Der blanke Hohn: Ackers liest „Pfisters Mühle“ von Wilhelm Raabe

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Am Donnerstag, den 12. Oktober hat Prof. Dipl.-Ing. Walter Ackers im Städtischen Museum im Rahmen der Feierlichkeiten zu Wilhelm Raabes 175. Geburtstag aus „Pfisters Mühle. Ein Sommerferienheft“ (1884) vorgelesen.
„Pfisters Mühle“ gilt heute als einer der ersten literarischen Texte, der das Problem moderner Umweltverschmutzung thematisiert.

Ein Bericht über die Konfrontation Ackers mit seinen Widersprüchen …

Ausgerechnet Prof. Ackers liest über das Problem moderner Umweltverschmutzung!
Der selbsternannte Stadtplaner, der mit Vorliebe von „Sichtachsen“ schwärmt, hatte sich schon sehr früh in die Planungen zum ECE-Schloss-Kaufhaus und seine unmittelbare Umgebung eingebracht. Der vorhandene Innenstadtpark, der Schlosspark, war ihm völlig egal. Auf Herrn Ackers wartete ein sich lohnender Auftrag.
Herr Ackers ist von Anfang an mitverantwortlich, obwohl er so tat, als hätte er mit dem ECE-Monsterbau nichts zu tun.

Um Herrn Prof. Ackers mit seinen Widersprürchen zu konfrontieren, haben wir uns gegen Ende der Lesung für ca. 3 Minuten mit einem Transparent neben ihn gestellt.
Auf dem Transparent war zu lesen: „Mitverantwortlich für die größte Umweltzerstörung in der Innenstadt. ‚Schönste Sichtachse‘ endet vor einem Betonklotz!“
Sowie bei Herrn Ackers, als auch bei den ca. 15-20 Zuhörern entstand eine kurze Verwirrung.
Prof. Ackers meinte zu uns: „Ach, ihr schon wieder!“ (Obwohl er uns noch nie gesehen hat.)
„Mit so etwas habe ich schon fast …“ – Diesen Satz hat er dann aber doch lieber nicht vollendet. (Wahrscheinlich ist ihm während des Satzes bewusst geworden, dass es für seine Person eher negativ wirken könnte, wenn er solch eine Konfrontation schon erwartet hatte.)
Des Weiteren merkte er an, wie naiv wir doch seien, da es sich um eine Verwechselung handele.
Nach unserem kurzen Auftritt verließen wir die Veranstaltung.

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