Scientist Rebellion kleben sich am Bundesministerium fest

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Wissenschaftler von Scientist Rebellion befestigen Fachartikel am Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und kleben sich an.

Berlin, 07.04.2022

13 Uhr: Im Rahmen von weltweit stattfindenden Aktionen des zivilen Ungehorsams haben fünf Scientist Rebellion Aktivist:innen am Donnerstagmittag großformatige wissenschaftliche Veröffentlichungen am Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz in Berlin befestigt und sich dann dort selbst angeklebt. Sie fordern die Regierung auf, umgehend die erforderlichen drastischen Maßnahmen zu ergreifen, die notwendig sind, um den sich rasant verschärfenden Klima- und Biodiversitätsverlust-Krisen entschieden entgegen zu treten.

Unter der aktuellen wirtschaftlichen Wachstumsmaxime bleibt keine Zeit, um Treibhausgasemissionen auf das notwendige Maß reduzieren, wie u. a. ein Gutachten des Sachverständigenrates für Umweltfragen, der die Bundesregierung berät, klar belegt.

Das bedeutet auch, dass wir keine Zeit mehr haben, uns mit sogenannten „No-Brainern“ wie einem Tempolimit oder Investitionen in fossile Brennstoffe, wie von Letzte Generation gefordert, aufzuhalten. Diese Maßnahmen, die einem Großteil der Bevölkerung unmittelbar einleuchten, müssen sofort umgesetzt werden. Auf uns wartet ein radikaler Umbau unseres Wirtschaftssystems – hierauf müssen wir in den nächsten Jahre unsere Energie investieren”, sagt Ökotrophologin und Epidemiologin Dr. Cornelia Huth.

Die Wissenschaftler fordern auch, die Biodiversitätskrise endlich so ernst zu nehmen, wie es nötig ist. Der zwingend erforderliche Ausbau der erneuerbaren Energien ist deshalb unbedingt mit dem Erhalt von Lebensräumen in Einklang zu bringen, damit wir so viele Arten wie irgend möglich erhalten.

Scientist Rebellion ruft Wissenschaftler aller Disziplinen und die Öffentlichkeit auf, sich der Bewegung anzuschließen um gemeinsam der Regierung die Notwendigkeit des unmittelbaren und drastischen Handels vor Augen zu führen. Diejenigen, die am meisten über die tödlichen Katastrophen, auf die wir uns rasant zu bewegen, wissen, haben eine moralische Pflicht zu handeln. Klassische Wissenschaftskommunikation und Politikberatung reichen angesichts der planetaren Notlage nicht länger aus. 

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