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Barnaby’s ist kein Ort. Barnaby’s sind die Menschen: Der erste Barnaby’s Big Bang im Schön & Frölich

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Die Musiker von Bluespower treten bei „Barnaby’s Big Bang“ auf

Es gibt Orte in einer Stadt, die sind irgendwann mehr als nur eine Bar. Sie werden Treffpunkt, Wohnzimmer, Erinnerungsort. Man geht nicht einfach dorthin, um etwas zu trinken oder Musik zu hören. Man geht hin, weil man weiß, dass dort Menschen sind, die man kennt. Menschen, die man vielleicht lange nicht gesehen hat. Und manchmal geht man hin, weil man einfach ein Teil davon sein möchte.

Barnaby’s Blues Bar ist genau so ein Ort.

Seit vielen Jahren gehört die kleine Bluesbar am Ölschlägern zur musikalischen Seele Braunschweigs. Und wer Barnaby’s kennt, kennt auch die Menschen dahinter: die Stammgäste, die Bluesfans, die Musikerinnen und Musiker, die regelmäßigen Stammtische – und natürlich Angie, für die Barnaby’s längst viel mehr ist als ein Geschäft. Es ist eine Gemeinschaft.

Am vergangenen Samstag, dem 29. August, zog diese Gemeinschaft für einen Abend um. Nicht weit weg, aber doch an einen völlig anderen Ort: ins Schön & Frölich an der Broitzemer Straße. Dort feierte der erste Barnaby’s Big Bang mit fünf Bands, Rock, Blues, Funk, Jazz, Bossa und jeder Menge Livemusik seine Premiere.

Und vielleicht war genau das das Besondere an diesem Abend: Barnaby’s war plötzlich überall.

Fünf Bands, fünf musikalische Welten

Musikalisch hätte der Abend kaum abwechslungsreicher sein können.

Den Anfang machten die Groove Sharks, das neue Funk-, Jazz- und Bossa-Projekt von Jan-Heie Erchinger und Eddi Filipp. Danach wurde es mit The Tangleheads akustisch, mehrstimmig und ausgesprochen eigenwillig. Rockin’ Horse brachten ihren kraftvollen Outlaw-Rock auf die Bühne, während Bluespower um Fritz Köster tief im Blues verwurzelt blieb. Den musikalischen Sturm komplettierte schließlich die Stormy Weather Band mit purem Rock’n’Roll.

Fünf Bands, die unterschiedlicher kaum sein könnten – und gerade deshalb so wunderbar zusammenpassten. Denn an diesem Abend musste sich niemand für eine Musikrichtung entscheiden. Man konnte einfach bleiben.

Ein Stück Barnaby’s im Garten

Schon draußen vor dem Schön & Frölich war schnell zu spüren, dass dieser Abend etwas Besonderes werden würde. Die Barnaby’s-Stammgäste waren in großer Zahl gekommen. Freunde trafen Freunde, bekannte Gesichter tauchten überall auf. Im Garten wurde gemeinsam Bier getrunken, geredet, gelacht und in Erinnerungen geschwelgt. Kleine Gruppen standen zusammen, Menschen begrüßten sich nach längerer Zeit wieder.

Für einen Moment fühlte sich der Garten des Schön & Frölich fast wie eine Verlängerung des Barnaby’s an.

Nur etwas größer.

Und vielleicht war genau das die schönste Überraschung des Abends: Die Atmosphäre einer kleinen Bluesbar lässt sich nicht an vier Wänden festmachen. Sie entsteht durch die Menschen.

Drinnen gehörte die Bühne den Bands.

Und auch dort zeigte sich schnell, wie unterschiedlich die Verbindung der Gäste zur Musik sein konnte.

Als The Tangleheads spielten, kamen plötzlich besonders viele Rockfans zusammen, die teilweise offenbar genau wegen dieser Band gekommen waren. Die Stimmung wurde intensiver, lauter, emotionaler.

Und dann war da Bluespower.

Wer Fritz Köster und seine Band kennt, weiß, dass Blues hier nicht einfach nur gespielt wird. Er wird gelebt. Viele Gäste sangen mit, tanzten, bewegten sich im Rhythmus und feierten die Musiker auf ihre ganz eigene Weise.

Man konnte es sehen. Man konnte es hören. Aber vor allem konnte man es fühlen.

Ein Abend für Angie – und für die ganze Barnaby’s-Familie

Hinter diesem Abend stand eine Idee, die weit über ein gewöhnliches Konzert hinausging.

Angie Eckert, die Betreiberin von Barnaby’s Blues Bar, hatte den Barnaby’s Big Bang ins Leben gerufen. Und spätestens im Laufe des Abends wurde deutlich, wie viel dieser Abend auch für sie selbst bedeutete.

Denn hier waren sie alle zusammen.

Die Menschen, die Barnaby’s seit Jahren begleiten. Die Stammgäste. Die Musiker. Die Freunde. Die Bluesfans. Die Rockfans. Diejenigen, die regelmäßig am Stammtisch sitzen. Und diejenigen, die vielleicht einfach gekommen waren, um einen bestimmten Musiker oder eine bestimmte Band zu sehen.

Für ein paar Stunden waren all diese unterschiedlichen Menschen eine einzige große Gemeinschaft.

Und vielleicht ist das die eigentliche Geschichte dieses Abends. Nicht die fünf Bands. Nicht die Bühne. Nicht einmal die Musik allein. Sondern das Gefühl, irgendwo dazuzugehören. Gemeinsam zu lachen. Gemeinsam zu tanzen. Gemeinsam Musik zu erleben. Sich zu begegnen. Sich zu umarmen. Sich nach langer Zeit wiederzusehen.

Barnaby’s Big Bang war deshalb nicht einfach ein Konzert. Es war ein Abend mit Freunden. Ein Abend mit Familie. Ein Abend voller Erinnerungen – und vielleicht auch ein Abend, an den sich viele noch lange erinnern werden.

Als ich später meine Kamera einpackte, hatte ich deshalb nicht nur Bilder von Musikern auf der Bühne im Kopf. Ich hatte Bilder von Menschen. Von Blicken. Von Umarmungen. Vom Lachen im Garten. Vom Tanzen vor der Bühne. Von Momenten, die eigentlich ganz unspektakulär wirken und gerade deshalb so wertvoll sind.

Denn manchmal sind es nicht die großen Shows, die uns am längsten im Gedächtnis bleiben. Sondern die Abende, an denen wir einfach zusammen waren.

Und genau das war der Barnaby’s Big Bang.

Ein musikalischer Urknall – aber vor allem ein Fest der Gemeinschaft.

Ein Abend, an dem Barnaby’s nicht an einem bestimmten Ort war, sondern dort, wo seine Menschen zusammenkamen.

Einige dieser Momente durfte ich mit meiner Kamera festhalten.

Wer den Abend noch einmal Revue passieren lassen möchte, findet hier eine Auswahl meiner persönlichen Lieblingsbilder vom Barnaby’s Big Bang.

Copyrights: Fotos von Dorothea „Dottie“ Lipinski / Helllove Photography

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