„Pop up bike lane“ am 30.04. in Braunschweig: ver.di ist dabei – und hat Erwartungen­

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Am 30.04.2021 führen die Initiative Fahrradstadt Braunschweig, Fridays for Future, der ADFC und ver.di zwischen 14 und 18 Uhr unter dem Titel „Der grüne Weg“ eine Aktion für bessere Fahrradwege und eine Förderung des Radverkehrs in Braunschweig durch (siehe auch hier).

Bei dem „Grünen Weg“ handelt es sich um eine „Pop up bike lane“, eine temporäre Fahrradspur im Bereich Wendenstraße-Hagenmarkt-Bohlweg.

ver.di weist darauf hin, dass immer mehr abhängig Beschäftigte ihr Fahrrad für den Weg zur Arbeit nutzen oder nutzen wollen. Manche würden sich aber nicht trauen, weil Radwege oft zu eng, zu unübersichtlich (Ausfahrten etc.) oder in einem schlechten Zustand seien.

Sebastian Wertmüller, ver.di Geschäftsführer In Braunschweig würde es begrüßen, wenn die Aktion am 30.04. zu einer Verlängerung und Verstetigung führt: „Wir brauchen eine Verkehrswende in der Stadt, mehr ÖPNV und mehr Fahrradverkehr sind angesagt. Eine bike lane wäre ein guter Anfang.“

Man sei nicht der Feind des motorisierten Individualverkehrs, aber Blechmassen in den Innenstädten, seien weder ökologisch noch verkehrstechnisch zeitgemäß. Wertmüller: „Eine bessere Erreichbarkeit Braunschweigs aus dem Umland mit Bus und Bahn und mehr schnelle und sichere Radwege, darauf warten viele Menschen.“

Für Berufspendler*innen sei es besonders wichtig, dass die Qualität der Verkehrsmittel in Ordnung sei und dass die Schnittstellen passten: Zug/Bus/Straßenbahn/Fahrrad.

Sebastian Wertmüller: „Das Fahrrad als Verkehrsmittel für Berufstätige muss dabei in Braunschweig mehr an Bedeutung gewinnen!“

1 KOMMENTAR

  1. In der Wendenstraße ist ein breiter, asphaltierter, in beiden Richtungen freigegebener Radweg zwischen Jugendherberge und Hagenmarkt. Erst vor wenigen Jahren hat man die lästige Verschwenkung des Radweges zur Fahrbahn hin verändert – Eine Verkehrsführung auf der Fahrbahn also auch als Popubbikelane-Demo völliger Unsinn.

    Bohlweg ist auch recht neu und unproblematisch, aber auch der ADFC hat da schon mal mit seinen „Radfahrer-gehören-auf-die-Fahrbahn-Experten“ vor wenigen Jahren demonstriert.

    Lediglich Hagenmarkt-Dankwardstraße wäre verbesserungswürdig und müsste saniert werden.

    kommen wir zum ÖPNV, seit Jahren werden sinnvolle Projekte verhindert, der frühere Zweckverband Großraum Braunschweig (heute Regionalverband) verstand es jahrzehntelang warme Luft zu blubbern und dabei keine Arbeit zu leisten. Wer erinnert sich noch an die Regiostadtbahn, von Mitte 1990er bis Anfang 2010er propagiert, später wurde daraus die „Regiobahn 2014plus“ und bis heute, also bald schon 10 Jahre später ist nicht wirklich was passiert. Gut 30 Jahre wurden hier nur leere Worthülsen in die Luft gepustet und Bahnstrecken sogar stillgelegt, statt für den Personennahverkehr ausgebaut (u.a. Schöppenstedt-Helmstedt). Um 2014 hies es man wolle alsbald Bahnhaltepunkte in Weststadt , Leiferde, Bienrode reaktivieren, bzw. einrichten, bis jetzt 2021 ist NICHTS passiert. In Leiferde lagen vor 10 Jahren sogar zum Teil noch dioe früheren Bahnsteige, natürlich zugewuchert, wurden dann aber „rein zufällig“ abgebaut, nur die Aufgänge erinnern noch daran, dass dort bis in die 1970er mal Züge hielten.
    Erst jetzt fängt man langsam an den Bahnhof Gleismarode barrierefrei umzubauen, aber die Strecke dahinter Richtung Gifhorn sieht nicht gerade gut aus, da werden die Züge nur langsam fahren können. Die DB macht nicht mehr viel daran, selbst das Gleis nach VW/Hafen/Watenbüttel daneben sieht besser aus und wurde vor kurzem erneuert.

    Für eine Veranstaltung in Bornum-Dorstadt bei Wolfenbüttel wurden Ende der 2000er vorhanden Bahnsteige am ehemaligen Haltepunkt nochmal für Sonderzüge reaktiviert. Der Deutschen Bahn-AG war das aber wohl nicht so ganz genehm, sodass man die Bahnsteige dannach abgerissen hat um weitere Sonderzughalte oder gar S/ÖPNV dort zu verhindern. Wo war denn da unser glorreicher Großraumverband, welcher seit 30 Jahren den SPNV bestellt?

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