Szenische Lesung: Demokratie und (Rechts-)Populismus

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Von Haus der Kulturen Braunschweig e.V.

Sonntag, 5.5.2024 um 19:30 Uhr
im Haus der Kulturen

Das Skript für die Lesung stammt von Antonio Umberto Riccò, die Musik von Carsten Litfin. Die Lesung wird von den Sprecherinnen und Sprechern des Spielkreis Theater Matthiaskirche e.V., Sigrid Jahnel und Rüdiger Hofmeister vorgetragen.

Zum Inhalt:

Irgendwo in Europa. Die Nationalpopulisten haben die Wahlen gewonnen und sind somit an die Macht gelangt.
Die selbsternannte “Regierung des Volkes” hat eine schleichende Veränderung des Staates und der Gesellschaft im Sinne einer “Autoritären Demokratie” eingeleitet.
Drei Jahre später müssen jedoch aufgrund eines richterlichen Beschlusses vorgezogene Neuwahlen stattfinden. Viele befürchten, dass ein erneuter Sieg der Nationalpopulisten der Demokratie den Todesstoß versetzen könnte.
In dieser angespannten Lage begegnen sich Jack und Bogdana, zwei frühere Nachbarn und Freunde…

Das Projekt ist aus der Kooperation zwischen vier Organisationen entstanden:

Eine Kooperationsvereinbarung regelt die Zusammenarbeit zwischen den Partnern.

Gefördert wird das Projekt von:

  • Caritasverband für die Diözese Hildesheim
  • DGB Region Niedersachsen-Mitte, Hannover
  • IG BCE Bezirk Hannover
  • IG Metall Hannover
  • IG Metall Wolfsburg
  • Ver.di Bezirk Hannover-Heide-Weser
  • Ev.-luth. Landeskirchenamt Hannovers
  • Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung (angefragt)
  • Ver.di Bezirk Hannover-Heide-Weser
  • VNB e.V. / “Demokratie leben!” – Hannover (angefragt)

3 Kommentare

  1. Danke fuer ein Kabinettstueck zur demokratischen Krise.

    Aber ob das Plakat zur Veranstaltung mit der Bunt-Braun-Spaltung den komplexen Problemen genuegt?
    Den Gruenen wurden in der Verganheit mit albernen Veggieday-Hasskampagnen der Autoritaetsstempel aufgedrueckt.
    Nun fordern Wehrdienstverweigerer mehr Panzer und mehr Ruestungsausgaben.
    Angebliche Liberale fordern die ‚Freiheit‘ fuer die Autobahn-Hoechstgeschwindigkeit mit Verbrennern, was ich immer eher fuer eine Geldfrage gehalten habe.
    Angebliche Alternativen erklaeren sich fuer Frieden und nicken – zusammen mit der CDU – jede Ruestungsausgabe ab.
    Und die Linke ist so – ‚zerstritten‘.

    Mit George Bush gesagt: ‚Make no mistake!‘
    Ich muss bei dem erhitzten Geschrei an Rainer Mausfelds Wort vom Empoerungsmanagment denken.
    Ein bisschen Weglassen und Totschweigen hier (Klima, Soziales, Bildung …), ein bisschen ‚Hochjazzen‘ da (Zuwanderung, Kriege, …) – es sieht oft aus wie der missglueckte Versuch der Debattensteuerung. Der Schreck als Mittel, Menschen zu bewegen.

    Weniger Problemloesung, mehr Inszenierung ergibt nicht mehr Vertrauen in Politik und Republik.
    ‚Divide et impera‘ – das alte roemische ‚Teile und herrsche‘ ist das Rezept fuer Katastrophe in einem Land (und auch Europa!), in dem die soziale Ungleichheit weiter zunimmt.
    Aber das wird nicht debatiert …

  2. Horst Seehofer sagte vor einem Dutzend Jahren: “ …die die Macht haben, sind nicht gewählt und die gewählt wurden, haben nicht die Macht“.
    Unter diesen Umständen arbeiten wir uns mit der Bunt-Braun Dichotomie an Seichtem und Vordergründigem ab, jedenfalls so lange wir gedanklich nur um wählbare Parteien kreisen.

