Youth against Fascism – für ein Ende der rechten Gewalt in Braunschweig

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Von Miriam Seedorf, ver.di-Jugend Region Süd-Ost-Niedersachsen

Junge Menschen schließen sich zusammen gegen Rechts

Seit Jahren ist in Braunschweig die Zunahme von rechter Gewalt zu verzeichnen. Betroffen sind davon vermehrt junge Menschen, die sich in verschiedensten Gruppen und Organisationen für eine demokratische Gesellschaft einsetzen. Die rechte Gewalt kann verschiedene Formen annehmen, ob Nazisticker, Schmierereien an den Zentren der Jugendverbände oder Beleidigungen und Bedrohungen im Netz und auf der Straße, bis hin zur körperlichen Gewalt an Kindern und Jugendlichen. „Es kann doch nicht sein, dass Kinder und Jugendliche Angst haben, zu Treffen von ihrem Jugendverband zu gehen oder sich nicht mehr frei in der Stadt bewegen können ohne Angst vor Übergriffen. Es reicht!“, sagt Miriam Seedorf von der ver.di Jugend in Braunschweig, eine der Initiator*innen der neuen Jugendvernetzung.

Junge und engagierte Menschen in Braunschweig wollen das nicht mehr hinnehmen. Mehr als zehn Verbände und Organisationen haben sich zusammengeschlossen als „Youth against Fascism Braunschweig“. Das Spektrum der Gruppen reicht von kirchlichen Organisationen, über Gewerkschaftsjugenden bis hin zu politischen Verbänden. Sie wollen gemeinsam auf die Situation von jungen Betroffenen von rechter Gewalt hier vor Ort aufmerksam machen. Doch nicht nur das, sie fordern auch Stadtgesellschaft, Behörden und Polizei zum konkretem Handeln auf. Gemeinsam mit dem Bündnis gegen Rechts setzen sie sich für die Einrichtung eines runden Tisches in der Stadt Braunschweig ein, bei der verschiedene Akteur:innen aus der Stadt und Zivilgesellschaft zusammenkommen und die Perspektiven von Betroffenen im Fokus stehen. „Wir brauchen konkrete Lösungsstrategien für die entstehenden No-Go-Areas, wie zum Beispiel dem Frankfurter Platz oder dem Weißen Ross, auf denen sich Nazis versuchen, breit zu machen“ sagt Seedorf.

Am 15.05. wird „Youth against Fascism Braunschweig“ erstmalig in der Öffentlichkeit gemeinsam gegen den dritten AfD Landesparteitag protestieren und sich mit einer Rede bei der Abschlusskundgebung am Madamenweg beteiligen. Sie setzen damit ein Zeichen für eine vielfältige, tolerante, soziale und freie Gesellschaft und darin haben die menschenverachtenden Positionen von Parteien wie der AfD oder den extremen Rechten in Braunschweig keinen Platz.

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