Naturschutz ohne parteipolitische Lobby

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„Die biologische Vielfalt, also der Reichtum der Natur, ist das wichtigste Gut unseres Planeten. Pflanzen, Menschen, Tiere, Pilze und Mikroorganismen dienen dem Leben in seiner ganzen Fülle. Sie dienen als Nahrung und Arzneimittel und sorgen für fruchtbare Böden sowie angenehmes Klima. Ohne biologische Vielfalt, auch Biodiversität genannt, läuft nichts auf unserem Planeten.

Man sollte meinen, dass diese Binsenweisheiten dazu führen, dass wir besonders achtsam mit der Natur umgegehen. Das Gegenteil ist der Fall! Besonders problematisch ist, dass die Politik nicht bereit ist dieses Problem anzufassen. Keine Partei, auch die Grünen nicht, die eigentlich auch politisch für den Erhalt des Lebendigen stehen sollten – nach ihrem Selbstverständnis. Und sie tun auch so, als ob sie es täten. Die Grünen stehen tatsächlich für „Weiter so“ mit technischen Änderungen, die auch ökonomisch sinnvoll sein sollten. Diese Einstellung ist fatal, weil sich Natur, also das Leben mit seinen Zusammenhängen, nicht monetarisieren lässt.

„Jeansfrosch“ (Ofaga pumilio), der zu den Pfeilgiftfröschen gehört, in ungestörtem Biotop im Norden Costa Ricas. Mit dem Verschwinden des tropischen Regenwaldes verschwinden alle Tier- und Pflanzenarten für Steaks und Soja. Aber das Tor für Pandemien wird wahrscheinlich auch geöffnet. Foto Uwe Meier

Zu diesem Thema der Nichtvereinbarkeit von grüner Politik und Zukunft schreibt Ulrike Fokken einen Kommentar in der TAZ, also der Hauszeitung der Grünen. Sie schreibt: „In ihrem Willen nach Umbau, nach Kontrolle und Macht ist bei den Grünen kein Platz für die natürlich gewachsenen ökologischen Netzwerke des Lebens.“ Lesen sie den Kommentar: „Die Natur der Grünen„.

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