Großartige Demonstration gegen AFD und Faschisten.

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Die vielen, vielen Menschen auf der Abschlusskundgebung. Foto B.Krauß

Heute demonstrierten auf der Abschlusskundgebung nach Angaben des Veranstalters um die 20.000 Menschen. Die überwiegende Anzahl war seit dem frühen Morgen dabei.

Der erste Block mit den Gewerkschaften. Foto B.Krauß

Kein freundlicher Empfang in Braunschweig

Schon am gestrigen Abend begann die erste große Demonstration gegen die AFD. Teile der Demonstranten trafen sich heute an Sammelpunkten um 7 Uhr und blockierten die Anfahrt der AFD-Mitglieder. Diese mussten unter Hilfe der Polizei die Hindernisse überwinden.

Die AFD soll sich über den unfreundlichen Empfang im Hotel beschwert haben, so sollen Informationen gegen den Parteitag ausgelegt worden sein und Angestellte Sticker gegen Rechts getragen haben.

Das Bündnis gegen rechts hat ein wirklich breites Bündnis geschaffen

Es wäre leichter zu sagen, wer nicht dabei war, als die vielen Gruppen die mit demonstriert haben. (Also nicht dabei waren CDU und FDP). Die Demonstration erhielt Unterstützung aus der ganzen Region und aus Städten Deutschlands, wie Hamburg und Berlin.

Auch die Ev. Kiche aus Braunschweig war organisiert dabei. Foto Uwe Meier

Und jetzt Eindrücke aus der Demonstration:

Vor der VW-Halle Foto: B.Krauß

Es gab viele gute Redebeiträge, so wurde immer wieder die Intoleranz der AFD und der Nazis aufgezeigt – ganz besonders gegenüber Flüchtlingen. Einen möchte ich hervorheben: ein Vertreter der Roma und Sinti berichtete von einer 1/2 Million Opfer unter dem Naziregime.

Anfangskundgebung auf 15m Breite. Foto: B.Krauß

Die Anfangskundgebung fand auf der halben Theodor-Heuss-Straße statt, geschätzte 15 m.

Der Platz für die Anfangskundgebung war eine krasse Einschränkung des Demonstrationsrechts und eine einzige Provokation und Respektlosigkeit des Staatsapparats.

Trotz des kalten Wetters und des schmalen Platzes gab es eine tolle Stimmung, was nicht zuletzt den auftretende Gruppen zu verdanken war. Hier tat sich ganz besonders die Gruppe „nullbock“ hervor und trat auf, bis auch der letzte Block los gehen konnte, 1,5 Stunden später als Demonstrationsbeginn. „null bock“ aus Salzgitter war hervorragen in ihren antifaschistischen Texten und ihrer Musik. Weil die Demo einfach nicht losging sorgten sie immer wieder für gute Laune und machten passendes Kulturprogramm – alles ohne Gage.

Herzlichen Dank, ihr ward grossartig!

Foto Uwe Meier
Aufstellung zu Beginn der Demo. Foto: B.Krauß
Die Ersten sind 75 Minuten unterwegs, als es für den letzten Block langsam losgeht. Foto B.Krauß
Demo gegen den AFD-Parteitag 2019 Foto: B.Krauß
Foto Uwe Meier
Der Block der Parteien. B.Krauß
Foto Uwe Meier
Der gemischte Block. Foto B.Krauß
Die vielen, vielen Menschen auf der Abschlusskundgebung. Foto B.Krauß

Als der letzte Block den Schlossplatz erreichte, waren der Bürgermeister Markurth und Bischof Mainz mit Ihren Reden schon fertig – nicht, zur Freude aller Teilnehmer. Auch hier wurden wieder interessante Redebeiträge gehalten. Ein besonders bewegender von Sally Perel.

Bewegende Rede vom Holocaustüberlebenden Sally Perel. B.Krauß
Sally Perel mit Schülern der Sally Perel Gesamtschule in Volkmarode. Perel überlebte verdeckt in Braunschweig auf einer Schule für junge Nationalsozialisten. Alles nachzulesen in „Hitlerjunge Salomon„. Foto Uwe Meier
Thorsten Stelzner trug im Einklang mit Axel Uhde (Mundharmonika) und Band rhythmische antifaschistische Texte vor. Foto Uwe Meier
Herr Öttinger, Vorstand von Eintracht Braunschweig, war beeindruckt von den Massen, die er sonst nur erlebte, wenn Eintracht aufgestiegen war. Na, ja! Er sprach sich gegen jeglichen Rassismus aus. Foto Uwe Meier
Zum Abschluss gab „Bosse“ ein Konzert. Foto B.Krauß

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