„Stadt mit Zukunft‟ – Die neue Umweltzeitung ist da

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Liebe Leserin, lieber Leser,

vor nicht allzu langer Zeit habe ich ein neues Wort gelernt: „Dystopie‟. Dies beschreibt eine düstere, eine schreckliche Variante von Zukunft. Das bekannte Wort „Utopie‟ steht dann für eine heitere, freundliche Vision. Wir entscheiden uns für diese letztgenannte Vorstellung: für die Zukunft in einer lebenswerten Stadt.

Die Konkretisierung finden wir hier in Braunschweig, die angeschnittenen Fragen sind auch auf andere Orte zu beziehen.

Unser Eröffnungsbeitrag besitzt experimentellen Charakter. Er repräsentiert drei Zeitschichten. Wolfgang Wiechers hatte 2010 in der Umweltzeitung eine (positive) Vision für das Braunschweig im Jahre 2030 formuliert. Nun, im Jahre 2021, ist in etwa Halbzeit, und wir möchten seine Sicht prüfend beleuchten.

Nur ein Zwischenergebnis sei herausgegriffen: Die für spätestens 2030 erwartete Pleite des ECE-Schloss-Centers ist (bisher) nicht eingetreten. Jedoch steht das direkt benachbarte Großkaufhaus Horten-Kaufhof-Karstadt jetzt leer. Ebenso wie ein weiteres Großkaufhaus und drei einstmals florierende Einkaufs-Passagen in der Innenstadt. Anlass genug für die Stadtgesellschaft, weiter über die Visionen für 2030 nachzudenken.

Die stadträumliche Betrachtung von Hans-Joachim Meißner zum neu entstehenden Bahnhofsquartier sehen wir als Teil einer Diskussion, die uns noch länger beschäftigen wird. Für eine Bewertung ist auch die Einwohnerprognose für Braunschweig, wobei das Thema „Innenverdichtung‟ neues Gewicht erhält (vgl. S. 20-21).

Den nachfolgenden Beiträgen liegen Fragen zugrunde, die sich für eine Stadt mit Zukunft aufdrängen, und eben nicht nur für Braunschweig. Welche Möglichkeiten gibt es, mit extremen Niederschlagsereignissen besser umzugehen? Wie soll der öffentliche Raum genutzt werden, wer muss dabei besser berücksichtigt werden? Woher kommt die Energie, die wir für unser zivilisationsgeprägtes Leben benötigen?

Das „Gebaute‟ einer Stadt ist immer als Teil von Lebensvollzügen zu verstehen. Nicht selten, dass hier eine soziale Schieflage existiert. Wohnraumtausch und Initiativen zum gemeinschaftlichen Wohnen bieten Perspektiven (S. 18-19). Anders betrachtet: Bevor ein ausgreifender Flächenverbrauch in neu gebauten Stadtvierteln betrieben wird, sollte nach den sozial notwendigen Funktionen in der existenten Stadt gefragt werden.

In unserem Hintergrund informieren wir über verschiedene Aspekte, die sich mit dem Wohnen auf kleinem Raum verknüpfen. Dafür ist es uns gelungen, zwei Interviews zu führen, die uns konkretes über das Leben auf sehr begrenzten Wohnflächen vermitteln. Dabei sind auch die Beweggründe berührt, „anders‟ zu wohnen und „anders‟ zu leben.

Das Bemühen, den eigenen Lebensstil weniger verschwenderisch zu gestalten und damit den Ressourcenverbrauch zu reduzieren, verdient ganz sicher eine breitere Unterstützung.

Unser Titelbild bietet eine nette sommerliche Erinnerung in dunklen Herbsttagen. Die schönen klaren farbenbunten Tage, die es auch im späten Herbst noch gibt, brauchen diese Aufmunterung nicht.

Weihnachten kommt ganz bestimmt, und wie in jedem Jahr schneller als erwartet. Heidrun Oberg hat sich die Rentiere genauer angesehen, die den Schlitten des Weihnachtsmannes ziehen. Und Susanne Goroll fragt nach den fremdländischen Gewürzen in der Weihnachtsbäckerei.

Eine anregende Lektüre wünscht Ihnen

Robert Slawski,

im Namen der Redaktion.

Hier geht’s zur neuen Ausgabe der Umweltzeitung.

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