    Niemals werden notwendige Fragen nach dem tiefen Staat und den Netzwerken der Kapitalmacht gestellt, täglich erlebbare Umverteilung von unten nach oben oder ein für Viele bereits begonnenes Elend ebenso wenig thematisiert.
    Der Kampf wird symbolisch geführt und der tatsächliche Gegner reicht uns ein paar Almosen rüber – der Status quo ist gesichert.

    Natürlich bleibt mir noch die Hoffnung, dass ausschliesslich das Plakat im obigen Artikel so plakativ ist…

    Wollte (hypothetisch) die von den grossen Medien klar „links“ verortete Regierung tatsächlich etwas gegen „rechts“ unternehmen, könnte sie sofort beschliessen, Ermittlungs- und Prozessakten des NSU-Prozesses für investigative Journalisten frei zu geben, statt sie auf 120Jahre wegzuschliessen.
    (dazu mein Literaturtip: „Die schützende Hand“ von Wolfgang Schorlau. In diesem Buch werdet ihr zum Kern des Geschehens zurück geführt…)

    Hätte sie (die Regierung) tatsächlich ein traditionelles linkes Politikverständnis, könnte sie ohne in Selbstzweifel zu verfallen, Rüstungsexporte in die Ukraine und nach Israel unterbinden. Die alten Linken wussten es noch: mit Waffen wird gemordet,
    je heisser ein Krieg, um so mehr.
    Im Hintergrund machten sich jeweils von Anfang an die ganz Grossen, Blackrock & Co zu schaffen, sackten und sacken ein, was nicht niet- und nagelfest ist, bereiten als überteuerte Monopolisten den Wiederaufbau dessen vor, was vorher in ihrem Interesse und durch ihre Mithilfe zerstört wurde.
    Unsere vermeintlich „bunte“ Regierung ist leider nur Spielball dieser Kräfte.

    Blackrock & Co. spüren derzeit, dass man den Krieg weiter anfachen kann, ohne dass sie selbst ins Fadenkreuz geraten.
    Nicht zuletzt, da das Geplänkel einer ewigen Symbolpolitik sowohl die intellektuellen Fähigkeiten als auch deren Redlichkeit ins Bodenlose fallen ließ.
    Wie konnte es nur so weit kommen, dass die Weltpolitik in der Öffentlichkeit weitestgehend in ein „Schema von gut und böse“ sortiert wird?
    In der Beurteilung der Bundespolitik geschieht nichts anderes. Der Bevölkerung sind offenbar langsam die Kriterien zur Beurteilung friedlicher Absichten abhanden gekommen.

    Die vorgeblich „linke“ oder wahlweise „bunte“ (pausenlose) Indoktrination kennt derzeit nur ein Ziel: „kriegstüchtig werden“ (Zitat Boris Pistorius) …um wenigstens hier wieder ganz vorne mitmischen, wenn´s schon mit der Wirtschaft im globalen Wettbewerb nicht mehr so optimal performt…
    Wenn dieser Schulterschluss mit dem militärisch-industriellen Komplex unter Nutzung aller möglichen Gesetzeslücken nicht tiefbraun ist, was dann?

    Falls es der Veranstaltung gelänge, nicht davon abzulenken, wer uns gerade in einen Krieg führt und nicht zu verschleiern, wer den autoritären Staat wieder aufblühen lässt, wäre im Moment schon viel erreicht…

  3. Wir brauchen mehr Faktenchecks! Siehe die ZDF Sendung die „Anstalt“. Das sollte im öffentlich-täglichen Informations-und Nachrichtenprogramm serienmäßig stattfinden!
    Da kannste genau sehen, in wessen Welt wir leben!

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