Papst Franziskus und seine neue Enzyklika

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Papst bei der Kindersegnung. Foto von Manfred Kindlinger auf Pixabay

Der Papst Franziskus hat mal wieder grundlegend Politisches geschrieben. Nicht als einen schlichten Brief sondern als Enzyklika – also als Lehrschreiben. Es ist das dritte Lehrschreiben des Papstes aus Argentinien. Zuletzt hatte er vor fünf Jahren die viel beachtete Öko-Enzyklika „Laudato Si'“ über die Ausbeutung von Mensch und Natur vorgelegt und viel Kritik aber auch ZUstimmung bekommen. Und vor einem Jahr hat er sich ohne wenn und aber gegen Atomwaffen ausgesprochen, nachdem „Justitia et Pax“ ein entsprechendes Positionspapier veröffentlicht hatte. Der Papst Franziskus schreibt in seiner neuen Enzyklika „Fratelli tutti“, über Brüderlichkeit, soziale Gerechtigkeit und spart nicht mit Kritik am herrschenden System der Ökonomie.

Auf rund 150 Seiten lässt der Pontifex kaum ein Thema aus, das derzeit gesellschaftspolitische Relevanz hat: die Corona-Pandemie, Kapitalismus, Populismus, Migration, Armut, Egoismus. Franziskus schreibt von einer gerechten und friedlichen Gesellschaft, die er konkret umsetzen möchte.

In den gängigen Medien wurde diese neue Enzyklika durchaus erwähnt. So wie eben auch anderes, alltägliches, Erwähnung findet. Doch diese Enzyklika hat es in sich. Sie rechnet geradezu mit dem herrschenden Wirtschaftssystem ab, insbesondere auch mit der herrschenden Marktgläubigkeit. Entsprechend sind die Reaktionen der wirtschaftsnahen Institutionen.

Nun möchte man nicht unbedingt die ganze Enzyklika (siehe oben der Link) lesen, um zu wissen was der Papst im Wesentlichen schreibt. Für diejenigen hat der katholische Theologe und Politiker Jonas Christopher Höpken eine Kurzfassung erstellt. Diese ist in die Nachdenkseiten eingestellt. Der Braunschweig-Spiegel macht auf diese Veröffentlichung aufmerksam, weil es sich für jeden politisch interessierten Menschen lohnt das Lehrschreiben zu kennen.

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