Filmvorführung von „Jud Süß“ (1940) mit Einführung und Diskussion

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Termin:           4. November 2019
Uhrzeit:           18.30 Uhr

Ort:                 Barrierefreies Gemeindehaus St. Katharinen, An der Katharinenkirche 4

Veranstalter:  Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Katharinen in Braunschweig; Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit

Referent:        Michael Kleinschmidt (Medienpädagoge)

Koordinatorin: Miriam Hesse (Pädagogin Gaußschule Braunschweig)

Vorbehaltsfilm: darf nur mit Genehmigung der Murnau-Stiftung gezeigt werden.

Teilnahme nur nach persönlicher Anmeldung möglich. Anmeldeschluss: 4.11.2019 um 17 Uhr.

Der nationalsozialistische, antisemitische Propaganda-Film „Jud Süß“ (1940) von Veit Harlan ist ein „Vorbehaltsfilm“ der Murnau- Stiftung. Er darf daher nur nach Einverständnis der Stiftung mit einer qualifizierten Einführung und anschließenden Diskussion gezeigt werden.

Am 4. November 2019 um 18.30 Uhr wird eine entsprechende Filmvorführung im Gemeindehaus von St. Katharinen zu sehen sein. „Wie wichtig Aufklärung und Auseinandersetzung mit dem Problem des offenem und verdecktem Antisemitismus ist, zeigte sowohl jüngst die schreckliche Tat in Halle als auch zahlreiche Alltagserfahrungen jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger“. Die Initiatoren erläutern das außergewöhnliche Veranstaltungs-projekt: Miriam Hesse (Pädagogin der Gauß-Schule), Siegfried Graumann (Vorsitzender der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit) und Werner Busch (Pfarrer an St. Katharinen). Als Referent wird der erfahrene Religions- und Medienpädagoge Michael M. Kleinschmidt in den Film einführen und die anschließende Diskussion leiten (Foto zur Verwendung als Datei angehängt; Rechteinhaber M. Kleinschmidt bitte angeben). Klein-schmidt organisiert und kuratiert seit 2001 filmpädagogische Projekte und Filmreihen, Workshops usw.

Die historische Person des jüdischen Hofmeisters Joseph Süß Oppenheimer war schon zu Lebzeiten im 18. Jahrhundert Opfer judenfeindlicher Vorurteile und Agitation geworden. Nachdem man ihn öffentlich hingerichtet hatte, lebte seine Legende bis in das 20. Jahr-hundert weiter, u.a. in dem gleichnamigen Roman des jüdischen Schriftstellers Lion Feucht-wanger (1925). Eine ideologisch verzerrte und instrumentalisierte Darstellung erfuhr Oppenheimers Geschichte dann in dem Nazipropagandafilm, der antisemitische Stereotype in der perversen Form eines Unterhaltungsfilms darstellte. Dieser Film wird am 4.11. zu sehen sein. „Das Problem des Antisemitismus zu ignorieren, löst es nicht, sondern verstärkt es noch“, sind sich die Initiatoren einig. Information, Aufklärung und Diskussion seien wichtige Mittel, um dem entgegenzuwirken.

Einlass zu der gut 3-stündigen Veranstaltung mit begrenzter Platzzahl ist nur nach persönlicher, vorausgehender Anmeldung bis spätestens 4.11. um 17 Uhr möglich (katharinen.bs.buero@lk-bs.de) oder Tel. 44 66 9 Anrufbeantworter). Der Eintritt ist frei.

Eine gleiche Veranstaltung für Lehrkräfte an Schulen sowie Referendare als auch Universitäts-Dozenten, Promovierende und Studierende findet am Dienstag, 5. November 2019 um 18.30 Uhr in den Räumen der Studierendengemeinde esg Braunschweig statt (Pockelsstraße 21 am Haupt-Campus der TU-Braunschweig). Organisation und Moderation dieser Veranstaltung: Miriam Hesse (Pädagogin Gaußschule Braunschweig) in Kooperation mit dem Studienseminar Braunschweig. Anmeldung hierfür bis 5.11. um 17 Uhr bitte an esg@lk-bs.de . Der Eintritt ist frei.

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