Harfen-Agnes, Cognac-Luise & Co. – Neue Originale für Braunschweig
"Ein Narr, Schalk, Weiser, ein Mensch"
Inschrift am Till-Eulenspiegel-Brunnen am Bäckerklint
Was macht eine Stadt sympathisch? Als Schriftsteller habe ich eine einfache Antwort: die Geschichte und die Geschichten. Mir gefallen besonders Geschichten von Menschen, die gescheitert sind, sich aber trotzdem eine gewisse Würde bewahrt haben. Menschen, die das Stadtbild mit ihrer Persönlichkeit bereichert haben.
Nächstes Jahr kommt das Kulturprojekt 1913, bei dem eine Frau neu beleuchtet wird, die man durchaus als Braunschweiger Original bezeichnen kann: Victoria Luise. Ich halte das Kulturprojekt für einen guten Anlass, neue Braunschweiger Originale zu benennen. Fürs Stadtmarketing wäre es ein schönes Projekt, originelle Persönlichkeiten dieser Stadt in die Öffentlichkeit zu bringen. In der Innenstadt gibt es genug Raum, um zum Beispiel Statuen dieser Persönlichkeiten aufzustellen oder Plaketten an Häusern anzubringen, in denen sie gewohnt haben. Auch ein Projekt der Jazzkantine wäre toll a la „Originelle – Ein Song für jedes Original“.
Und was man von den Originalen lernen kann, hat die Harfen-Agnes auf den Punkt gebracht:
Mensch sei helle, und wenn’s auch duster is ...
„Von Räubern und anderen Helden“
Die Akteure sind mit Sicherheit gestorben, die Botschaften und die Moral hinter den Geschichten haben bis heute überlebt. Märchen sind meist grausam, doch siegt fast immer das Gute. Höchste Zeit zu überprüfen, ob die Moral der alten Geschichten heute noch anwendbar ist.
Von Räubern und anderen Helden beginnt hier. Das Tanzstück setzt sich mit den Ausdrucksmittel des Tanzes, meist ernsthaft, doch manchmal auch mit Humor mit den Kernszenen einiger Märchen der Gebrüder Grimm auseinander. Parallelen und Gegensätze der einzelnen Plots sind dabei genauso Thema wie die Charaktere der handelnden Figuren.
7 + 1 Fragen an: Foufinha
1. Wer bist Du? Beschreib Dich in einem Satz!
Eine Kreativköpfin, die versucht ihre Liebe zur Natur und ihre romantische/verspielte Seite in ihren Fotografien zu vereinen.
2. Warum lohnt es sich, eine Ausstellung von Dir zu besuchen?
Schwierige Frage, weil die letztendliche Beurteilung, ob sich der Besuch gelohnt hat, doch sehr subjektiv ist. Ich versuche, in meinen Bildern das Model zusammen mit der Location eine Geschichte erzählen zu lassen.Was eine Serie dann dem Betrachter erzählt, hängt von der Person selber ab. Es ist immer wieder spannend zu hören, was Leute in meinen Bildern sehen und mit ihnen assoziieren. Von daher könnte sich ein Besuch für alle lohnen, die gerne träumen und sich Geschichten erzählen lassen.
Neues FBZ: Treffen der Kulturschaffenden
Eine Mitschrift vom Treffen der Kulturschaffenden (Vertreter u.a. aus der Kunstmühle, Kulturschaufenster, NeunRaumKunst, Eiko-Verein, Tatendrang, Silver Club sowie freie Schriftsteller, Journalisten und Künstler) vom 06.10.2012 in der Kunstmühle. Es war ein sehr konstruktives und offenes Gespräch mit folgenden Inhalten:
7 + 1 Fragen an: dow
1. Wer seid Ihr? Beschreibt Euch in einem Satz!
Bodo: Wir sind dow, eine experimentelle Rockband aus Braunschweig, die sich seit 2007 authentischer Musik, straighter "Mach-dein-Ding"-Mentalität und sehr fettem Sound verschrieben hat.
2. Warum lohnt es sich, ein Konzert von Euch zu besuchen?
Lennart: Weil man bei uns keine abgedroschenen Klischees geboten bekommt, sondern eine richtig dicke Rockshow. Wir holen die Leute vor der Bühne ab und schicken sie auf eine Reise voller epischer Tiefen und sphärischer Höhen.
B: Wir lieben es live zu spielen und zeigen das auf der Bühne auch sehr deutlich, indem wir uns dabei komplett verausgaben und regelrecht in der Musik versinken. Unsere Songs sind zwar durchaus tanzbar, allerdings ist es nicht eine durchkonzipierte Show, welche die Leute an uns fasziniert. Es ist der umwerfende Druck, mit dem die Musik und die Texte bei den Zuschauerinnen und Zuschauern ihre Wirkung entfalten.
1 Jahr und 10 Fragen. Henning Noske im Interview
Vor gut einem Jahr ist der ehemalige Wissenschaftsredakteur der Braunschweiger Zeitung Henning Noske Leiter der Lokalredaktion geworden. Das war für den Braunschweig-Spiegel.de (B-S) Anlass, mit Herrn Noske ein Interview zu führen. Der B-S war vor einigen Jahren aus einer Bürgerbewegung heraus entstanden, die aufgrund zahlreicher Anlässe mit der meinungsgebenden Lokalzeitung äußerst unzufrieden war. Doch die BZ hat sich verändert. Lesen Sie, was Herr Noske auf meine zehn Fragen antwortete.
1. Eine Lokalredaktion Braunschweig mit Henning Noske an der Spitze. Sind Sie zufrieden mit dem bisher Geleisteten oder nur noch gestresst?
Beides! Teilweise recht zufrieden, weil ich in dem einen Jahr schon viel bewegen konnte. Unzufrieden, weil ich mein Gestaltungspotenzial auch ein wenig überschätzt habe. Vieles dauert mir zu lange. Auf mehr Stress war ich allerdings vorbereitet. Das ist vollständig eingetroffen.

































