
Von Jürgen Hofmann
Das Revolutionsdenkmal auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde wurde vor 100 Jahren der Öffentlichkeit übergeben. Es war und ist eine Ikone der Moderne.
Es war ein Zufall, der Ludwig Mies van der Rohe mit dem Denkmalprojekt der KPD für Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht und die anderen Opfer der Januarkämpfe 1919 in Verbindung brachte. Eduard Fuchs, der Kunstsammler, Mitbegründer der KPD und Nachlassverwalter Franz Mehrings, hatte ihn nach Berlin-Zehlendorf eingeladen. Das „Haus Perls“ sollte einen Anbau erhalten. Bei dieser Gelegenheit sah Mies van der Rohe die Denkmalentwürfe der KPD und war entsetzt. Sie hätten eher „ein nettes Denkmal für einen Bankier“ abgegeben.
Von Eduard Fuchs aufgefordert, entwarf er ein Monument, das in „seinem beunruhigenden, abstrakten Ausdruck […] unübertroffen“ blieb, wie der MoMa-Kurator Arthur Justin Drechsler anmerkte. Der wuchtige Bau aus gegeneinander versetzten, mit Klinker verkleideten Quadern war eine ästhetische Provokation, ein deutlicher Bruch mit herkömmlicher Denkmalarchitektur, und wurde zu einer Ikone der Moderne. Einstand Erste Schau unter neuer Direktion: Was ist los im Mies-van-der-Rohe-Haus?
Wilhelm Pieck als Vorsitzender des Denkmalkomitees
Mies van der Rohe . ein visionärer Architekt. Erschienen im CARLSEN-Verlag


























