Ausbau des Messewegs – für wen?

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Der Ausbau des Messewegs ab 2016 ist nun beschlossene Sache.  Zufrieden ist kaum jemand damit. Die Anwohner werden die Zulassung schwerer Lkws ertragen müssen und damit mehr Lärm und Abgase. Gleiches gilt für das Naturschutzgebiet Riddagshausen.

Viele Radfahrer fühlen sich durch den Wegfall des Radwegs verunsichert.  Das wurde nicht zuletzt auch durch die Unterschriftensammlung des Julius-Kühn-Instituts deutlich, viele Mitarbeiter kommen mit dem Fahrrad zu ihrer Arbeitsstelle. Die schmalen Fahrradschutzstreifen auf der stark befahrenen Straße werden als Verschlechterung der aktuellen Situation (mit einem Radweg) empfunden. Nicht nur junge Eltern mit Kinderanhängern versichern schon jetzt, dass sie zukünftig auf den Fußwegen fahren werden – obwohl dies im nördlichen Teil nicht erlaubt werden soll.

Gewiss, es wird auch kleine Verbesserungen geben, wie eine zusätzliche Querungshilfe und damit verbunden kurze Tempo 30-Abschnitte. Auch der geplante „Flüsterasphalt“ reduziert hoffentlich die zusätzliche Lärmbelastung etwas – gegen Motorgeräusche ist er aber machtlos.

Bitter ist für die Anwohner vor allem, Beiträge zum Ausbau der Straße bezahlen zu müssen, um damit letztlich den Schwerlastverkehrs zu ermöglichen. Die Begründung liegt nicht in einer sachlichen Notwendigkeit für diesen Verkehr – es gab in der Vergangenheit keine Probleme trotz des Verbots für Lkws über 7,5 t. Als Begründung wurden nur die erhofften Landeszuschüsse (500 000 Euro) angeführt.

Bleibt das Prinzip Hoffnung:  Im ersten Jahr nach Fertigstellung der Straße wird der Kfz-Verkehr gezählt. Bei mehr als 20% Zunahme soll eine Tempo-30-Beschränkung und ein Verbot des Schwerlastverkehrs geprüft werden. 

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