„Für ein solidarisches Viertel – gegen rechte Raumnahme“

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Von Bündnis gegen Rechts Braunschweig

Kundgebung im Westlichen Ringgebiet: Braunschweiger Zivilgesellschaft setzt starkes Zeichen „für ein solidarisches Viertel – gegen rechte Raumnahme“

Am heutigen Freitagabend, den 03.05.2024, folgten ab 17 Uhr – im Anschluss an die offizielle Eröffnung des Frankfurter Platzes – rund 300 Menschen dem Aufruf „Für ein solidarisches Viertel – gegen rechte Raumnahme“. Die Kundgebung wurde durch das Bündnis gegen Rechts angemeldet, aber vor allem von Verbänden und Initiativen aus dem Westlichen Ringgebiet als Antwort auf die gewalttätigen rechten Raumnahme- und Einschüchterungsversuche organisiert.

Verstärkte Übergriffe und die geplante Öffnung eines Tattoostudios durch Neonazis am Frankfurter Platz sollen Bewohner*innen einschüchtern, einen konkreten Anlaufpunkt für bundesweit vernetzte Neonazis aufbauen und eine vermeintliche Dominanz im Westlichen Ringgebiet ausstrahlen. In den vergangenen Wochen kam es immer wieder zu Beschädigungen durch die Neonazis. Erneut wurden die Räumlichkeiten des Kinder- und Jugendverbandes ‚SJ Die Falken‘, eine Litfaßsäule in unmittelbarer Nähe zum Wohnort des Fachjournalisten David Janzen, die AWOBegegnungsstätte und der Schaukasten der Kirchengemeinde St. Michaelis mit neonazistischen Parolen besprüht. Es bleibt jedoch nicht bei bloßen Parolen: Lokale Gastronom*innen wurden zudem mit einem Baseballschläger bedroht.

Auf der heutigen Kundgebung sprachen Personen der Nachbarschaftsinitiative WRG Solidarisch, der Gruppe In/Progress, des Nexus, der Sozialistischen Jugend – Die Falken, der Initiative Kirche für Demokratie – gegen Rechtsextremismus (IKDR) für die Kirchengemeinde St. Michaelis und des DGB SüdOstNiedersachen und die Stellungnahme der AWO gegen die Schmierereien an der Begegnungsstätte wurde verlesen. Nicht nur die Beiträge zeigten deutlich: Das Westliche Ringgebiet ist ein solidarisches und vielfältiges Viertel, das die Versuche der rechten Raumnahme nicht dulden wird.

Sören Meier betont für das Bündnis gegen Rechts: „Wir stehen solidarisch an der Seite aller Betroffenen rechter Gewalt. Solidarität ist hierbei nichts Gegebenes, sie muss gelebt und jeden Tag erneuert werden – dessen sind wir uns bewusst. Es besteht nun vor allem eins: akuter Handlungsbedarf im Westlichen Ringgebiet Braunschweigs!“


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