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Veranstaltung des Friedenszentrums Braunschweig e.V. in der Vortragsreihe “ Wege zu einer Kultur des Friedens“

Vortrag von Andreas Zumach am Donnerstag, 21. Oktober 2021, um 19.00 Uhr im kleinen Saal der Brunsviga

Es gelten die aktuellen Corona-Schutzauflagen.

80 Jahre nach dem Vernichtungskrieg Nazideutschlands mit 27 Millionen sowjetischer Opfer, davon mehr als 17 Millionen Zivilisten, ist das Verhältnis zu Russland so schlecht wie selten in der Nachkriegsgeschichte.

Der 80. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion war der Bundesregierung keine Erinnerung wert. Einzig Bundespräsident Steinmeier fand deutliche Worte und erinnerte in seiner Rede nicht nur an die Opfer, sondern auch die Bereitschaft Russlands zur Versöhnung und die daraus resultierende Verantwortung des Westens. Die zeigt sich in NATO-Manövern an den russischen Grenzen unter deutscher Beteiligung.

Die politische Diskussion wird geprägt von Auseinandersetzungen über die Krim, Nord Stream 2 und den Umgang mit der Opposition in Russland. Menschen, die sich gegen die NATO-Ausdehnung nach Osten wenden und eine einseitige Berichterstattung ablehnen, werden als Putin-Versteher abgestempelt. 30 Jahre nach dem Ende der Sowjetunion brauchen wir statt eines neuen kalten Krieges wieder ein vernünftiges Verhältnis zu Russland. Wir diskutieren über die Notwendigkeit und die Chancen einer neuen Entspannungspolitik mit Moskau.

Andreas Zumach, Freier Journalist, langjähriger UNO-Korrespondent der »taz« in Berlin, Experte für internationale Beziehungen und Friedensaktivist seit den 80er Jahren, (u.a. Sprecher des bundesweiten Koordinationsausschusses der Friedensbewegung), Mitglied im Koordinationskreis von »Sicherheit neu Denken«.

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