Die neue Umweltzeitung ist da! „Bedrohte Vielfalt“

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1962 erschien Rachel Carsons epochemachendes Buch „Silent Spring“ (dt.: Der stumme Frühling, erhältlich im Buchhandel), in dem sie die Folgen des Pestizideinsatzes – damals ging es vor allem um DDT – auf die Tierwelt darstellte. So gesehen, behandelt diese Ausgabe ein altes Thema: die bedrohte Artenvielfalt. Doch mag es auch ein altes Thema sein, aktuell ist es heute mindestens so wie vor 60 Jahren. Und vielleicht sogar noch etwas aktueller, denn Schlagzeilen über das Insektensterben oder das Verschwinden von Amphibien und anderen Arten beherrschen nicht nur die Wissenschaftsseiten seriöser Zeitungen.

Heute kennen wir auch andere Ursachen für den Rückgang, der nicht nur wilde Tiere und Pflanzen betrifft, sondern ebenso Zuchtsorten von Gemüse und Obst wie auch viele Nutztierrassen. Geht es in diesem Heft weniger um letztere, so befassen die Autor_innen sich intensiv mit der bedrohten Artenvielfalt in unserer Region und mit den Möglichkeiten, dem Artenschwund entgegen zu wirken. Dass dabei auch kleinste Flächen wertvolle Beiträge leisten können, belegen nicht nur städtische Brachen sondern auch naturnahe Gärten, ja sogar Balkonkästen können Horte und Refugien für seltene Arten sein – Tiere wie Pflanzen.

Wer da glaubt, die Jugend sei nur zum Rumwischen (auf ihren Smartphonbes) zu gebrauchen, der dürfte in letzter Zeit etwas anderen belehrt worden sein: Ob Fridays for Future oder die neue Urhebenerrechtsrichtlinie der EU: die Jugend begehrt vermehrt auf. Dass eine 16-jährige Schwedin eine globale Bewegung initiieren könnte, wäre in den Jahren vor dem Internet fast unmöglich gewesen, doch selbst im eher rückständigen Braunschweig gingen Mitte März fast 3.000 Menschen – größtenteils jünger als 25 Jahre – auf die Straße, um für eine lebenswerte Zukunft zu demonstrieren und den saturierten Alten, die da glauben, es sei eh alles schon einmal da gewesen ihre Vision und ihre Ängste entgegenzuschleudern. Unser Hintergrund geht auf die Fridays for Future Kampagne ein und beleuchtet dies im Hinblick auf die anstehende Europawahl am 26. Mai. Immerhin gibt die EU im europäischen Klimaschutz den Takt vor, Deutschland – das sich gerne als Vorreiter darstellt – ist inzwischen Nachzügler, auch was die Anpassung der Wälder an die sich ändernden klimatischen Bedingungen betrifft. Dies gilt trotz der 2018 erstmals seit Jahren wieder sinkenden Treibhausgasemissionen, die mehr auf den milden Winter als auf erfolgreiche Klimaschutzpolitik zurückzuführen sein dürften.

Wer im Frühling gerne leckeren Salat der Saison mag, dem sei der Gartentipp empfohlen, dass Perlen keineswegs immer kugelrund sein müssen, zeigt der Naturtipp und warum so vieles Fabrikessen schmeckt, erklären wir ebenso wie den neuen Stadttakt der Braunschweiger Verkehrs-GmbH. Auch in der Sonne oder mit unseren Leseproben aus dem Internet (auch auf Wischhandys – so heißen die Dinger nämlich auch) ist die neue Umweltzeitung lesbar – sogar im Sonnenschein!

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