Amphibien wandern wieder – Runder Tisch sollte Probleme lösen!

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Kröten Foto: Pixabay

Von Diethelm Krause-Hotopp

Veltheim/Ohe. Seit 1985 betreuen Umweltschützer an der Kreisstraße zwischen Schulenrode und Veltheim die Amphibienwanderung. Das 35-jährige Bestehen der Gruppe soll im Juni im kleinen Kreis gefeiert werden.

Inzwischen hat die diesjährige Wandersaison begonnen und die Kreisstraße zwischen Klein-Veltheim und Schulenrode kann an 20 Abenden gesperrt werden. „So haben die Tiere die Möglichkeit, gefahrlos über die Straße zu ihren Laichgewässern zu kommen“, so Heinz Künne. Und Achim Limburg ergänzt: „Wir sind sehr froh, dass die Tiere nicht mehr überfahren werden, denn sie haben im Kreislauf der Natur eine besonders wichtige Funktion.“

Auch die Weigerung der Landesstraßenbehörde die Landesstraße zwischen dem Lucklumer Kreisel und Volzum an 20 Abenden zu sperren, kam auf der Versammlung zur Sprache. Trotz des Engagements der Vertreter im Landtag (Frank Oesterhelweg/CDU, Dunja Kreiser/SPD und Detlef Schulz-Hendel/Grüne) ist noch keine Lösung in Sicht. Helmut Leunig, der sich u.a. um diese Wanderung kümmert, hob die positive Unterstützung durch den Landkreis Wolfenbüttel hervor. Es wäre besonders wichtig gerade diese Straße zu sperren, da hier sehr viele Amphibien in beiden Richtungen die Straße queren.

„Bevor wir als letztes Mittel eine Petition an den Landtag richten, sollte der Landkreis alle Beteiligten an einen runden Tisch einladen, damit es endlich zu einer Lösung kommt“, fordert Diethelm Krause-Hotopp. Die Idee, diesen Teil der Landesstraße in eine Kreisstraße herabzustufen, sollte ernsthaft in Erwägung gezogen werden. Die Landkreisverwaltung hatte sich längst bereit erklärt, auch die Organisation der Sperrung an der Landesstraße zu übernehmen. Wem es ernsthaft um den Schutz unserer biologischen Vielfalt geht, sollte hier der Natur den Vorrang vor dem Autoverkehr geben, zumal der Umweg für einige Autofahrer sehr gering ist (ca. 2 km).

Auch NDR-Fernsehteam berichtet über Straßensperrung:

Volzum: „Eine Straßensperrung ist nicht möglich“, diesen zentralen Satz sagte der Pressesprecher des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, Eike Frenzel, in der NDR Reportage zum Streit zwischen Naturschützern und dem Ministerium.

Susanne Scholz, die sich an der Straße zwischen dem Lucklumer Kreisel und Volzum um die Amphibienwanderung kümmert, wies darauf hin, dass trotz des Zaunes zahlreiche Tiere überfahren werden. Da auf beiden Seiten Teiche vorhanden sind, der Zaun aber nur auf einer Seite existiert, wäre hier eine Straßensperre die effektivste Lösung. Eine ähnliche Situation besteht an der Straße zwischen Klein Veltheim und Schulenrode. Hier konnte sich das Fernsehteam eine gelungene Maßnahme des Landkreises anschauen.

Der Landkreis (Verwaltung und Politik) und die politischen Vertreter im Landtag (Frank Oesterhelweg/CDU, Dunja Kreises/SPD und Detlef Schulz-Hendel/Grüne) unterstützen die Amphibienschützer und werden sich demnächst zu einer Besprechung vor Ort treffen.

„Die Stellungnahme des Ministeriums ist wirklich empörend“, so Dr. Diethelm Krause-Hotopp von der Amphibienschutzgruppe. „Wäre dies eine Kreisstraße statt eine Landesstraße, wäre sie an bis zu 20 Abenden längst gesperrt. Der Umweg für Autofahrer ist nur gering.“ Und er fügte hinzu: „So schnell geben wir nicht auf!“ Demnächst ist ein Treffen der unterstützenden Mitglieder des Landtages vor Ort geplant.

Die NRD-Sendung lief am Samstag, 14. März, um 19:30 im 3. Programm.

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