkärt bei Minute 35ff, sicher gegen Ansteckung seien nur FFP3 Masken, die aber schlecht zu tragen seien. Einfache Masken, auch selbstgenähte, schützten seines Wissens beim direkten Anhusten vermutlich nicht, dagegen bei „feuchter Aussprache“ schon. Und wenn jeder sie trägt, schützen sie die Allgemeinheit ziemlich sicher. Das sei bei uns schlecht durchsetzbar, aber erklärt, wieso in asiatischen Ländern jetzt ein guter Schutz erreicht wurde. Dort ist es verboten und gilt als unsozial, nicht mit Maske draußen herumzulaufen.“

Dr. Wolfgang Schneider-Rathert, Hausärztliche GP Querum und Arbeitskreissprecher Impfen der DEGAM schreibt:

Mein Schluss ist derselbe! Lasst uns unsere kulturelle Arroganz sofort überwinden – Mund bedecken!

…Zu Zeiten von SARS (selbe Virusgröße, andere Oberflächenantigene) gab es eine Studie in einem Krankenhaus im damaligen Hotspot Hongkong, das gleich 11 SARS-Patienten zu betreuen hatte.

Von 254 HCW (health care workern) erkrankten 13 (Cave: das Risiko der Bevölkerung ist natürlich viel geringer beim Einkaufen – auf der Intensivstation gibt es kein social distancing, sondern hochkranke, viel Virus verteilende Patienten, speziell beim Absaugen beatmeter Patienten entsteht ein hochinfektiöses Aerosol das mit mal Anhusten nicht vergleichbar ist).

Und nun die Pointe – je mehr der Atemstrom gefiltert, desto wirksamer.

83 HCW trugen keine Maske – etwa jeder 7,5 erkrankte (11 von 83)

28 trugen einen einfachsten Papiermundschutz (vgl. den Youtube-DIY-Anweisungen), nur einer von 14 erkrankte (fast 50% Schutz, auch wenn wegen Studiengröße nicht statistisch signifikant.)

51 trugen OP-Masken – 0 (!) erkrankten in diesem Höchstrisikobereich! =MNS (Mund-Nasen-Schutz)

92 trugen noch höherwertigen Atemschutz – 0(!) erkrankten!

Somit sind 0 von 143 „echte Masken“ tragende infiziert worden!!!

Ja, es ist keine übliche Studie mit 10000 und mehr Teilnehmern. Aber endlich mal reallife-Daten für einen sehr ähnlichen Erreger (SARS 1 zu SARS 2 ist ja so in etwa wie Golf 6 zu Golf 7 – ähnlich groß, aber andere Außenspiegel…) aus dem Hochrisikobereich Krankenhaus. Und wenn beide Seiten im Alltag den Mund bedecken, dürfte auch das einen additiven Effekt haben. Nochmal: Auf der Intensiv kann der Beatmungspatient nicht mit  patientenseitigem Mundschutz abgesaugt werden…

Mit herzlichen Grüßen,

Meine Schlussfolgerung: MNS für HCW, Busfahrer, Apotheker, Kassiererinnen, Postboten, Taxifahrer, Polizei– nach Trocknung wiederverwenden. Machen wir auch so seit 3 Wochen (hätten sonst nach 1 Monat nix mehr).

Wolfgang Schneider-Rathert


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