Braunschweig muss handeln!

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Das Rathaus der Stadt Braunschweig Foto: Uwe Meier

Von Initiative Braunschweig muss Handeln

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit gut zwei Jahren sind Fridays for Future auch in Braunschweig aktiv. Diese junge Klimagerechtigkeitsbewegung hat in dieser Zeit nicht nur unzählige Demonstrationen organisiert, sondern auch ganz konkrete Forderungen und Maßnahmen ausgearbeitet, mit deren Umsetzung Braunschweig schon im Jahr 2030 klimaneutral werden könnte.

Um die lokalen Forderungen der Fridays for Future Braunschweig zu unterstützen, haben wir die Initiative Braunschweig muss Handeln gegründet: https://braunschweig.muss-handeln.de/

Wir appellieren an Sie: Stellen Sie sich mit uns hinter die Forderungen von Fridays for Future Braunschweig.

Die wichtigsten Forderungen sind:   

* Braunschweig wird als Vorreiter bereits im Jahr 2030 klimaneutral
* Strom zu 100 % aus erneuerbaren Quellen bis 2030
* Wärmeerzeugung wird bis 2030 frei von Treibhausgasemissionen
* Der Verkehr wird bis 2030 emissionsfrei
* Braunschweigs Nahrung ist ab 2030 regional, saisonal und klimafreundlich hergestellt
* Politik und Verwaltung orientieren sich konsequent am 1,5-Grad-Ziel
* Müllvermeidung in der gesamten Stadt umsetzen und die Kreislaufwirtschaft etablieren

Sie als Organisation/Firma können damit öffentlich zeigen, wie wichtig Ihnen Klimaschutz ist.
Darüber hinaus ermutigen Sie Politik und Verwaltung, notwendige Beschlüsse schneller und konsequenter umzusetzen.

Wie können Sie unterstützen? Registrieren Sie sich hier mit Ihrem Firmen- oder Vereinslogo.

Wir folgen damit den erfolgreichen Beispielen einiger Städten wie Hamburg, Aachen, Bielefeld, München, Augsburg, Kempten, Landshut oder Münster.

Die Initiative München muss Handeln sorgte mit ihrer, von 500 Organisationen und Unternehmen getragenen Forderung dafür, dass diese in den Koalitionsvertrag der Münchner Regierung übernommen wurde. 

Klimafreundliche Grüße,

Anke, Ina, Jan und Mareike
Für die Initiative Braunschweig muss Handeln

1 KOMMENTAR

  1. Wir müssen bei allen Anstrengungen, den Verkehr emissionsfrei werden zu lassen unbedingt aufpassen das hier nicht Natur gegen Klima ausgespielt wird, und das beim Bestreben CO2-einzusparen nicht der Resourcenverbrauch in die Höhe geht, und es gar zu Umweltschäden andernorts kommt (Klimaschäden ausgelagert in andere Länder) z.B. Rohstoffabbau in anderen Erdteilen. Weiter so nur mit E-Mobilität ist nicht die Lösung … wir brauchen ganz andere Mobilitätskonzepte und auch ein anderes Mobilitätsverhalten eine andere Infrastruktur. Es geht nicht um Autos, es geht um Mobilität. Im Prinzip sind wir als Menschen schon mobil, so gar auto-mobil (von Menschen mit körperlichen Einschränkungen mal abgesehen). Die Elektrifizierung von Fehlentwicklungen in der Automobilität (immer größer schwerer massiver … SUVs ) wäre als Heilmittel schlimmer als die Krankheit … auch einen ÖPNV fixiert auf Straßenbahnen durch Neuversiegelung und Beeinträchtigung von noch vorhandener Natur mit all ihren Ökosystemenleistungen, ohne Neubewertung der Gesamtsitiuation weiterzuverfolgen ist fatal, findet aber z.B. beim Thema Campusbahntrassenverlauf und -umfang immer noch stand. Ich unterstütze Fridays for Future, kann aber nicht den kompletten Forderungskatalog im Detail unterstützen.

    Das betrifft auch das Thema Bauen und Ausgleichsflächen (die es faktisch (fast!) nicht mehr gibt im Stadtgebiet s. https://geoportal.braunschweig.de/WebOfficeNet/synserver?project=UIS_Kompensationsflaechenkataster_Net

    Greenwashing reicht nicht. Nicht beim Verkehr, nicht beim Thema Bauen, nicht beim Konsum, …

    weniger, langsamer, seltener, bewusster, …

    In einer Autostadt ist das sicher schwer zu vermitteln, das wir nicht mehr jeder ein eigenes Auto (oder zwei oder drei brauchen), und das wir uns auch die verfügbare zu befahrende Fläche teilen können. So würde auf mehrspurigen Straßen Platz für den ÖPNV für Bus, Rad- oder Straßenbahn, multifunktional nutzbar … ohne zusätzliche Versiegelung und Resourcenverbrauch.

    Bitte nicht von schönen Politiker- und Stadtplanerworten abspeisen lassen … schnelle Entscheidungen sind nicht immer gute Entscheidungen … es fehlt bislang ein Stimmrecht der Natur, die kann leider auch emissionsfrei verkümmern.

    Natur ist mehr als nur grüne Deko für neue Schicke Gebäude, Straßen, Gleise

    eine nahezu autofreie Stadt … anderswo geht so was, politischer Wille ist Voraussetzung

    https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/pontevedra-fussgaenger-autos-1.4259542

    https://www.saechsische.de/paradies-pontevedra-stadt-ohne-autos-ein-vorbild-fuer-deutschland-5055702.html

    es geht um die Richtung in die eine Stadt sich entwickelt, nicht darum das jetzt sofort und perfekt zu erreichen.

    Eine Stadt muss nicht immer weiter wachsen.
    Braunschweig sollte jedoch:
    https://www.braunschweiger-zeitung.de/braunschweig/article150968613/Caspari-Viertel-So-soll-der-neue-Norden-aussehen.html

    Die neue Nordstadt wurde nicht geplant wegen knappem und überteuertem Wohnraum sondern um Menschen nach Braunschweig zu ziehen. Die Argumentation änderte sich dann schlagartig als die Mieten anzogen. … weil es der freie Markt halt hergab und hergibt …
    Auf einmal gab es dann „1-Zimmerwohnungen für Studenten“, die nichts anderes sind als kleine teure Wohnungen in Uni-Nähe, für die Bafög oder Nebenjob nicht reichen werden. Studentwohnheime sind das nicht, sondern private Geldanlagen in Immobilien …

    Ja – Braunschweig muss handeln: trau, schau, wem, wie …

    Hut ab was FFF auf die Beine stellt! Ihr müsst auch nicht optimal lösen was Generationen vor euch verzapft haben. Dazu braucht es die ganze Gesellschaft im Austausch und im Miteinander.

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