Anmerkungen zum Waldzustandsbericht 2020

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Buchen- und Eichenhiebe in bereits stark aufgelichteten Beständen des Elm überwiegend unterhalb der Zieldurchmesser und ohne Pflegenotwendigkeit – Foto: Karl-Friedrich Weber, März 2019

Der 27. Waldbrief

Klöckner: „Der Waldzustand besorgt mich!“
Bundesministerin legt Waldzustandserhebung 2020 vor: Wälder in Deutschland massiv geschädigt, 1,5-Milliarden-Unterstützungsprogramm wird gut angenommen“
Februar 2021 – Pressemitteilung – Nr. 26/2021

Julia Klöckner: „Der Kronenzustand ist wie ein Fieberthermometer- er zeigt an, wie es den Bäumen geht…die Bilder großflächig abgestorbener Wälder haben sich bei vielen eingebrannt. Umso wichtiger ist, dass wir als Ministerium früh und entschlossen gehandelt haben: Mit dem größten Unterstützungsprogramm der Geschichte – insgesamt 1,5 Milliarden Euro stehen zur Verfügung. Wir helfen den Waldbesitzern und Forstwirten effektiv, unkompliziert und schnell, Schäden zu räumen, neue resiliente und standortangepasste Bäume zu pflanzen, die Wälder weiter umzubauen und damit besser an den Klimawandel anzupassen. Damit werden wir unserer Verantwortung für den Wald und die kommenden Generationen gerecht.“


Der Korbacher Norbert Panek, Autor zahlreicher Bücher und Schriften über das Thema Wald, ist einer der profiliertesten Kenner deutscher Buchenwälder. In seinem 2016 im Ambaum-Verlag erschienenen Buch „Deutschland, deine Buchenwälder, Daten-Fakten-Analysen“ und im nachstehenden Kommentar legt er mit schonungsloser Präzision offen, wie es um unsere Buchenwälder wirklich bestellt ist und wie Politik und Gesellschaft zielgerichtet von einer Forst- und Holzlobby desinformiert werden.

Das hat System, denn es gilt öffentliche Mittel zu generieren für etwas, das immer mehr Forstleute als das Ergebnis einer fehlentwickelten und gestrandeten Forstwirtschaft benennen. Was geschehen ist, wäre gesellschaftlich hinzunehmen, wenn aus den Fehlern der Vergangenheit und Gegenwart ein Wandel zu einem systemischen Denken erfolgte, der in umfassendem Sinn zu einer wertschöpfenden Potenzialentwicklung unserer Wälder führte. Stattdessen nehmen wir betroffen wahr, dass ein Weiter so wie bisher das Maß für die Förderkulisse darstellt, mit Auswirkungen weit über das Jahrhundert hinaus. Nur die Dialektik hat sich den gängigen Klimabegründungen angepasst.

Bundeswaldministerin Julia Klöckner hat mit ihrem dramatisierenden Bericht zur Lage des Waldes offengelegt, worum es ihr und denen geht, die die Strippen ziehen. Die Lobby-Organisationen des deutschen Forstwirtschaftsrates und der Waldbesitzerverbände standen ihr in ihrer Dramaturgie hilfreich, passgenau und zuverlässig wie immer zur Seite.

Hier können Sie den vollständigen Waldbrief mit dem Kommentar von Norbert Panek sowie den Anmerkungen von Gert Habermann, eines Landesforstbeamten im Ruhestand, ansehen und herunterladen.

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