BS NEU DENKEN: Kostenlose Kleiderkammer einführen

0
7

In der Reihe „BS NEU DENKEN“ präsentiert der Braunschweig Spiegel Vorschläge aus dem Bürgerhaushalt, welche die Stadt lebendiger und lebenswerter gestalten. Eine Stadt bietet sehr viel mehr Möglichkeiten für Regionalpolitiker, als Wohnungen zu bauen, Einkaufszentren zu errichten und Industrie anzusiedeln. Diese Reihe soll zum Denken anregen und liefert Impulse für eine ganzheitliche Stadtentwicklung. Wir hoffen, dass langfristig einige der Vorschläge umgesetzt werden!

Teil 2: Kostenlose Kleiderkammer einführen – ein Vorschlag von Simone Leunig

Unter der „Stadtregierung“ von Oberbürgermeister Hoffmann, wurden etliche soziale Einrichtungen der Stadt Braunschweig geschlossen! Unter anderen die „kostenlose Kleiderkammer“ in der Petzvalstraße, in dem Gebäude, der Behinderten Werkstätten. Das System war gut installiert und funktionierte sehr gut.

Unten in dem Gebäude, war eine riesige Holzkiste, in der Kleidung und Textilien, aber auch Gebrauchsgegenstände des täglichen Alltags gespendet werden konnten. Dieses war vielen Braunschweigern bekannt und es wurde fleißig gespendet, da es direkt an mittellose Bürger, der Stadt Braunschweig ging!

Die Kleidung wurde von Festangestellten oder „1-Euro-Jobbern“ in die erste Etage gebracht, wo der Tauschraum gewesen ist. Nach Vorlage eines Hartz-4-Bescheides/Grundsicherungsamt oder als gering Verdienender, musste man den Arbeitsbescheid vorlegen, dann bekam man eine persönliche Karte, auf dieser wurde eingetragen, was man in einem Quartal bekommen konnte und was davon schon abgeholt wurde.

Das ganze war kein „Sozialschmarotzen“, wie ein SPD Ratsherr mutmaßte, als es um die Abschaffung der Kleiderkammer im Rat der Stadt Braunschweig, ging. Vielmehr kam dieses System Alleinerziehenden zugute, denn ein großer Teil waren Kindersachen! Und Alleinerziehende sind, und das müsste eigentlich mittlerweile allen bewusst geworden sein, die ersten Leidtragenden, wenn es um Armut geht!

Und die zweite Gruppe der Nutznießer dieser Kleiderkammer, waren Menschen, die aus welchen Gründen auch immer keinen Hausstand hatten und Ihre Wohnung mit dem Lebensnötigsten bestücken mussten. Zum Beispiel waren auch immer auch wieder Menschen dort, die von der Straße kamen und sich einen neuen Haushalt ausstatten mussten.

Wenn dieses alte System nicht wieder reaktiviert werden kann, könnte man es auch gegen eine gerinfügige Spende machen! Dann wäre es kostenneutral, aber die Stadt Braunschweig in der „Post-Hoffmann“-Zeit wieder etwas sozialer!

Wichtige Anmerkungen: Die meisten denken es gibt schon das „Sozialkaufhaus/Fairkauf“ in der Innenstadt, wieso brauchen wir zusätzlich noch eine Kleiderkammer? Im Sozialkaufhaus können alle einkaufen gehen, das heißt, auch gut verdienende Mitmenschen gehen gerne mal hin, um ein „Schnäppchen“ zu machen!

Die Kleiderkammer ist aber direkt für arme Menschen gewesen: Jeder konnte dort ohne Geld das Nötigste zum Leben bekommen.

Bis zum 7.7. kann man hier über den Vorschlag abstimmen:
www.bs-mitgestalten.de/haushalten/1618

Möchten Sie den Artikel kommentieren

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.