Die Unvereinbarkeit von Kapitalismus und Klimaschutz

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Gesehen in Hamburg-Altona. Foto: Uwe Meier

Die Reise von Greta Thunberg mit der Segeljacht zur UN-Klimakonferenz wird oft nicht wohlwollend begleitet. Hass und Häme schlagen ihr im Netz entgegen. Warum wird Greta so bekämpft, lächerlich gemacht oder durchpsychologisiert? Andere meinen, wie die TAZ, dass diese Reise durch die begleitende Fliegerei der Skipper alles andere als CO2-arm sei oder dass sie hätte der Konferenz von Stockholm aus zugeschaltet werden können (Bettina Gauss, TAZ). Nein, „Greta ist großartig„, schreibt Peter Unfried.

Demopappe auf einer Freitagsdemo in Braunschweig. Foto Uwe Meier

Aber warum der Hass im Netz oder die vermeintlich wohlwollende Umarmung von Industrie-kreisen? So langsam sickert durch, dass echter Klimaschutz nicht mit dem Wachstum ver-einbar ist – also kaum mit Kapitalismus, und schon gar nicht mit dem heute allgegenwärtigen Neoliberalismus.

Klimaschutz oder die ebenso wichtige Biodiversität sind Kategorien, die sich nicht mit dem Kapital vereinbaren lassen, weil nicht Geld und Macht im Mittelpunkt stehen sondern biologische Überlebenssicherheit. Klimaschutz und Biodiversität sind nicht zu monetarisieren, auch wenn man es mit CO2-Steuern oder e-Autos versucht.

Naturgesetze haben keine moralische Instanz. Sie sind wert- und wertungsfrei. Von Menschen gemachte Kategorien wie betriebswirtschaftliche, gehören nicht in die Naturwissenschaften, wenn überhaupt zu den Wissenschaften. Auch wenn es manchmal den Anschein hat, dass unsere wirtschaftlichen Werte, Paradigmen und Folgerungen Naturgesetzen folgen und wir an diese zu glauben haben (siehe täglich die Tagesschau), hat Ökonomie nichts mit Naturgesetzen zu tun. Alles ist menschengemacht, und daher nachhaltig betrachtet, nur Tand.

Es beginnt langsam eine Diskussion über Systemwechsel. Dazu ein theoretischer Beitrag zu den Hintergründen im KONTEXT: „Kapital killt Klima

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