ver.di ruft Bankangestellte rund um Braunschweig zum Streik auf

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Am 18.06. müssen sich Kunden auf Einschränkungen einstellen

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die Beschäftigten im Bankgewerbe rund um Braunschweig zum dritten Mal zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Betroffen sind Commerzbank, Deutsche Bank und die NORD/LB. ver.di rechnet insgesamt mit mindestens 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die Kunden müssen darüberhinaus niedersachsenweit mit geschlossenen Bankfilialen rechnen.

Die Bankarbeitgeber hatten auch in der vierten Verhandlungsrunde kein ernstzunehmendes Angebot vorgelegt. Der bisherige Gehaltstarifvertrag war bereits zum 31. Januar 2019 ausgelaufen.

„Nun sind wir bereits fast ein halbes Jahr ohne gültigen Tarifvertrag“, weiß der für die Finanzwirtschaft zuständige Landesfachbereichsleiter Jörg Reinbrecht. „Die Beschäftigten lassen sich nicht noch länger hinhalten und erwarten, dass endlich ein verhandelbares Angebot auf den Tisch kommt,“ so Reinbrecht weiter. Der Arbeitgeberverband hat in der letzten Verhandlung eine durchschnittliche jährliche Erhöhung von 1,16 Prozent angeboten bei einer Laufzeit von drei Jahren.

ver.di fordert für die bundesweit ca. 200.000 Beschäftigten eine Gehaltserhöhung von 6 Prozent, die Ausbildungsvergütungen sollen um 100 Euro steigen. Darüber fordert die Gewerkschaft sechs bezahlte Entlastungstage pro Jahr und einen verbindlichen Anspruch auf Weiterbildungsmaßnahmen geben.

„Bankangestellte sind seit Jahren das Schlusslicht bei der Entwicklung der Tarifgehälter“, sagt Reinbrecht, „Die Angestellten sind nicht bereit, weitere Reallohnverluste hinzunehmen.“ Die Kunden müssen sich bis Ende Juni auf weitere Streiks im Bundesgebiet einstellen.

Nächster Verhandlungstermin ist der 3. Juli 2019.

In Niedersachsen erwartet ver.di mehr als 1.000 Streikende.

Die Streikenden treffen sich zu Kundgebungen:

Hannover: ab 9 Uhr auf dem Kröpcke

Bremen: ab 8 Uhr am Domshof vor der NORD/LB

Braunschweig: ab 9 Uhr am Friedrich-Wilhelm-Platz

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